5. Dezember 2019

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„Heimathaus Siebenbürgen“: Achte Folge der Geschichte von Schloss Horneck

Gibt man über die äußerst hilfreiche Suchfunktion des Online-Archivs der Siebenbürgischen Zeitung von 1950 bis heute das Schlagwort Horneck ein, kann man insgesamt 3013 PDF-Seiten, 852 Artikel und 55 Kommentare einsehen (https://www.siebenbuerger.de/zeitung/suche/Horneck/ – Stand 18. November 2019) – ein überdeutlicher Hinweis auf das Interesse, das die Siebenbürger Sachsen für dieses historische Baudenkmal aus Deutschordenszeit haben. Warum?
Wie in der letzten Folge zur Geschichte von Schloss Horneck (Folge 20 vom 20. Dezember 2017, Seite 5) geschildert, zog 1947, aus Weinsberg kommend, eine Lungenheilstätte ins Schloss ein, die 1960 in die neu erbaute Lungenfachklinik Löwenstein übersiedelte. Schloss Horneck stand zum Verkauf an. Auf Initiative des Journalisten Oskar Kraemer, der damals Vorsitzender der Landesgruppe Baden-Württemberg der damaligen Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen war, beschlossen 25 Personen – unter anderen Richard Langer, Dr. Erich Phleps, Dr. Richard Weindel, Erwin Wonner, Julius Wonner und Julius Zimmermann –, das Schloss und die dazu gehörenden Liegenschaften zu erwerben und zu einem Heim für ältere siebenbürgisch-sächsische Landsleute umzugestalten. Sie gründeten am 9. Mai 1960 den Hilfsverein der Siebenbürger Sachsen „Johannes Honterus“ e.V., der am 4. August 1960 den Kaufvertrag abschloss und zum Preis von 770000 DM Eigentümer des Schlosses wurde.

Das nötige Geld musste zunächst geliehen werden, auch die Landsmannschaft und das Hilfskomitee der Siebenbürger Sachsen riefen zu Spenden auf. Als Bürgen für nicht weniger als 500000 DM stellten sich die aus Agnetheln stammenden Bauunternehmer Erwin und Julius Wonner aus Großsachsenheim, später auch Richard Langer zur Verfügung. Vor dem Kauf wurden die Gebäude vom Ehepaar Ottilie und Julius Wonner monatelang „vom Keller bis zum Dachstuhl genau überprüft“ und Schäden registriert, Angebote für notwendige Renovierungsarbeiten eingeholt (siehe den maschinenschriftlichen Bericht von Ottilie Wonner sowie einen Beitrag von Doris Hutter im Agnethler Boten Nr. 59/2007).

Zum Schloss gehörten auch Grundbesitz, zwei Häuser samt Gaststätte, eine Gärtnerei mit Haus, ein Ärztehaus, ein Arkadenhaus, das Wohnhaus von Dr. Roemheld, die Zehntscheuer (Komturei), Waldstücke und eine Kiesgrube. Für diese Liegenschaften fanden sich bald Kaufinteressenten; aus dem Erlös konnte nicht nur die Finanzierung des Kaufes gesichert werden, es blieb auch Geld für wichtige Renovierungsarbeiten übrig, vor allem für den Einbau der Aufzüge für Personen und Lasten sowie für die Erneuerung der Heizung und der Leitungssysteme.Bewohnerinnen des Altenheims (2009) in ...Bewohnerinnen des Altenheims (2009) in Gundelsheim beim Nüsseknacken. Foto: Gerhard Schmidt Im April 1961 konnten die ersten sechs Bewohner in das Altenheim einziehen, am 15. Juli 1961 fand die offizielle Einweihung des „Heimathauses Siebenbürgen“ statt, das nicht nur ein Altenheim werden sollte, vielmehr ein Ort der Beheimatung von Senioren in ihrem gewohnten siebenbürgischen Umfeld und gleichzeitig ein Mehrgenerationenhaus, in dem und für das sich die Siebenbürger Sachsen sozial und kulturell engagieren konnten. Der Namensgeber des Hilfsvereins wurde zum Programm: Johannes Honterus, der große, in der Heimat wie auch in Deutschland verwurzelte Humanist und Reformator der Siebenbürger Sachsen, wirkte auf alle siebenbürgisch-sächsischen Lebens- und Schaffensbereiche ein und wirkt bis heute nach. Die Satzung des Hilfsvereins sieht dementsprechend zum einen vor, „hilfsbedürftigen Personen, vor allem unter den evangelischen Siebenbürger Sachsen, in ihrer allgemeinen Notlage [zu] helfen“, zum anderen die „unmittelbare und mittelbare Pflege siebenbürgisch-sächsischen Kulturgutes und Brauchtums“ zu fördern. Auch aus diesen Gründen konnte sich Schloss Horneck zu einem Ort der Begegnung zwischen jüngeren und älteren Siebenbürger Sachsen entwickeln und zu einem Ort, an dem sich all jene informieren und austauschen konnten und können, die an Kultur und Geschichte Siebenbürgens interessiert waren und sind. Alfred Mrass, vormaliger Vorsitzender der Landesgruppe Baden-Württemberg, hat das in seiner Rede zum vierzigjährigen Bestehen des Heimathauses auf den Punkt gebracht: „Auf Horneck kann man räumlich Heimat finden, man kann geistig Heimat finden, und Schloss Horneck ist auch ein Hort für emotionale Heimat, eine Heimat für Gefühle […] Würde man eine ideelle sächsische Brücke zwischen Siebenbürgen und Deutschland bauen, dann wäre der Brückenpfeiler hier in Deutschland Schloss Horneck.“

In einem Bericht der Siebenbürgischen Zeitung über das „Heimathaus Siebenbürgen“ werden am 15. Oktober 1961 die vielen Vorzüge der neuen Einrichtung hervorgehoben: das imposante, das Neckartal beherrschende Schloss, die umgebenden Weinberge und Wälder, die zu erholsamen Spaziergängen einladen, die schönen großen Wohnräume, das Gefühl der Geborgenheit, das den Heimbewohnern auf Schritt und Tritt vermittelt wird: „Im Erdgeschoß empfängt uns ein sehr geschmackvoll mit antiken Möbeln ausgestatteter Raum, der als Besuchszimmer dient und wo man gerne auf den Gong wartet, der zu den Mahlzeiten nebenan ruft, [… in] zwei große zusammenhängende Eßräume, hell und freundlich, mit Ausblick auf den Neckar. Anschließend ist die Anrichte, welche die Speisen aus der darunter befindlichen Küche erhält. Aus dem Eßraum […] führt eine helle breite Treppe hinauf. Auf begehbaren schwarzen Steinstufen liegen helle Kokosteppiche und die Treppenabsätze zeigen gute Bilder. […] Besonders hübsch ist der Bodenbelag, der aus kleinen sechseckigen, in warmem Rot leuchtenden Ziegelplatten besteht, die, glatt und glänzend, mit den Laufteppichen harmonieren.“

Die zahlreichen ehrenamtlich im Honterusverein Aktiven und gleichermaßen die vielen hauptamtlich Beschäftigten unternahmen alles, damit sich die Heiminsassen wohl fühlen und gut betreut werden, aber auch damit der kulturelle Auftrag der Satzung umgesetzt wird. Stellvertretend seien einige Namen genannt: die Vorsitzenden Oskar Kraemer, Dr. Richard Weindel, Artur Zink, Dr. Erich Phleps, Richard Langer, Dr. Christian Phleps, Berndt Schütz und Ortwin Götz; die Heimleiterinnen und Heimleiter sowie die Heimmütter Mathilde Bayer, Hansi Connerth, Kurt Loew, Britta Tartler-Kopp, Wolfgang Steiner, Helga Bitto, Gerhard-Christian Schmidt, Susanne Schuster, Petra Hanelt.

Den Heimbewohnern wurden im Lauf der Zeit verschiedenste kulturelle und gemeinschaftsfördernde Veranstaltungen angeboten: Konzerte, Vorträge, Weihnachts-, Faschings- und Geburtstagsfeiern, Ausflüge in die nähere Umgebung, aber auch bis in die Niederlande, nach Luxemburg oder nach Lugano. Für unbürokratische Unterstützungen der Heiminsassen stellte die „Dr.-Hermann-Schroller-Gedächtnisstiftung“ 50000 DM zur Verfügung. Im Schlossgraben traten Gundelsheimer Laiendarsteller mit Stücken wie „Jörg der Steinmetz“, „Oliver Twist“ oder „Die Farm der Tiere“ auf. Eine Faschingsfeier zusammen mit den Bewohnern von Gundelsheim und den Ortschaften aus der näheren Umgebung prägte sich besonders ein. Über diese berichtet die Siebenbürgische Zeitung vom 23. März 1971 anschaulich unter dem Titel „Schloß Horneck belagert! Narren, Jagdflugzeuge, ein trojanisches Pferd und Götz von Berlichingen stürmten das ‚Heimathaus Siebenbürgen‘“.

Entwicklung der kulturellen Einrichtungen auf Schloss Horneck

Gemäß dem Satzungsauftrag hat der Hilfsverein „Johannes Honterus“ zunächst durch bauliche Maßnahmen und durch Übernahme laufender Kosten, durch Verzicht auf Mietzahlungen und andere Hilfestellungen die kulturellen Einrichtungen unterstützt, die sich auf Schloss Horneck entwickelt haben. 1963 zog die Siebenbürgische Bibliothek im Schloss ein, zunächst mit wenigen hundert Büchern. Die Bücherei wuchs stetig, insbesondere nachdem Balduin Herter 1970 aufgrund eines Kooperationsvertrags zwischen dem Landeskundeverein und dem Institut für Auslandsbeziehungen die Leitung der Gundelsheimer Einrichtung und der Geschäftsstelle des Arbeitskreises für Siebenbürgische Landeskunde, danach auch der des Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturrats anvertraut wurde, deren Leitung im Laufe der Jahre in unterschiedlichen Funktionen Robert Gassner, Dr. Konrad Gündisch, Prof. Walter König, Dr. Otto Mittelstrass, Dr. Harald Roth, Dr. Günther Tontsch, Dr. Ernst Wagner und Dr. Ulrich Andreas Wien innehatten. Daraus entwickelte sich – nacheinander in der Geschäftsführung von Balduin Herter, Dr. Konrad Gündisch, Dr. Harald Roth, Dr. Dr. Gerald Volkmer, Dr. Annemarie Weber und Dr. Ingrid Schiel – ein siebenbürgisches Dokumentationszentrum mit Bibliothek und Archiv und schließlich das Siebenbürgen-Institut an der Universität Heidelberg. Zum Institut gehören heute die Siebenbürgische Bibliothek mit rund 90000 Medieneinheiten und ein Archiv mit rund 1500 Regalmetern Archivalien, vielen Sondersammlungen (wie z.B. Kirchenmatrikeln, Familienbücher, Nachlässe, Landkarten, Vereins- und Verbandsarchivalien, Fotografien, Postkarten, Plakate, Filme und Tonaufnahmen). Schloss Horneck entwickelte sich so zum Mittelpunkt der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Siebenbürgen in Deutschland.Vertraute Menschen: Siebenbürgerinnen spielen ...Vertraute Menschen: Siebenbürgerinnen spielen Kanasta auf der Veranda des Heimathauses Siebenbürgen auf Schloss Horneck (2010) in Gundelsheim. Foto: Konstantin Klein Ebenso gefördert hat der Honterusverein den Aufbau einer Heimatstube, um die sich insbesondere Lore Connerth-Seraphim und Luise Treiber-Netoliczka verdient gemacht haben. Sachspenden wie siebenbürgisch-sächsische Trachtenstücke, Möbel und Volkskunst wurden dem Verein ebenso gespendet wie Gemälde, etwa von Hermann Konnerth, Ludwig Hesshaimer, Fritz Kimm, Hans Eder, Heinrich Schunn, Eduard Morres oder Hans Hermann. 1973 wurde der Trägerverein Siebenbürgisches Museum Gundelsheim e.V. gegründet, dem nacheinander Dr. Horst Moeferdt, Dr. Annemie Schenk und Dr. Irmgard Sedler ehrenamtlich vorstanden. Rolf Schuller und, nach seinem allzu frühen Tod, Kathrin Mönch haben die Umgestaltung zum Siebenbürgischen Museum vorangetrieben. 1984 bis 1985 wurde der zweite Innenhof des Schlosses nach Plänen von Arch. Hans-Wolfram Theil mit einem gläsernen, pyramidenstumpfartigen Dach bedeckt und ein 134qm großer neuer Ausstellungsraum geschaffen. 1991 erhielt das Museum den Status eines von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderten Landesmuseums für Siebenbürgen. Unter der professionellen Führung der genannten Vorstandsvorsitzenden sowie der hauptamtlichen Museumsleiter Dr. Volker Wollmann, Marius Joachim Tataru und Dr. Markus Lörz und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden seine Sammlungen systematisch ergänzt und erweitert. Heute beherbergt das Siebenbürgische Museum mit mehr als 22000 Exponaten die bedeutendste Sammlung zur Kunst- und Kulturgeschichte Siebenbürgens außerhalb Rumäniens.

Die Insassen des Altenheims fühlten sich in diesem Umfeld sehr wohl. Dr. Christian Phleps, langjähriger Vorsitzender des Vereins, stellte dazu in der Festschrift zum 50-jährigen Bestehen der Landesgruppe Baden-Württemberg treffend fest: „Für das Leben im Heimathaus ist das gegenseitige Befruchten von Wissenschaft und Erlebnisträgern, das Vorhandensein beachtlicher literarischer Zeugnisse in der Bibliothek und dinglicher Objekte im Museum großartig und die Voraussetzung dafür, dass für Landsleute und andere Interessierte hier ein Ort für das Fortbestehen des Kulturerbes unseres kleinen Volkes existiert.“

Umbauten und Modernisierungen

Die Nachfrage nach Heimplätzen war lange Zeit hindurch sehr groß, bald wurden Wartelisten notwendig. Für die pflegebedürftigen Senioren mussten geeignete, den immer strengeren Auflagen der Alten- und Sozialfürsorgestellen gerechte Räume geschaffen werden. Darum entschloss sich der Honterusverein 1971 zum Ausbau einer Pflegeabteilung. Neben den bestehenden Gebäuden im Südbau wurde ein neues, modernes Gebäude errichtet, das auch die Verbindung zwischen dem Schloss und den zugehörigen Bauten herstellte und die Anlage einer Dachterrasse mit bezauberndem Blick auf das Neckartal und seine benachbarten Burgen ermöglichte. Geplant und umgesetzt wurde diese Maßnahme von Architekt Hans-Wolfram Theil; sie kosteten knapp über zwei Millionen DM und wurde aus Eigenmitteln, Spenden und Zuschüssen der öffentlichen Hand und des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), aber auch durch Kreditaufnahmen finanziert. Architekt Hans-Wolfram Theil unterstrich in diesem Zusammenhang: „Die abgeschlossenen Bauten sind als Beispiel zeitgemäßen Denkmalschutzes anzusprechen, der seine Aufgabe nicht allein im Konservieren historischen Baubestandes sieht, sondern ebenso in dessen Aktivierung durch verbesserte und neubelebte Nutzung.“ Wie die Siebenbürgische Zeitung am 15. April 1974 berichtete, wurden damals auch weitere Räume für die Siebenbürgische Bibliothek und das ­Museum eingerichtet, um „dem seit Jahren angestrebten Ziel eines siebenbürgischen Kulturzentrums“ näher zu kommen.

1976 wurde die Küche im Untergeschoss des Schlosses ausgebaut, mit Aufzug, Kühl- und Lagerräumen sowie der erforderlichen technischen Ausstattung versehen; 1978 wurden die Außenfassade neu verputzt, das Dach repariert, die Fensterläden erneuert und in den Farben des Deutschen Ordens schwarz-weiß gestrichen. 1990 konnte mit Unterstützung des Denkmalamtes und der Denkmalstiftung der barocke Festsaal sachgerecht restauriert werden. Auch die Erneuerung der 100-jährigen Dampfheizung erwies sich als notwendig; sie wurde durch eine moderne Warmwasser-Ölzentralheizung ersetzt.

Zwischen 1995 und 2000 wurden in drei Bauabschnitten, mit einem Kostenaufwand von 12,5 Millionen DM, Neu- und Umbauten sowie Modernisierungsarbeiten im Bereich der Nebengebäude Süd-, Mittel- und Westbau sowie in einigen Zimmern des Schlosses durchgeführt. Diese standen zunächst unter der Leitung des Architekturbüros Kohlmeier, dann des Architekturbüros Bechler und Krummlauf, Heilbronn. Ziel war es, wie Gerd Krummlauf formulierte, „den Bau harmonisch in das geschichtsträchtige Schloß Horneck einzuordnen, ohne zu verleugnen, ‚ein Kind seiner Zeit zu sein‘“. Diese Maßnahmen wurden aus Eigenmitteln des Vereins und Spenden sowie durch Zuwendungen des Landes Baden-Württemberg, des Diakonischen Werks, des Landkreises Heilbronn und des Deutschen Hilfswerks finanziert, alles Zeichen dafür, dass Schloss Horneck eine überregionale, über das Siebenbürgisch-Sächsische hinausführende Bedeutung und Strahlkraft besitzt. Bemerkenswert ist auch, dass das Deutsche Hilfswerk 650000 DM aus Mitteln der ARD-Fernsehlotterie „Die Goldene 1“ zur Verfügung stellen konnte.

Die langjährigen und weitsichtigen Bemühungen des Hilfsvereins „Johannes Honterus“, das Schloss durch zahlreiche Baumaßnahmen den neuen Bedürfnissen anzupassen und gleichzeitig die kulturellen Einrichtungen zu unterstützen, die sich hier entwickelt haben, sind höchster Anerkennung wert. Leider haben verschiedene Umstände dazu geführt, dass diese Arbeit 2015 eingestellt werden musste: bedingt durch die begrüßenswerte Integration der Siebenbürger Sachsen in die deutsche Gesellschaft bevorzugten die Senioren zunehmend Alten- und Pflegeheime in unmittelbarer Nähe zu ihren Verwandten, Nachbarn und Freunden; die Auflagen der Altenheim-, Sozial-, Brandschutz- und Denkmalpflege-Gesetzgebungen und Verordnungen erschwerten eine ehrenamtliche Leitung des Alten- und Pflegeheims; die wegen der Baumaßnahmen angehäuften Darlehen und ihre Tilgung, auch einige Fehler im Management der letzten Jahre führten dazu, dass der Honterusverein im Juni 2015 Insolvenz anmelden musste.

Um die kulturellen Einrichtungen und ihre Schätze zu bewahren und Schloss Horneck als Identifikationsort der Siebenbürger Sachsen zu erhalten, wurde auf Initiative des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland ein Spendenaufruf gestartet, der binnen kurzer Zeit die erforderliche Summe einbrachte, um das Schloss aus der Insolvenzmasse zu erwerben und für die Landsleute zu erhalten. Am 15. August 2015 wurde der Verein Siebenbürgisches Kulturzentrum „Schloss Horneck“ gegründet, der durch Kaufvertrag schuldenfreier Besitzer des Schlosses wurde. Er setzt die Arbeit des Hilfsvereins „Johannes Honterus“ im kulturellen Bereich fort und koordiniert die Um- und Ausbauarbeiten zum Siebenbürgischen Kultur- und Begegnungszentrum. Diese wurden durch Zuwendungen der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages sowie des Landes Baden-Württemberg über dessen Landesdenkmalamt möglich. Darüber wird in der Siebenbürgischen Zeitung laufend berichtet.

Dr. Konrad Gündisch

Schlagwörter: Schloss Horneck, Geschichte, Serie, Konrad Gündisch

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