25. Juni 2022

Die Folgen des Zweiten Weltkriegs für Kronstadt - Persönliche Erinnerungen von Christof Hannak in drei Teilen: 1. Krieg und frühe Nachkriegszeit (1939-1945)

Zwischen den beiden Weltkriegen erlebten die Wirtschaft, das soziale und kulturelle Leben der Siebenbürger Sachsen eine letzte Blütezeit. Die Verbindung zu Deutschland war noch nicht unterbrochen, wie nach dem Zweiten Weltkrieg, und man konnte überall hinreisen. So kam der Pianist Wilhelm Kempf nach Kronstadt und gab Konzerte. Der Rennfahrer Hans Stuck sen. kam 1938 hierher und gewann auf den neugebauten Serpentinen zwischen den Salomonsfelsen und dem Höhenheim in der Kleinen Schulerau den Bergpreis.
Die sächsischen Firmen in Kronstadt, etwa die Maschinenfabrik der Gebrüder Schiel, die Tuchfabrik Scherg u. a. konnten Maschinen, beispielsweise Webstühle, aus Deutschland bestellen. Erzeugnisse dieser Fabriken wurden exportiert. Man importierte außer Maschinen auch vieles andere aus Deutschland, wie etwa Bücher. So konnte man Neuerscheinungen aus Deutschland bei Zeidner und bei Hiemesch auf der Kornzeile und in anderen Buchhandlungen kaufen. Absolventen des Honterus-Gymnasiums zogen zum Hochschulstudium nach Deutschland (Tübingen, München, Berlin u.a.), aber auch in andere Länder (Wien, Graz, Budapest). Der Kronstädter Bach-Chor reiste unter Leitung von Musikdirektor Victor Bickerich nach Deutschland und trat in mehreren Städten, etwa in der Stiftskirche von Stuttgart und sogar im deutschen Rundfunk in Berlin auf. Dieser Chor ist durch die Erstaufführung der Matthäuspassion von J. S. Bach in Bukarest bekannt geworden. Nach dieser Aufführung bat die rumänische Königin Bickerich zu sich, um ihm zu gratulieren.

Die sächsischen Vereine waren alle aktiv, der Musikverein der „Stürmer“, der Männergesangverein, der Liederkranz usw. Der Siebenbürgische Karpatenverein (SKV), der dem von Julius Römer in Kronstadt gegründeten Wanderverein nachfolgte, hatte am Schuler, oberhalb der Ruia-Wiese, eine SKV-Schutzhütte und in der Kleinen Schulerau das Höhenheim errichtet. Eines Nachts brach in der SKV-Hütte am Schuler ein Feuer aus. Durch lautes Bellen weckte der Hund den Hüttenwart, der konnte den Brand noch in seiner Anfangsphase löschen, so dass kein großer Schaden entstanden ist. Der Hund soll als Belohnung ein großes Schnitzel bekommen haben.

Am Kleinen Königstein gab es für Bergsteiger die beliebte SKV-Hütte, die von einem sächsischen Hüttenwart bewirtschaftet wurde. Die ADMIR-Hütte am Königstein, von Rumänen bewirtschaftet, wurde leider durch eine ­Lawine zerstört. Der SKV legte auch Wege an und markierte sie. Er veranstaltete desgleichen geführte Wanderungen in die Berge rund um Kronstadt. Die Hütte am Hohenstein ­bewirtschaftete der ungarische Karpatenverein und die „obere Schulerhütte“ gehörte dem rumänischen Touringclub aus Bukarest, wie auch die Schutzhütten im Butschetschgebirge (Babele, Peschtera, Omul, Malaiescht und Cota 1400). Der SKV hatte sein Büro am Apfelmarkt in Kronstadt. Dort konnte man ein Zimmer für eine ganze Woche mieten und im Höhenheim Urlaub machen. Das Abendessen im Höhenheim wurde von Ziehharmonikamusik begleitet.

Das Honterusfest am Ende jeden Schuljahres wurde zum größten Volksfest in Siebenbürgen. Allmählich änderte sich einiges in Siebenbürgen. Das Honterusfest wurde 1937 in „Volksfest“ umbenannt, 1940 wurde die nationalsozialistische „Deutsche Volksgruppe in Rumänien“ gegründet und vom Staat als Repräsentantin dieser Minderheit anerkannt. Man ließ sich einen Ahnenpass ausstellen, um zu beweisen, dass man Deutscher ist, man konnte in deutschen Heeresverbänden einen einjährigen Militärdienst ableisten. Und es gab leider in Kronstadt auch Geschäfte mit dem Hinweis „Wir bedienen keine Juden“.

Fliegerangriffe auf Kronstadt

Am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg. Man sollte für die Wehrmacht Geld spenden. Die „Volksgruppe“ empfahl gar, man solle am Sonntag etwas Billiges kochen und das dadurch ersparte Geld der Wehrmacht spenden. Sie ging sogar von Haus zu Haus und kontrollierte, ob man am Sonntag tatsächlich billig kocht. Mein Schwiegervater hatte einmal den Mut, so eine sonntägliche Kontrollkommission hinauszuwerfen. Uns Kindern riet man, auf der Straße am Boden liegende Füllfedern oder Taschenmesser nicht aufzuheben, denn sie könnten mit Sprengstoff geladen sein. Es herrschte nun Krieg. Nach Kronstadt kam er spät, weil die Fabriken mit Tarnfarben gestrichen waren, man abends die Fenster mit Rollladen verdunkeln musste. Autofahrer mussten das Glas der Scheinwerfer so verkleben, dass nur ein schmaler, waagerechter Streifen Licht durchließ und die Straße beleuchtete. Jugendliche, die zum Studium nach Deutschland gezogen waren, wurden zum Militärdienst eingezogen.

Der erste anglo-amerikanische Angriff auf Kronstadt fand erst am 16. April 1944 statt, am Ostersonntag der orthodoxen Rumänen. Das hatten die feindlichen Bomber, die aus Malta gestartet waren, so geplant, weil man mit Recht davon ausging, dass dann die rumänischen Verteidiger weniger auf die Flüge der feindlichen Bomber, die aus Malta starteten, achten würden. So warnten die Sirenen die Bewohner erst, als die Bomber – mit bis dahin nicht gekannten Düsenstreifen hinter sich – schon über Kronstadt waren. Dieser Angriff richtete vor allem am Kronstädter Hauptbahnhof großen Schaden an. Aber eine Bombe traf auch die Villa Kertsch am unteren Ende der Purzengasse (später „Romarta“), das Wohnhaus des Stadtingenieurs, der z.B. das Wasser aus dem Rakadotal durch Rohre entlang des „Wasserleitungsweges“ in ein großes Wasserreservoir auf der Burgpromenade leiten ließ, wodurch die Kronstädter ihr wunderbares Trinkwasser bekamen. Kertsch war auch an der Anlage der Straßenbahn in Kronstadt beteiligt.
Kronstadt erfuhr in der Zwischenkriegszeit eine ...
Kronstadt erfuhr in der Zwischenkriegszeit eine Blütezeit. Die alte Postkarte zeigt die Böttcherzeile des Rathausplatzes (Marktplatzes) und die Schwarze Kirche. Fotoarchiv: Udo Buhn
Der erste Bombenangriff auf Kronstadt am rumänischen Ostersonntag 1944 kam für die Bevölkerung der Stadt unerwartet, obwohl Bukarest und das Erdölgebiet um Ploieşti schon längst vom Feind erkundet und reichlich bombardiert worden war. Es gab noch keine Splittergräben und Bunker, und wenn es dann – oft nachts – Fliegeralarm gab, hängte man sich schnell einen Mantel oder Schlafrock über die Schultern und flüchtete in den Keller, wo sich die Bewohner des ganzen Hauses trafen und so lange dort verweilten, bis die Sirenen Entwarnung gaben.

Nun grub man schnell Splittergräben und baute Bunker. Einmal gab es an einem Sonntagvormittag Fliegeralarm. Die Spaziergänger auf der Burgpromenade flüchteten in den Splittergraben, den man inzwischen am Ende der Promenade gegraben hatte, doch dann schlug dort eine Bombe ein und alle kamen ums Leben.

Alle diese erlebten oder erzählten Ereignisse beeindruckten mich als Kind sehr. Ich träumte davon, wachte nachts auf, hatte Angst, allein im Bett zu bleiben und bat meine Eltern, zu ihnen kommen. Ich musste auch eine Reihe neuer Wörter und Begriffe kennenlernen: Bombenangriff, Fliegeralarm, Splittergraben, Bunker, Stuka, FLAK, Giganten usw.

1943 schlossen Hitler und Antonescu einen Vertrag, dass die deutschen Kriegsdienstpflichtigen aus Rumänien in der Waffen-SS dienen konnten („Tausend-Mann-Aktion“). Man erfuhr bald, dass Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben in der Gebirgsjägerdivision „Prinz Eugen“ in Jugoslawien gegen Tito kämpfen mussten. In den Zeitungen, den Radionachrichten und in der Wochenschau im Kino wurden nur deutsche Erfolge so sehr gefeiert, dass man anfing zu zweifeln, ob das alles stimmt. Man begann, auch die Nachrichten von Radio London in deutscher Sprache um 9 Uhr abends zu hören. Darüber kursierte sogar ein Witz: Ein Fußgänger hatte keine Uhr und fragte einen Polizisten, wie spät es sei. Der hatte auch keine Uhr, sah sich aber um und stellte fest, dass überall in den Häusern gerade die Fenster geschlossen werden. Daraufhin sagte er, es sei genau 9 Uhr abends, denn jetzt hörten alle die Nachrichten auf Radio London.

Wegen jenes ersten Bombardements auf Kronstadt am 16. April 1944 fing man an, sich auf weitere Angriffe einzustellen. Es begann der „Bombensommer 1944“, der mit noch ungeahnten Ereignissen enden sollte. Das Schuljahr wurde verkürzt und endete schon im Mai. Mütter zogen mit ihren Kindern in sächsische Gemeinden des Burzenlandes, um den Bombenangriffen auf Kronstadt zu entkommen. Nur die Väter waren gezwungen, in der Stadt zu bleiben, um an ihren Arbeitsstellen weiterhin Dienst zu tun. Meine Mutter zog mit uns Kindern nach Wolkendorf, wo wir bei einem Bauern ein Zimmer mieteten. Ich staunte, wenn die Dreschmaschine in den Hof kam, wenn eine Kuh kalbte, wie die Bauernbuben barfuß über ein Stoppelfeld laufen konnten, wie sie auf einem Pferd ohne Zügel und Sattel reiten konnten und wie sie von den Bäumen in der Straßenmitte entlang des Baches grüne, noch unreife Äpfel aßen. Ich tat das mit ihnen und bekam einen Durchfall, der mehrere Wochen dauerte, weil ich an derlei Kost nicht gewöhnt war.

Dann kamen deutsche Soldaten auch nach Wolkendorf und wurden im Schulgebäude untergebracht. Jeden Abend wurde Appell gemacht und ich ging auch hin, weil es mir gefiel, dass sie beim Aufrufen ihres Namens ganz laut „Hia“, also „Hier“ mit ratschendem R schrien. Manchmal schaute für mich auch ein Bonbon oder ein Stückchen Schokolade heraus, das mir der eine oder andere Soldat gab.

Frontwechsel Rumäniens

So verging die Zeit, bis am 23. August 1944 um halbzehn Uhr abends König Mihai I. verkündete, dass Rumänien die Fronten gewechselt habe. Mein Vater lieh sich nachts vom Chef seiner Firma einen Dienstwagen mit Fahrer aus und kam frühmorgens am 24. August zu uns nach Wolkendorf, um uns abzuholen, damit wir alle in dieser kritischen Zeit in Kronstadt zusammen sind. Wir mussten uns in Windeseile anziehen und durften bei der Heimfahrt im Auto nicht deutsch sprechen, da darin noch ein rumänischer Soldat saß. Als mein Vater nämlich frühmorgens an der Einfahrt nach Wolkendorf eintraf, war das Dorf von rumänischem Militär umstellt; er musste anhalten, sich ausweisen und seine Fahrt begründen. Ein rumänischer Soldat stieg zu, um zu achten, dass alles stimmt. Am Dorfende stieg er wieder aus.

Wieso kam es eigentlich zu diesem Frontwechsel am 23. August 1944, im Volksmund „Umsturz“ genannt? Als die Regierung und der König feststellten, dass sich die Rote Armee, die den Ruf hatte, sehr grausam zu sein, der Landesgrenze näherte, entschied man sich für den Frontwechsel, den verschiedene Agenten in Istanbul, Kairo und Stockholm schon seit einiger Zeit betrieben hatten. Dann trafen sich insgeheim russische und rumänische Generäle im moldauischen Kloster Agapia zu Verhandlungen. Die Sowjets willigten schließlich dem Frontwechsel unter Bedingungen zu, die einer Unterwerfung gleichkamen.

Zwei Tage nach dem 23. August 1944 zog die Wehrmacht, die ihr Oberkommando im 1913 fertiggestellten neuen Honterus-Gymnasium auf dem Rossmarkt in Kronstadt hatte, ab und es gab welche, die sich die Frage stellten, ob man mit ihr nach Deutschland flüchten solle oder nicht. Auch mein Vater besprach dieses Thema mit Nachbarn, aber man kam zum Schluss, dass man sich einer größeren Gefahr aussetzt, wenn man mit der Front mitzieht und Bombardierungen ausgesetzt ist, als wenn man zu Hause bleibt. Man tröstete sich damit, dass die Front ja vorbeigezogen ist, die Lage sich mit der Zeit beruhigen würde und alles so wird wie früher. Man ahnte ja nicht, was kommen würde.

Der Kronstädter sächsische Arzt Dr. S. hatte im Ersten Weltkrieg an der russischen Front gekämpft. Er musste dort erfahren, wie grausam diese Soldaten sind. Als er voraussah, dass die Rote Armee bald Kronstadt besetzen werde, vergiftete er seine beiden Töchter, seine Ehefrau und sich. Auf dem innerstädtischen Friedhof Anfang Langgasse wurden sie neben dem Eingang in einem breiten Grab beigesetzt, und auf dem ebenso breiten Grabstein waren die Namen der vier Toten eingraviert, alle mit dem gleichen Todesdatum. Das beeindruckte mich sehr und zeigte mir eine konkrete Folge dieses Krieges.

Es folgten drastische Vorschriften. Man musste sofort die Autos, Motorräder, Fahrräder, Radioapparate und Jagdgewehre abgeben. Die deutschen Telefonanschlüsse wurden gesperrt, alle deutschen Bewohner Kronstadts mussten bei der Polizei ihren Namen, Vornamen, Geburtsdatum und Adresse melden. Danach bekamen sie eine Bescheinigung. Keiner wusste, warum man das machen musste.

Deportation in die Sowjetunion

Am 11. Januar 1945 stellte sich heraus, warum. Auf Befehl der Sowjets wurden 75000 arbeitsfähige deutsche Männer und Frauen – Siebenbürger Sachsen, Banater Schwaben, Sathmar-Schwaben und andere – zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion deportiert: Männer zwischen 17 und 45 Jahren und Frauen zwischen 18 und 30 Jahren. Aufgrund der vorbereiteten Listen gingen Patrouillen, bestehend aus einem russischen und einem rumänischen Soldaten, gezielt zu den Adressen, um diese Personen zum Kronstädter Güterbahnhof zu bringen, wo sie für den Abtransport in die Sowjetunion gesammelt wurden.

Mit den Altersgrenzen nahm man es nicht so genau. Man deportierte auch jüngere und ältere Personen und sogar schwangere Frauen, die dann ihr Kind in der Fremde zur Welt brachten. Und es gab nicht wenige Fälle, da wurden beide Eltern abgeführt und mussten ihre drei- bis vierjährigen Kinder allein und weinend zurücklassen. Die Fahrt in die Sowjetunion dauerte bei Januarkälte in ungeheizten Viehwaggons zwei Wochen. Die Deportierten hatten keine Betten, kein Wasser und keine Toiletten. Sie erfuhren drei Jahre lang nicht, was aus ihren Kindern und der übrigen Verwandtschaft zuhause geworden ist, weil die Lagerleitung die Post aus der Heimat zurückhielt. Die einheimische Bevölkerung hatte Mitleid mit den Deportierten und steckte dem einen oder anderen in der Kolonne auf dem Weg vom Lager zum Bergwerk oder zurück ein Stück Brot oder eine gekochte Kartoffel zu. In den fünf Jahren Zwangsarbeit starb ein Drittel der Deportierten in der Sowjetunion an Hunger und körperlicher Überanstrengung.

Sowjetische Besatzer in Kronstadt

Die sowjetischen Soldaten wurden in Kasernen und Schulen untergebracht, höhere Offiziere aber mussten nobler wohnen, z.B. auf der Postwiese in Kronstadt. Eine Familie von Bekannten, die dort eine Vier-Zimmer-Wohnung hatte, bekam eines Morgens von einer Kommission der Stadtverwaltung den Befehl, ihre Bleibe innerhalb von drei Stunden zu räumen, um einem Sowjetgeneral Platz zu machen. Sie könne aus der Wohnung mitnehmen, was sie wolle, außer Lüstern, Lampen, Spiegeln und dem Klavier. Als die Rote Armee und ihr General nach einigen Wochen abzogen, fehlten die Vorhänge, fast alle Lichtschalter und Wasserhähne waren kaputt und mussten repariert werden. Außerdem mussten Riesenrechnungen für Wasser und Strom beglichen werden. Das Licht hatte die ganze Nacht über gebrannt – mutige Soldaten können halt nicht im Dunkeln schlafen. Dazu kam, dass alle Polstermöbel voller Wanzen waren, und es dauerte Monate, bis man sie ganz loswurde.

Die Sowjets fuhren mit Jeeps der Marke Williz und mit Lkws der Marke Studebaker mit schräger Motorhaube, die sie von den USA als Kriegshilfe bekommen hatten. Zwei besoffene Soldaten fuhren in der Kreuzung Purzengasse / Michael-Weiss-Gasse den Verkehrspolizisten um, andere stoppten eine sächsische Radfahrerin, die auf dem Weg nach Weidenbach um Milch für ihre kleinen Kinder war, und vergewaltigten sie neben der Straße.

Sehr scharf waren die Besatzer auf Alkohol und auf Armbanduhren. Es kursierte das Gerücht, ein Soldat habe im Burzenländer Sächsischen Museum den Alkohol aus einem Gefäß getrunken, in dem ein seltenes Reptil aufbewahrt wurde. Als er damit fertig war, fragte er „Krakadil njet?“ (gibt‘s nicht auch ein Krokodil?), also ein größeres Gefäß mit „Getränk“?

Es kursierten auch andere Witze. So soll ein „Russe“ einen großen Wecker beschlagnahmt haben und zu einem Uhrmacher gegangen sein, mit der Aufforderung, ihm daraus vier Armbanduhren zu machen. Ein Bukarester Komiker hat bei einer humoristischen Sendung folgendes Verschen zum Besten gegeben: „Rău a fost cu ‚der, die, das‘ / Dar mai rău cu ‚Dawai ceas‘“. (Schlimm war es mit „der, die, das“ [den Nazis] / Schlimmer noch mit „Her mit der Uhr!“ [den sowjetischen Dieben]). Der Komiker hat dann nach dieser Sendung eine Zeitlang eine Gefängniszelle von innen gesehen.


Die Folgen des Zweiten Weltkriegs für Kronstadt - Persönliche Erinnerungen von Christoph Hannak, in drei Teilen: 2. Errichtung der „Diktatur des Proletariats“ (1945-1949)

Schlagwörter: Kronstadt, Geschichte, Sowjetunion, Deportation, Zeitzeuge

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