29. Juli 2011

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Eindrucksvolles Heimattreffen in Urwegen

Am 18. Juni 2011 fand, von der siebenbürgischen Öffentlichkeit fast unbemerkt, ein eindrucksvolles Treffen der Urweger von nah und fern in ihrem Heimatdorf statt. Absichtlich wurde der Termin auf sechs Tage nach Pfingsten gelegt, um nicht mit dem Brauch des Maibaumsetzens zu kollidieren.
Das Fest begann mit einem Gottesdienst, zu dem sich über zweihundertfünfzig Urweger und deren Freunde, zum Teil in Tracht, einfanden. Drei Pfarrer, der Dechant des Unterwaldes, Dr. W. Wünsch, der jetzige Urweger Pfarrer W. Meitert und der gebürtige Urweger J. Zey, sprachen der Festgemeinde Mut und Zuversicht zu. Pfarrer Zey löste in seiner Predigt die fast traumatische Heimatproblematik mit dem Hinweis auf unseren gemeinsamen, christlichen Grund. Anschließend bedankte sich Kurator Karl Broos bei den Ausrichtern des Festes, der Urweger Nachbarschaft München und der HOG Urwegen. Er warb für einen Neuanfang der in der Vergangenheit belasteten Beziehungen zwischen Dagebliebenen und Ausgewanderten. Ein sichtbares Zeichen dieser Tage war die gemeinsame Überführung der steinernen Grabplatte von Pfarrer Andreas Zeck aus Dobring nach Urwegen. Landeskirchenkurator Friedrich Philippi unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung der Gemeinschaft, die auch bei der erfolgreichen Startphase des EU-Projektes zur Renovierung der Gräfenburg zum Tragen kam. Der HOG-Vorsitzende Michael Zeck wies auf das begonnene Adressenverzeichnis und die Vernetzung von über siebenhundert Urwegern hin.Trachtenträger vor dem Kirchgang beim Urweger ...Trachtenträger vor dem Kirchgang beim Urweger Heimattreffen 2011. Foto: Michael Zeck Die anschließenden Feierlichkeiten trugen die Handschrift der engagierten Vorsitzenden der Urweger Nachbarschaft München, Agnetha Kirr und Agnetha Thiess. Ausgezeichnete Speisen wurden bis Mitternacht serviert und dem süffigen Wein und Tanz huldigten die Letzten bis zum frühen Morgen. Für gute Stimmung sorgten eine kleine Blasmusik, eine jugendliche Trachtentanzgruppe, zwei Singkränzchen sowie von Pfarrer W. Meitert vorgetragene Mundartgedichte. Nach Einbruch der Dunkelheit wurden bei einem Lagerfeuer gemeinsam Volkslieder gesungen.

Für diesen einen Festtag waren unzählige ­Arbeitsstunden vieler hier Ungenannter nötig! Unter „Renovierung des Festsaales“ seien Drainage, Dachreparatur, die Erneuerung des Dielenbodens und Malerarbeiten zusammengefasst und herzlich dafür gedankt. Es wäre zu schade, wenn dies Fest einmalig bliebe! Wiederholungen wurden seitens der Organisatoren versprochen. Darauf freut sich nicht nur

G. Zeck

Schlagwörter: Urwegen, Treffen, Siebenbürgen, HOG

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