13. Februar 2018

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Dauerhafte Sicherung angestrebt: Bericht der Stiftung Siebenbürgische Bibliothek

Die Jahresrechnung der Stiftung Siebenbürgische Bibliothek für 2017 offenbart zwei ganz unterschiedliche Aspekte. Einerseits ist der Buchwert des Stiftungskapitals um rund 72 000 Euro gewachsen, andererseits musste die Förderung des Siebenbürgen-Instituts mit Bibliothek und Archiv drastisch gekürzt werden.
Das Wachstum setzt sich aus direkten Zuwendungen von rund 65 000 Euro, rund 4000 Euro aus Erträgen der zinslosen Darlehen und rund 3000 Euro steuerfreier Dividenden zusammen. Die Hälfte der direkten Zuwendungen stammt von neun Personen bzw. Institutionen. Die andere Hälfte stammt von rund 250 Personen, von denen einige mehrere Male spendeten. Allen Darlehensgebern und Spendern dankt der Vorstand von ganzem Herzen für ihre Hilfe bei der Bewahrung der Zeugnisse unserer Kultur.

Um einer Abwärtsspirale bei den Erträgen und damit einer Entlassung von Personal zu entgehen (siehe dazu auch den Beitrag in Folge 19 vom 5. Dezember 2017, Seite 6), wurden 30 Prozent der Nettoerträge reinvestiert. Das allein wird jedoch nicht ausreichen, wenn demnächst die Zinsen nicht deutlich steigen. Anzeichen dafür gibt es leider keine.

Eine Reduzierung des Personals im Institut und in der Bibliothek wäre gleichbedeutend mit einer kompletten Schließung dieser für unser Selbstverständnis so wichtigen Einrichtung. Der ständige Zustrom von Büchern, Publikationen und Archivbeständen und die damit verbundenen Arbeiten, wie Durchsicht, Auslese, Katalogisierung, Digitalisierung, Datensicherung, Ausleihe, Heimversand, Korrespondenz, Buchhaltung, Projektdefinition und -überwachung, Beantragung von Mitteln, Instandhaltung der Gerätschaften, Verwaltung etc., werden nicht weniger, sondern mehr. Da helfen irgendwann auch Routine und freiwillige Mehrarbeit nicht mehr für eine verantwortungsvolle Arbeit. Hinzu kommt jetzt noch die Arbeit mit der Übersiedlung großer Bestände und der Arbeitsplätze in andere Räume des Schlosses.

Der Stiftungsvorstand appelliert deswegen an alle am Bestand der siebenbürgischen Identität interessierten Personen und bittet um ihre Hilfe. Drei Möglichkeiten sind aus unserer Sicht die aussichtsreichsten:

• Ausweitung des Personenkreises der Spender, weil auch viele kleine Spenden eine große Hilfe darstellen und alle Beteiligten das gute Gefühl spüren können, an einer wichtigen Aktion teilgenommen zu haben.

• Zur-Verfügung-Stellen von mehr zinslosen Darlehen, deren Erträge dem Stiftungsvermögen zufließen, den Darlehensgeber jedoch nicht direkt belasten. Die Namen der Darlehensgeber werden nicht bekannt gegeben. Das Darlehen kann jederzeit mit einer vereinbarten angemessenen Frist gekündigt werden. Die Sicherheit ist gewährleistet, weil das Vermögen der Stiftung nicht verbraucht werden darf.

• Schenkungen, Vermächtnisse oder Erbschaften. Diese führen die Stiftung am schnellsten zum angestrebten Ziel, den Bestand und die Funktion von Institut und Bibliothek auf Dauer absichern zu können. Schenkungen können über zehn Jahre von der Steuer abgesetzt werden. Auf Wunsch können diese Möglichkeiten anonym bleiben. Es können jedoch auch namensgebundene unselbstständige Unterstiftungen eingerichtet werden, die dem Namen des Erblassers/Schenkenden auf Dauer ein ehrendes Andenken bewahren.

Die Stiftung ist dabei, auch andere Quellen zu erschließen. So kann z. B. jeder, der bei Amazon über die Internetplattform „AmazonSmile“ etwas bestellt und vorher „Stiftung Siebenbürgische Bibliothek“ anklickt, ohne dabei Preisnachteile zu haben der Stiftung helfen, weil Amazon einen kleinen Prozentsatz der Einkaufsumme an die Stiftung überweist. Ähnliche Möglichkeiten werden untersucht.

Fragen zu den angesprochenen Themen beantworten wir Ihnen gerne mündlich oder schriftlich: Hatto Scheiner, Telefon: (0 60 71) 3 61 14, E-Mail hatto.scheiner[ät]t-online.de; Wilhelm-Georg Hietsch, Telefon: (0 22 62) 72 77 91, E-Mail anwalthietsch[ät]web.de; Nils H. Măzgăreanu, Telefon: (0 91 34) 90 94 84, E-Mail: nmazgareanu[ät]web.de. Unser Konto: IBAN: DE75 3846 2135 0211 0290 13; BIC: GENODED1WIL.

Hatto Scheiner

Schlagwörter: Stiftung Siebenbürgische Bibliothek, Jahresbericht, Spenden

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