1. Juli 2020

Landesverband Bayern: Empfehlungen zur Fortführung ­unseres Vereinslebens

Unser digitaler Heimattag war ein voller Erfolg. Die Siebenbürgisch-Sächsische Jugend in Deutschland (SJD) konnte gemeinsam mit dem Bundesverband viele interessante Programpunkte zeigen und umsetzen. Allen, die sich beim Gelingen dieses besonderen Heimattages eingebracht haben, sei herzlich gedankt. Es war schön, es war unterhaltsam, es war mal etwas anderes. Wir freuen uns auch über die Initiativen der Kreisgruppen, die vor allem älteren Mitgliedern telefonisch oder persönlich helfen, die Corona-Krise gut zu überstehen.
Unser Vereinsleben wird durch die Corona-Pandemie stark beeinträchtigt, doch sollten wir die schrittweisen Lockerungen nutzen, um unsere Gemeinschaft weiter mit Leben zu füllen. Die Bayerische Staatsregierung hat am 16. Juni bekanntgegeben, dass ab 22. Juni wieder Familienfeiern, Zusammenkünfte in Vereinen und Betriebsversammlungen möglich sind. Für sie gilt eine Obergrenze von 50 Personen in geschlossenen Räumen und 100 Personen im Freien. Dabei sollte bekannt sein, wer daran teilnimmt, um das Infektionsgeschehen gegebenenfalls verfolgen zu können. Wegen der anhaltenden Infektionsgefahr sind Feste mit freiem Publikumszugang hingegen nicht möglich. Großveranstaltungen wurden bundesweit bis mindestens Ende Oktober 2020 verboten.

Laienmusiker wie Blaskapellen und Chöre können unter Einhaltung von Mindestabständen und weiteren Auflagen wieder proben. Bei Tanzproben müssen feste Tanzpaare gebildet werden und zwischen den verschiedenen Tanzpaaren ist stets der Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Das schließt sowohl wechselnde Paarbildungen als auch Formations- oder Gruppentänze aus.

Auch Busreisen von größeren Gruppen sind wieder möglich, wobei auf jedem Platz eine Maske getragen werden muss.

Wie gehen wir mit Mitgliederversammlungen um, die in nächster Zeit anstehen? Wann und wie oft diese Versammlungen stattfinden, ist in unserer Satzung geregelt. Das „Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht“ vom 27. März sieht befristet für das Jahr 2020 vor, dass der Vorstand grundsätzlich so lange im Amt bleibt, bis ein Nachfolger gewählt ist. Zudem wird die Möglichkeit geschaffen, Mitgliederversammlungen auch online oder schriftlich, per Umlaufverfahren, abzuhalten. Eine Abstimmung im Umlaufverfahren ist meines Erachtens technisch leichter zu bewerkstelligen. Um laufende Beschlüsse zu fassen, können sich die Vorstandsmitglieder der Kreisgruppen auch per Telefon- oder Videokonferenz austauschen.

Die Corona-Krise bringt nicht nur Probleme, sondern auch Chancen. Hier sollte man als Verband, als Kreisgruppe überlegen, wie man das Vereinsleben aktuell alternativ gestalten kann bzw. wie man außerhalb der normalen Vereinseinrichtungen aktiv werden kann. Beziehen Sie dabei auf jeden Fall Ihre Mitglieder mit ein – denn erst so ergeben sich viel mehr Ideen und Lösungsvorschläge, mit denen der Verein diese schwierige Zeit meistern wird.

Ich stelle fest, dass wir, die Ehrenamtlichen, in den vergangenen Jahren wie in einem Hamsterrad von einer Veranstaltung zur anderen eilten, an vielen Wochenenden unterwegs waren. Wir kamen kaum noch dazu, unsere Arbeit zu hinterfragen, zu analysieren, zu steuern. Deshalb bietet diese Zeit für uns Ehrenamtliche auch die Chance, zur Ruhe zu kommen, manche Sachen zu hinterfragen und auch zu ändern. Ich denke z. B. an viele Veranstaltungen in den letzten 70 Jahren, die in den Kreisgruppen stattgefunden haben und in Bild und Schrift nicht festgehalten worden sind. Wir könnten diese ruhige Zeit auch nutzen, um unsere Homepage zu aktualisieren. So könnte man Videos und Fotos von früher hochladen, um damit interessierte Mitglieder anzusprechen. Unser Internetreferent Heinz Frey wird euch bei dieser Arbeit sicherlich gerne unterstützen. Außerdem wäre es sinnvoll, die Mitgliederdatenbank zu prüfen und zu aktualisieren, Marketingstrategien in den Kreisgruppen zu überlegen, um die Mitglieder zu behalten und vor allem neue Mitglieder zu gewinnen.

„Wenn wir uns in einer Krise zu bewähren haben, dann werden uns auch die Kräfte zuwachsen“, sagte Bundespräsident Richard von Weizsäcker in seiner Weihnachtsansprache 1993. In seiner Amtszeit hat auch die Wiedervereinigung stattgefunden. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir aus dieser Krise gestärkt herausgehen werden.

Liebe Landsleute, der gesamte Vorstand des Landesverbandes Bayern freut sich auf den Tag, an dem wir wieder uneingeschränkt und sorglos persönlichen Kontakt zu unseren Mitgliedern pflegen können. Bis dahin wird noch einige Zeit vergehen. Falls Sie Rat und Hilfe benötigen: Wir sind für Sie da – nehmen Sie über die bekannten Kanäle Kontakt zu uns auf. Auch diese Krise geht zu Ende. Und bleiben Sie gesund!

Werner Kloos, Landesvorsitzender

Schlagwörter: Landesverband Bayern, Vorsitzender, Corona, Verbandsleben, Empfehlungen

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