28. Mai 2003

"Wo äs de Trud" in Weilheim aufgeführt

Sehr zahlreich waren die Zuschauer am 10. Mai zur Premiere des Vierakters „Wo äs de Trud“ von Karl Gustav Reich im Stadttheater der Kreisstadt zu Weilheim erschienen. Die siebenbürgische Theatergruppe in Weilheim überzeugte mit ihrer Erstaufführung des bekannten Lustspiels in siebenbürgisch-sächsischer Mundart.
Das Stück wurde unter der Regie von Susanne Schuster einstudiert. Hauptdarsteller ist die reiche Bauernfamilie Salmen mit ihren drei Kindern, gespielt von Sofia und Hans-Ulrich Konnerth. Die große Tochter wird von Grete Gref gespielt und die kleinen Geschwister von Anja Haupt und Thomas Geckel. Eine ganz besondere Rolle hat in diesem Stück die Zigeunerin des Dorfes, „die schwarze Mina“, gespielt von Maria Schmid. Die Rolle der Trud (Betrügerin) wird von Gerlinde Welter übernommen. Alle anderen Darsteller/innen haben in der Gruppe eine besondere Rolle als Nachbarschaft mit Nachbarschaftshilfe. Die „Rockenstube“ wird nicht nur zum Plaudern, sondern auch zum gemeinsamen Beisammensein, zum Musizieren und zur Weitergabe von Kulturgut genutzt.

Begeisternder Auftritt der Theatergruppe Weilheim (v. l. n. r.): Thomas Geckel, Sofia Konnerth, Anja Haupt, H.-Ulrich Konnerth. Foto: Dieter Geckel.
Begeisternder Auftritt der Theatergruppe Weilheim (v. l. n. r.): Thomas Geckel, Sofia Konnerth, Anja Haupt, H.-Ulrich Konnerth. Foto: Dieter Geckel.

Einen kräftigen Applaus gab es für die jüngsten Darsteller Anja Haupt und Thomas Geckel, die ihre Rolle in sächsischer Mundart professionell darboten, obwohl zu Hause nur hochdeutsch gesprochen wird. Sie haben sich den Dialekt eigens für dieses Theaterstück angeeignet. Alle Darsteller verdienen sich ein großes Lob, Nachbarinnen und Nachbarn: Rosi Ehrmann, Renate Geckel, Emma Thelmann, Maria Litschel, Katharina und Martin Pitters, Maria und Michael Lienerth sowie das einmalige Aufgebot von Johann Welter und Michael Gref, die sogar eine Doppelrolle gespielt haben. Zum ersten Male gezeigt wurde ein Mimenspiel zur langweiligen Erzählung einer Nachbarin. Riesenapplaus für diese Szene. Der Regisseurin des Theaterstückes und Souffleuse Susanne Schuster alles Gute und weiterhin viel Erfolg auf der Bühne.

Dank an das Publikum, das die Sitzplätze des Stadttheaters gefüllt hat. Ein Riesenerfolg. Wir hoffen, dass wir auch von Nachbarkreisgruppen eingeladen werden, um unsere Zuschauer mit unseren schauspielerischen Künsten zu erfreuen. Ein großes Lob und Dank an die evangelische Apostelkirche in Weilheim, die uns die Proben in ihren Räumlichkeiten gestattet hat.

Die Kreisgruppe Weilheim dankt den Theaterdarstellern für den erfolgreichen Auftritt auf der Bühne des Weilheimer Stadttheaters und wünscht allen Künstlern und Helfern weiterhin viel Erfolg. Gedankt sei allen Mitarbeitern, die fleißig bei der Gestaltung dieses unvergesslichen Sonntagnachmittags mitgeholfen haben.

Hans-Dietrich Geckel


(gedruckte Ausgabe. Siebenbürgische Zeitung, Folge 9 vom 31. Mai 2003, Seite 18)

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