4. April 2020

Werner Henning wiedergewählt: Nadescher Landsmann weiterhin Stadtrat in Nürnberg

„Nürnberg muss für uns und unsere Kinder lebenswert bleiben.“ Das ist ein offenes Wort und überzeugendes Leitwort. Werner Henning hat viel mehr getan, als auf diese wichtige Zukunftsvision hinzuweisen. Als Kandidat für den Nürnberger Stadtrat hat unser Landsmann, 1954 in Nadesch geboren, verheiratet und Vater zweier Kinder, kluger und zupackender Handwerker – er ist Diplom-Ingenieur (FH) für Versorgungstechnik und Gebäudeautomation – und selbständiger Unternehmer, mit Weitsicht nicht nur das siebenbürgisch-sächsische Wählerpotential ausgeschöpft. Wie auch 2014 kämpfte er sich durch das bayerische Kommunalwahlsystem deutlich nach vorn, diesmal vom Listenplatz 27 der CSU auf Platz 20 und wurde damit einer der insgesamt 22 gewählten CSU-Stadträte und Stadträtinnen. Die 54 209 Stimmen bedeuteten am Ende „sieben Plätze gut gemacht.“ Respekt! Horst Göbbel hat mit ihm folgendes Interview geführt.
Was bedeutet diese Wiederwahl für dich?

Ich möchte mich hier ausdrücklich für das mir entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Ich freue mich auf die neuen Aufgaben und werde meine Erfahrung und mein Können zum Wohle aller Nürnberger Bürgerinnen und Bürgern einsetzen. Am meisten freut mich, dass ich nun mehr oder weniger weiter mitgestalten und mitentscheiden kann, wenn es um das Wohl der Stadt Nürnberg mit ihren Bürgerinnen und Bürgern geht und daraus resultierend doch hoffentlich gute Problemlösungen entstehen. Einfach wird dies nicht immer werden, gerade bei der bunten Zusammensetzung des Stadtrates. Doch hierbei vertraue ich auf den gesunden Menschenverstand sowie auf den Zuspruch vieler Freunde aus den aktiven Verbänden mit ihrem Erfahrungsschatz.

Welche Ziele hast du dir für die nächste Amtszeit gesetzt?

Als Nürnberger Stadtrat will ich mithelfen, dass unsere Stadt jetzt und künftig vor allem liebens- und lebenswert bleibt. Ich will nahe am Bürger sein und mit dazu beitragen, dass sich wieder viel mehr Menschen politisch wie auch sozial engagieren und dabei offen für die Zusammenarbeit mit anderen demokratischen politischen Gruppierungen sind. Hierzu verlangt es natürlich Respekt und die Akzeptanz von anderen Meinungen. Dazu gehört meiner Meinung nach auch auf jeden Fall das Zuhören! Ebenso will ich mich für eine bessere Informationskultur einsetzen, denn diese ist meines Erachtens unabdingbar für jede sachliche Diskussion. Mein Handeln will ich orientieren an der Sache, den örtlichen Bedürfnissen und Begebenheiten, nicht an persönlichen Animositäten! Selbstverständlich steht auch das Vorantreiben der Gespräche zur Partnerschaft mit Kronstadt ganz oben auf meiner Agenda.
Der Nadescher Landsmann Werner Henning ist wieder ...
Der Nadescher Landsmann Werner Henning ist wieder in den Nürnberger Stadtrat gewählt worden.
Wird es nach deiner Ansicht in Nürnberg zu Akzentverschiebungen durch die Wahl eines CSU-Oberbürgermeisters kommen?

Es wird sicherlich das eine oder andere anders laufen. Marcus König, der neu gewählte OB, hat ja bereits im Wahlprogramm Themen gesetzt, die sowohl in der Bevölkerung als auch bei den anderen demokratischen Parteien viel Akzeptanz gefunden haben. Was definitiv anders werden muss, ist das Verhältnis zwischen Stadtrat und Stadtverwaltung. Man wird sich darüber klar werden müssen, wie die Rollenverteilung sein sollte und wie sie bisher war: Der Stadtrat, die Politik, muss sagen, was er will. Die Aufgabe der Verwaltung ist es dann, das umzusetzen. Das wiederum bedingt, dass die Politik einen klaren Plan entwickelt, Prioritäten setzt und Strategien erarbeitet, um zu den gewünschten Zielen zu kommen.

Werden auch die neuen Stadtratsmitglieder zukünftig mit dem Begriff Siebenbürger Sachsen konfrontiert werden?

Auf jeden Fall, zumindest durch meine Person als bekennender Siebenbürger Sachse. Ne, Spaß beiseite, natürlich werde ich mich auch weiterhin für die Belange unseres Verbandes, des Hauses der Heimat, für unsere Traditionen und Vereine einsetzen.

Vor welchen Herausforderungen ist die Stadt Nürnberg durch die Coronavirus-Pandemie gestellt?

In Anbetracht der aktuellen Situation, dass sich das Corona-Virus andauernd verbreitet, gibt es auch aus Sicht der Stadt Nürnberg keine Alternative zur Absage von Veranstaltungen und Verlängerung des Ausgangs- bzw. Versammlungsverbots. Denn Veranstaltungen und Treffen werden von der ganzen Bevölkerung und somit auch von Risikogruppen wie Senioren und chronisch kranken Menschen besucht. Die Entscheidung ist sicherlich nicht einfach, aber eindeutig. Die Gesundheit der Bevölkerung hat aktuell höchste Priorität. Was mir aber genau so viel Sorgen macht, sind die wirtschaftlichen Folgen und der weitere Umgang mit der Pandemie. Die Gestaltungsmöglichkeiten in unserer Stadt hängen sehr davon ab. Ich werde mich für die Förderung der Handwerksbetriebe und Arbeitsplätze einsetzen. Eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und örtlichen Handwerksbetrieben ist gerade für kleine und mittlere Unternehmen sowie Existenzgründer überaus wichtig. Die Belebung des Arbeitsmarktes nimmt bei mir einen zentralen Platz ein. Jeder Einzelne schafft – soweit es ihm möglich ist – mit seiner Arbeit die Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit, weil er sich unabhängig macht von der Unterstützung durch andere. Die Integration in Deutschland und der Erhalt traditioneller Werte in der Gemeinschaft gelingen nur, wenn sich möglichst viele Menschen dafür einsetzen. Ich setze mich für die Förderung und Unterstützung der ehrenamtlichen Tätigkeiten ein, denn in der Gesellschaft sind freiwillige Dienste am Nächsten heute und in Zukunft nicht mehr wegzudenken.

Danke, Werner, und viel Erfolg!

Schlagwörter: Interview, Kommunalwahlen, Nürnberg, Stadtrat, Henning, Horst Göbbel

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