8. April 2020

Mitgliederversammlung mit lebhafter Diskussion in Düsseldorf

Am 2. März fand die Mitgliederversammlung der Kreisgruppe Düsseldorf im Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf statt. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Ortwin Lieb und Abwicklung der Formalien (Bericht des Vorstandes, Kassenbericht, Entlastung des Vorstandes), woraus sich kein nennenswerter Diskussionsbedarf ergab, befasste sich die Versammlung mit den Aktivitäten der Kreisgruppe 2019 sowie den Erwartungen der Mitglieder an den Vorstand der Kreisgruppe und an den Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland.
Für 2019 stellten die anwesenden Mitglieder fest, dass neben den Veranstaltungen des Landesverbandes, die teilweise in Düsseldorf stattfanden und an denen etliche Mitglieder der Düsseldorfer Kreisgruppe teilnahmen, die Veranstaltungen der Kreisgruppe selbst sich auf die siebenbürgischen Nachmittage (einmal im Quartal), die Muttertags- und die Weihnachtsfeier inklusive Weihnachtsbasar beschränkten. Auch wenn diese Veranstaltungen für Organisatoren und Teilnehmer in vielerlei Hinsicht bedeutend und willkommen sind, dürfte die Frage angebracht sein, ob in Zukunft alles beim Alten zu belassen ist oder die Erwartungen der Mitglieder darüber hinausgehen. Dazu führte der Vorstand 2019 eine Umfrage bei den Kreisgruppenmitgliedern durch, die allerdings so gut wie keine Resonanz brachte. Nun bot die Mitgliederversammlung die Gelegenheit, das Thema im Plenum zu diskutieren. Zum Einstieg informierte Horst Dengel die Anwesenden mit Hilfe einer PowerPoint-Präsentation über die Zusammensetzung des neuen Bundesvorstandes und dessen Ziele für die kommenden Jahre entsprechend dem Interview der Siebenbürgischen Zeitung mit dem Bundesvorsitzenden Rainer Lehni. Darüber hinaus wurden Inhalte und Ergebnisse der Umfrage in der Kreisgruppe kommuniziert. Als Impuls für eine Diskussion waren drei Fragen gedacht: 1. Sind die neuen Ziele der Siebenbürger Sachsen in Deutschland auch die alten Ziele? 2. Sollten bzw. können überhaupt neue Ziele definiert werden? 3. Ist eine Erneuerungsdebatte sinnvoll? Wenn ja, in welchem Kreis sollte sie geführt werden?

An die Präsentation schloss sich eine lebendige Diskussion an. Bezogen auf die Ziele des Verbandes wurde grundsätzlich ein Verbleib bei den alten Zielen festgestellt und im Prinzip auch gutgeheißen. Eine Erneuerungsdebatte mit offenem Ergebnis wird dennoch für nötig gehalten. Als Quintessenz ist die Frage festzuhalten: Wo wollen die Siebenbürger Sachsen in Deutschland hin? – worauf es erwartungsgemäß keine klaren Antworten gab.

Auf Ebene der Kreisgruppe wurden die Möglichkeiten für neue Aktivitäten kritisch gesehen. Die Teilnehmer der Mitgliederversammlung waren sich darin einig, dass neue Initiativen mit dem Engagement weiterer Akteure verbunden sind, die akquiriert und motiviert werden müssen. Aufgrund der gegebenen Situation dürfte im Einzelfall auch eine Kooperation mit benachbarten Kreisgruppen in Frage kommen. Trotz allem hat sich die Mitgliederversammlung dafür ausgesprochen, 2020 neue Aktivitäten durchzuführen, zum Beispiel gezielte Fahrten, verbunden mit Besichtigungen, sowie Veranstaltungen in Düsseldorf, sofern möglich auch mit verbandsfremden Institutionen und Akteuren, im Gerhart-Hauptmann-Haus und auch an anderen Orten. Einsatz lohnt sich immer.

Mit der Vorführung des ersten Teils des Filmes „Erinnerungen und Entwicklungen in Siebenbürgen“ von Manuel Stübecke fand die Mitgliederversammlung ihr Ende. Anlässlich des siebenbürgischen Nachmittages mit Muttertagsfeier am 4. Mai, 16.00 Uhr, im Gerhart-Hauptmann-Haus wird der 2. Teil des Films gezeigt und ein Meinungsaustausch zu dem im Film angesprochenen Thema „Auf dem Weg zum finis saxoniae?“ stattfinden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Horst K. Dengel

Schlagwörter: Kreisgruppe, Düsseldorf, Mitgliederversammlung, Verband, Zukunft, Diskussion

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