7. September 2001

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Siebenbürger gewinnen neues Selbstbewusstsein in Österreich

Der zehnte Heimattag der Siebenbürger Sachsen in Österreich fand vom 31. August bis 2. September traditionell in der Patenstadt der Heimatvertriebenen Österreichs, dem oberösterreichischen Wels, statt. Dank ihrer vorbildlichen Integration, die zu einem neuen Selbstbewusstsein bei der zweiten und dritten Generation geführt hat, erfreuen sich die Siebenbürger Sachsen in der Alpenrepublik hoher öffentlicher Anerkennung.
Der Leitgedanke des zehnten Heimattages, "Österreichs Siebenbürger Sachsen zwischen Völkern und Zeiten", gab einen richtungsweisenden Denkanstoß, der auch in den Grußworten und Festansprachen der Ehrengäste zum Ausdruck kam: Die siebenbürgische Gemeinschaft, bereits in zweiter und dritter Generation in Österreich, außerhalb des Karpatenbogens lebend, stehe Siebenbürgen anders als die dort geborenen Eltern und Großeltern gegenüber und betrachte die Beziehungen zu Siebenbürgen in einem zeitgemäßen, europäischen Zusammenhang.
Siebenbürgische Trachten vor dem mittelalterliche Lederer-Tor in Wels. Foto: Erhard Graeff
Siebenbürgische Trachten vor dem mittelalterliche Lederer-Tor in Wels. Foto: Erhard Graeff


Rund tausend Besucher waren zum Heimattag gekommen, rund zwei Drittel davon beteiligten sich am Trachtenumzug, der am Sonntagvormittag von der Stadthalle vor imposanter historischer Kulisse durch das Lederer-Tor auf den Stadtplatz führte. Wels ist mit 60 000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Oberösterreichs, eine Kulturstadt mit baulichen Juwelen, wie etwa dem kürzlich renovierten Minoritenkloster, und zugleich eine geschichtsträchtige Stadt, die auf die Römerzeit zurückgeht. Alle bisherigen siebenbürgischen Heimattage in Österreich, der erste 1958 und der letzte 1994 haben hier stattgefunden.
Von den 13 Trachtengruppen kamen zwei aus Deutschland (Stuttgart und Heilbronn), je eine aus Hermannstadt und Wels (vom oberösterreichischen Trachtenverband) sowie neun sächsische, vorwiegend aus Oberösterreich, aber auch aus Wien und Salzburg. Das beeindruckende Gesamtspiel der siebenbürgischen Musikkapellen wurde auf dem Stadplatz von den Kapellen aus Elixhausen, Munderfing, Laakirchen, Rosenau-Seewalchen, Vorchdorf und Traun bestritten.
Hohe Gäste aus dem politischen, kirchlichen und landsmannschaftlichen Leben hatten sich in Wels eingefunden: als Vertreter der österreichischen Bundesregierung der Staatssekretär im Finanzministerium, Dr. Alfred Finz, ferner die "Vertriebenensprecher" und Abgeordneten im österreichischen Parlament, Helmut Dietachmair und Franz Mühlbacher, der Landeshauptmann von Oberösterreich, Dr. Josef Pühringer, sein Landrat Dr. Hans Achatz, als Freund und Förderer der Siebenbürger Sachsen der Bürgermeister der Stadt Wels, Peter Voits, der am Samstag auch zu einem Empfang ins Rathaus geladen hatte, dessen Amtsvorgänger Leopold Spitzer und Karl Bregartner sowie zahlreiche Mitglieder des Stadtmagistrats, denen allen für die Förderung der Veranstaltung ein "korporativer Dank" auszusprechen ist, wie Ehrenbundsobmann Fritz Frank gegenüber dieser Zeitung erklärte. Aus dem Umland waren der Bürgermeister von Traun, Peter Schlögl, und sein Amtskollege aus Elixhausen bei Salzburg, Bruno Wuppinger, dieser in siebenbürgisch-sächsischer Tracht, erschienen. Vertraute Atmosphäre empfing die Bürgermeisterin von Dinkelsbühl, Hildegard Beck., die als Vertreterin der Partnerstadt auch viele Freunde der siebenbürgischen Landsmannschaften begrüßen konnte. Seitens der Kirche waren der Bischof der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, Christoph Klein, und die Oberkirchenrätin Hannelore Reiner zugegen. Der Vorsitzende des Hilfskomitees der Siebenbürger Sachsen, Pfarrer i.R. Kurt Franchy, nahm auch als Sprecher des zeitgleich in Wels ablaufenden HOG-Treffen der Bistritzer teil.

Pühringer: "Haltet die siebenbürgische Kultur hoch"

Landeshauptmann Josef Pühringer sicherte den Siebenbürger Sachsen - auch namens des österreichischen Bundeskanzlers - weitere Unterstützung seitens des Bundes und des Landes bei der Kultur- und landsmannschaftlichen Arbeit zu. In seiner Ansprache auf der Festkundgebung am 2. September erinnerte er an seinen Vorgänger, Dr. Heinrich Gleissner, der ein Vorreiter bei der Anerkennung der Siebenbürger Sachsen in Österreich gewesen sei. Auch Pühringer hat sich als Freund und Gönner der Siebenbürger Sachsen bewährt und ist Ehrenmitglied der Nachbarschaft Traun.
Der oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer erwies sich in Wels erneut als Freund und Förderer der Siebenbürger Sachsen. Foto: Erhard Graeff
Der oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer erwies sich in Wels erneut als Freund und Förderer der Siebenbürger Sachsen. Foto: Erhard Graeff


Der jungen Generation falle nach seiner Ansicht eine Schlüsselrolle bei der Weitergabe der Kultur und die Aufgabe zu, "eine neue, eine siebenbürgische Identität zu finden", die freilich mit anderem Vorzeichen gesehen werde als bei der früheren Generation. "Brauchtum und Tracht, Gemeinschaft und Solidarität, evangelischer Glaube und soziales Engagement sind Pfeiler einer intakten Gemeinschaft der Siebenbürger, und auch die gemeinsame Geschichte bindet." Durch ihre prächtige Trachten, die Volkstänze und siebenbürgisch-sächsischen Musikkapellen hätten sie das Land im wahrsten Sinne des Wortes bereichert. Der Landeshauptmann und Kulturreferent des Landes Oberösterreich forderte die Siebenbürger deshalb auf: "Bitte pflegt die siebenbürgische Kultur, auch wenn ihr jetzt schon bald 60 Jahre bei uns seid, weiter, haltet sie hoch!" Die Siebenbürger Sachsen seien prädestiniert, "Brücke zu sein zwischen Völkern und Zeiten und als Botschafter und Vermittler in vielen heiklen Fragen der Integration" zu wirken. Pühringer dankte ihnen für die kulturelle Arbeit, ihr Bekenntnis zu Oberösterreich, aber auch für ihr soziales Engagement zugunsten der Landsleute in der alten Heimat, das eine "wertvolle Form des Nichtvergessens" sei. "Möge auch Österreich für Sie zu einem Land des Segens, der Fülle und der Kraft werden, oder möge es schon so sein."
Herzliche Worte für die Siebenbürger fand auch Landesrat Hans Achatz in seinem Grußwort auf dem Stadtplatz: "Sie sind keine Fremde mehr in diesem Land. Wir freuen uns, dass das Schicksal Sie zu uns gebracht hat."
Die Siebenbürger Sachsen seien im Laufe der vergangenen über 40 Jahre oft auf dem Stadtplatz von Wels zusammengekommen, sagte Ehrenbundesobmann Fritz Frank. Nicht nur zur Erinnerung an Vergangenes oder zur Besinnung auf siebenbürgische Werte, sondern auch – wie beim Kirchentag 1958 – "zum Lobe Gottes und zum Dank dafür, dass er uns in diesem Land über 20 Kirchen und über 1 500 Eigenheime bauen ließ und dazu zehn Kulturstätten, Musikheime und Heimatstuben". In den Reihen der Siebenbürger finde zurzeit ein Generationswechsel statt, und den zehnten Heimattag in Wels begingen sie nun als "Österreichs Siebenbürger Sachsen". "Damit ist Österreichs Schicksal auch unser Schicksal geworden, und die Erhaltung siebenbürgischer Tradition auch eine Kulturaufgabe Österreichs. Denn wir wollen und werden heute und in Zukunft in diesem Land in staatsbürgerlicher Gemeinschaft leben, nicht mit dem Blick zurück und nicht befrachtet vom Leid und der Not des Krieges und der Vertreibung, sondern im Bewusstsein, dass in der Heimat, in der wir leben, ein Stück Siebenbürgen entstanden und bewahrt bleiben soll."
Frank hatte schon tags zuvor die Neuerscheinung Volker Petri "Österreich – Deine Siebenbürger Sachsen" präsentiert. Einer doppelten Erlebnisgeneration angehörend, habe Petri den Weg seiner Landsleute in den letzten 50 Jahren überzeugend dargestellt. Geschichte sei für ihn "nicht eine Aufzählung von Geschehnissen, sondern eine Ursache für geistige Konsequenzen", betonte Dr. Frank. Der Band sei sehr lesenswert, informiere und rege zum Denken an. Der Autor las bei der Buchpräsentation ein Kapitel über die Evakuierung und Flucht vor, die Vöcklabrucker Spielleut umrahmten die Veranstaltung mit passenden Melofien wie "Af deser Ierd". Verleger Martin Rill von der Edition Wort und Welt und Bild äußerte die Hoffnung, dass sich das Buch als Standardwerk erweisen werde. Es sei Petris Verdienst, die neuesten Ergebnisse der Geschichtsforschung breiten Bevölkerungsschichten zugänglich gemacht zu haben. Noch nie sei in einem Geschichtsbuch die Integration der heimatlosen Flüchtlinge so fundiert dargestellt worden, wobei Petri auch Konfliktzonen zwischen Flüchtlingen und Einheimischen offen anspreche, so der Historiker Rill.

Grenzübergreifender Zusammenhalt in der Föderation

In seiner Rede beim Festabend zum Leitgedanken "Österreichs Siebenbürger Sachsen zwischen Völkern und Zeiten" war Bundesobmann Volker Petri auf die Geschichte der anfangs schwierigen, danach vorbildlichen Integration der Siebenbürger in das nach dem Krieg neu gewonnene gesellschaftliche Umfeld eingegangen. Aus den "einst verschüchterten, von den Strapazen des Trecks und dem Heimatverlust gezeichneten siebenbürgischen Flüchtlingen des Jahres 1944" seien "selbstbewusste österreichische Siebenbürger Sachsen" geworden. Petri hinterfragte ihre sozialpolitische und kulturelle Rolle, namentlich die der jüngeren und jüngsten Generation und forderte diese auf, sich bei der Weitergabe siebenbürgischer Kultur zu engagieren. (Die Ansprache wird auf Seite 3 dieser Ausgabe dokumentiert.)
Käthe Paulini überbrachte Grüße seitens der Landsleute in Kanada, die gleichfalls eine starke Gemeinschaft in der neuen Heimat entwickelt und eine wichtige Rolle bei der Pflege deutscher Kultur spielen. Seiner tiefen emotionalen Verbundenheit zu Siebenbürgen verlieh David P. Bokesch, Präsident der Alliance of Transylvanian Saxons - ATS, Ausdruck. Seitens des Zweiges (ATS-Branch) 22 in Youngstown überbrachte Bokesch einen Scheck in Höhe von 20 000 DM und aus dem Nachlass von Martin Konnerth, der kürzlich im Alter von 101 Jahren verstorben ist, eine Spende in Höhe von 61 000 DM zugunsten der Altenhilfe in Siebenbürgen. Der gebürtige Irmescher hatte trotz seines Reichtums bescheiden gelebt und das schöne und wertvolle Geschenk an seine alte Heimat testamentarisch verfügt. Beide Spendenschecks wurden Peter Pastior, dem Vorsitzenden des Sozialwerks der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, überreicht, der sie dem von den Spendern bestimmten Zweck zuführen wird.
Das Motto des Heimattages sei, so Paul Jürgen Porr, Vorsitzender des Demokratischen Forums der Deutschen in Siebenbürgen (DFDS), in seinem Grußwort, zutreffend für die Siebenbürger Sachsen im Allgemeinen. Seit ihrer Ansiedlung im Karpatenbogen hätten sie Wehrburgen, ein vorbildliches Schulwesen und vieles mehr geschaffen. Ihr charakteristischer Gemeinsinn sei auch heute über Grenzen hinweg lebendig. Die Föderation der Siebenbürger Sachsen halte sie weltweit mit einem geistigen, kulturellen und administrativen Band zusammen, betonte der Klausenburger Arzt.
"Auch im 130. Jahr des erfolgreichen Bestehens der Vereine der Siebenbürger Sachsen in Graz und Wien wie auch des über 50-jährigen Bestehens der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in Österreich gilt es, die Zeichen einer sich wandelnden Zeit anzunehmen, ohne dem Identitätsverlust anheim zu fallen", sagte Volker Dürr, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in Deutschland. In allen Ländern, wo sie heute leben, seien die Siebenbürger Sachsen kulturell akzeptiert und wegen ihrer Gemeinschaftstreue geschätzt. "Wir sollten daher in unserer heutigen Situation nicht einen Verlust, sondern eine Chance, eine Herausforderung sehen, mit unserem Gemeinschaftsleben, mit unserem Brauchtum, mit unserer reichen und wertvollen siebenbürgisch-sächsischen Kultur auch in den größeren Dimensionen der Gegenwart und Zukunft zu leben und zu wirken. Wenn wir dies erkennen, fällt es uns nicht schwer, der Gemeinschaft der Siebenbürger Sachsen auch weiterhin die Treue zu halten."

Für seinen selbstlosen Einsatz und seine Verdienste um die Belange der Siebenbürger Sachsen in Österreich, um den Erhalt und das Selbstverständnis ihrer Gemeinschaft erhielt Ehrenbundesobmann Konsulent Dr. Fritz Frank die Stephan-Ludwig-Roth-Medaille, die ihm von Volker Dürr überreicht wurde. Den Ehrenbundesobmann kennzeichneten soziales Engagement, Toleranz und Aufgeschlossenheit zudem gegenüber den rumänischen und ungarischen Mitbewohnern Siebenbürgens und deren Kultur, heißt es in der Verleihungsurkunde.
Die Siebenbürger Sachsen seien, bei aller Tragik der Geschichte, "ein Segen für die evangelische Kirche in Österreich", betonte Oberkirchenrätin Hannelore Reiner. Sie hätten die evangelische Glaubensgemeinschaft nach dem Krieg in Österreich entscheidend mit aufgebaut.
Der Bürgermeister von Wels, Peter Koits, dankte den Siebenbürger Sachsen, die "unserer Stadt viel gegeben haben", und speziell den Organisatoren und Helfern um Friedrich Teutsch, die den Heimattag ausgerichtet haben. Grüße seitens der rumänischen Botschaft in Wien überbrachte Presseattache Cristian Radu beim Festabend am Samstag. Auf der Kundgebung am Sonntag war auch Botschafter Traian Chebeleu zugegen.
Kommerzialrat Martin May, stellvertretender Obmann des Verbandes der Volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs und Präsident des Ermacora-Institutes, dankte für die Unterstützung nicht nur der Landes- und Kommunalpolitik, sondern auch der Bundesregierung, denn 1996 ist aus Bundesmitteln das "Haus der Heimat" in Wien errichtet worden. Doch jetzt sei es nötig, dass sich die Republik Österreich noch stärker in die Pflicht nehmen lasse für ihre Deutschen aus der ehemaligen Donaumonarchie, die so genannten Altösterreicher. Diese Anregung nahm Alfred Finz, Staatssekretär vom Finanzministerium, mit nach Wien. Er kündigte in Wels an, dass Bund und Länder im Jahr 2003 einen Fonds für die Heimatvertriebenen einrichten werden.

Bischof Klein: "Eigene sächsische Welt aufgebaut"

Die Siebenbürgische Blaskapelle Vorchdorf und der Gemischte Chor Rosenau-Vöcklabruck-Timelkam gestalteten den Abend musikalisch mit, Darbietungen der Tanzgruppen aus Hermannstadt, Wels, Traun und Vöcklabruck bereicherten ihn. Hans Waretzi, Obmann der Landsmannschaft in Oberösterreich, führte gekonnt durch das Programm des Festabends.
Eine beeindruckende Totengedenkfeier fand tags darauf bei der Sigmarkapelle statt, gestaltet von Pfarrer Horst Radler, siebenbürgischer Seelsorger in Schwanenstadt, und umrahmt von der Blasmusikkapelle Laakirchen, die auch den anschließenden Festgottesdienst in der Stadthalle musikalisch mitgestaltete. Der liturgische Teil des Gottesdienstes wurde vom Stadtpfarrer von Wels, Joachim Viktor, bestritten, die Predigt von Bischof D. Dr. Christoph Klein gehalten. Bischof Klein zeigte anhand eines Bibeltextes aus dem zweiten Epheser Brief auf, dass Kirche zugleich Heimat bedeute, in der man von der Gesellschaft anderer angenommen werde. In Siebenbürgen sei man von der "Volkskirche" in allen Lebenssituationen begleitet worden, eingebunden und geborgen in Gemeinschaft und Nachbarschaft. Im Laufe der Jahrhunderte habe man sich eine siebenbürgisch-sächsische Welt aufgebaut und die unsichtbare Welt Gottes mit einbezogen, die Welt also "im Lichte der göttlichen Ewigkeit" gestaltet. Auch in ihrer neuen Heimat hätten sich die Siebenbürger Sachsen eine eigene sächsische Welt geschaffen, wobei ihnen die Kirche "portative Heimat" geblieben sei.
Dass die Jugend siebenbürgisches Brauchtum beherzt weiterpflegt, zeigten die Darbietungen der Tanzgruppen am Samstagnachmittag in der Stadthalle sowie am Sonntagnachmittag auf der Festwiese und in der Burgenlandhalle. Es traten auf die Tanzgruppe des Hermannstädter Jugendforums aus Siebenbürgen, die Jugendtanzgruppen Stuttgart und Heilbronn aus Deutschland sowie die Kindertanzgruppe Rosenau-Seewalchen, die Tanzgruppen Traun, Wels, Vöcklabruck und Laakirchen aus Österreich. Der Föderationsgedanke, der Kulturaustausch zwischen Siebenbürger Sachsen über Ländergrenzen hinweg wird somit unter den Jugendlichen gepflegt. Die Hermannstädter Tanzgruppe, in der viele Schüler des Brukenthal-Gymnasiums mitmachen, erntete mit ihren spektakulären Tänzen wie "Sternpolka", "Mühlrad" und "Bändertanz" viel Applaus. Sie bestritt nach dem Heimattag eine kleine Tournee mit Auftritten in Vöcklabruck, Salzburg und Bad Hall.
Siebenbürgische Trachtengruppe beim Einzug auf dem Stadtplatz in Wels, wo die Festkundgebung des zehnten Heimattags der Siebenbürger Sachsen in Österreich stattfand. Foto: Siegbert Bruss
Siebenbürgische Trachtengruppe beim Einzug auf dem Stadtplatz in Wels, wo die Festkundgebung des zehnten Heimattags der Siebenbürger Sachsen in Österreich stattfand. Foto: Siegbert Bruss


Die Blaskapelle Rosenau bot musikalische Einlagen am Samstagnachmittag, zum Tanz spielten in der Burgenlandhalle am Samstag die Musikkapelle Traun und am Sonntag, als der offizielle Teil in einen gemütlichen überging, die Kapelle Elixhausen.
Als ein Charakteristikum der Heimattage sei der Beitrag der sächsischen Frauen zu erwähnen, erklärte Dr. Frank gegenüber dieser Zeitung. Trotz des kalten und regnerischen Wetters ließen sie es sich nicht nehmen, mit ihren Männern Kaffee und heimatliches Gebäck, vor allem Baumstriezel zu servieren. Davon haben die Nachbarschaften Traun, Vöcklabruck, Sierning und Bad Hall in den beiden Tagen weit über tausend Stück verkauft! "Und als alles vorbei war und man im Kaffeezelt oder in der Burgenlandhalle gemütlich beieinander saß, ging um 17 Uhr ein schwerer Regenguss nieder. Und löste bei allen eine glückliche Befriedigung über ein gut gelungenes Gemeinschaftsfest aus", so der Ehrenbundesobmann.

Siegbert Bruss

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