26. April 2002

SJD Bayern: Das Interesse junger Leute gewinnen

Gerd Mieskes, neuer Landesjugendleiter der Siebenbürgisch-Sächsischen Jugend in Deutschland (SJD), Landesgruppe Bayern, über Ziele und Wege einer lebendigen Jugendarbeit
„Junge Leute sollen sich kennen lernen, zusammen feiern und auch organisatorische Aufgaben übernehmen. Jugendarbeit ist wichtig und kann nur dann funktionieren, wenn die Jugend uns dabei unterstützt.“ Unter diesem Motto leitet Gerd Mieskes seit November letzten Jahres, zusammen mit den anderen Mitgliedern der Landesjugendleitung, die Siebenbürgisch-Sächsische Jugend (SJD) in Bayern.
Gerd Mieskes will frischen Wind in die siebenbürgische Jugendarbeit bringen
Gerd Mieskes will frischen Wind in die siebenbürgische Jugendarbeit bringen


Der gebürtige Zeidner wanderte 1984 im Alter von 13 Jahren aus Rumänien aus und hat seither den Kontakt zu den Siebenbürger Sachsen aus Bayern stets aufrechterhalten. Nach dem Hauptschulabschluss, besuchte er die Berufsaufbauschule und die Fachoberschule; anschließend war er ein Jahr lang bei der Bundeswehr und studierte dann Maschinenbau. Am 11. November 2001 wurde er zum Landesjugendleiter der Siebenbürgisch-Sächsischen Jugend in Deutschland (SJD), Landesgruppe Bayern, gewählt. Schon seit Jahren arbeitet er gerne mit Jugendlichen zusammen. So war er neun Jahre Leiter der Tanzgruppe Landshut und schon längere Zeit im Vorstand der Landesjugend tätig.
Organisatorische Aufgaben zu übernehmen sowie junge Leute zusammenzuhalten und zu leiten, haben ihn dazu motiviert das neue Amt zu übernehmen, erklärt er im Gespräch mit der Siebenbürgischen Zeitung. Er hat sich vorgenommen, die Angebote für die Jugend zu erweitern und mehrere Seminare anzubieten. Um das zu ermöglichen, kommen die Mitglieder der SJD-Landesjugendleitung alle drei Monate zu Sitzungen zusammen. Wichtig sei es, die Unterstützung und das Interesse der jungen Leute zu gewinnen, denn ohne sie wäre eine lebendige Jugendarbeit schwer vorstellbar, meint der Zeidner. Gute Möglichkeit, die jungen Leute zu erfassen, biete auch das neue SJD-Mitgliederkonzept, das im letzten Herbst auf dem Jungsachsentag verabschiedet wurde.
„Jugend zusammenzuhalten ist heutzutage schwierig“, räumt Mieskes ein. Dennoch könne man ihr Interesse wecken, etwa durch gemeinsame Sportaktivitäten, regelmäßige Auftritte der Tanzgruppen, indem man Zeltlager organisiert oder einfach etwas zusammen unternimmt. „Wenn sie erst mal in einer Gruppe drin sind und sich wohl fühlen, kommen die Vorschläge von selbst“. Der Kontakt zu Jugendlichen in der alten Heimat wird zurzeit noch wenig gepflegt. Mieskes kennt einige Tanzgruppen in Siebenbürgen und hofft, diese Beziehungen in den nächsten Jahren auszubauen.

Andreea Dimboianu


(gedruckte Ausgabe: Siebenbürgische Zeitung, Folge 7 vom 30. April 2002, Seite 13)

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