8. März 2009

Sektion Naturwissenschaften tagt in Gundelsheim

Die Sektion Naturwissenschaften des Arbeitskreises für Siebenbürgische Landeskunde (AKSL) trifft sich am Samstag, den 21., und Sonntag, den 22. März 2009, auf Schloss Horneck in Gundelsheim (2. Stock, Rittersaal) zu ihrer traditionellen Frühjahrstagung. Dazu sind alle Mitglieder der Sektion sowie weitere Interessierte herzlich eingeladen.
Das Programm beginnt am Samstag um 10 Uhr mit dem Vortrag von Dietmar Gross: „Hutewälder in Rumänien – historische Nutzungsformen, heute landschaftlich reizvolle, artenreiche Lebensräume“. Es folgt ein Bericht von Rainer Barthel zum Thema „Forschung und Umweltbildung im Naturschutzgebiet ‚Breite’ bei Schäßburg“. Udo Pankratius geht in seinem Bericht der Frage nach: „Sind Altbäume und Bergweiden in Siebenbürgen mittlerweile als gefährdete Lebensraumtypen zu betrachten?“ Erika Schneider spricht über „Federgrassteppen in Siebenbürgen – Relikte in einer traditionellen Kulturlandschaft“.

Am Samstagnachmittag bringt Eckbert Schneider einen neuen Beitrag zur Artenvielfalt von Steppenhängen in Südsiebenbürgen am Beispiel der Wanzen (Heteroptera). Evelyn Ruşdea berichtet über „Traditionelle Kulturlandschaft und Architektur auf dem Hochplateau Ghetari im Siebenbürgischen Westgebirge / Munţii Apuseni“. Der Vortrag von Heinz Heltmann lautet: „Über botanische Exkursionen und Studienfahrten nach Siebenbürgen mit Studenten und Kollegen der Universität Bonn“. Uwe Grün rezensiert Veröffentlichungen zu dem von Rüdiger Wischebart herausgegebenen Band „Karpaten. Die dunkle Seite Europas“ und zu „Das Gedächtnis der Karpaten. Rumänien und sein kulturelles Erbe: Innen- und Außenansichten“ (2008) von Jean Cuisenier. Herbert Horedt vergleicht das Zibins- und das Fogarascher Gebirge aus geomorphologischer Sicht. Rudolf Röslers Referat trägt den Titel: „Beiträge zur Kenntnis der Krankheiten des europäischen Braunbären“. Johannes Hager spricht über das Kooperationsprogramm des Naturparks Eichsfeld-Hainich-Werratal und des Nationalparks Hainich mit dem Nationalpark Rodnaer-Gebirge in Siebenbürgen.

Das Sonntagsprogramm beginnt mit dem Bericht von Robert Offner: „Medizinischer Wissenstransfer nach Siebenbürgen in der Neuzeit durch Auslandsstudium und durch Zuwanderung ausländischer Ärzte“. Anschließend referieren Hansgeorg v. Killyen und Eckbert Schneider zum 200. Geburtstag von Charles Darwin. Es geht um die Rezeption Darwins und des Darwinismus in Siebenbürgen und bei den siebenbürgisch-sächsischen Naturwissenschaftlern.

Das Referat von Johann Dorfi hat das Thema: „Vom Batullen-Apfel im Nösnerland in Siebenbürgen“. Evelyn Ruşdea, Barbara Michler und Florin Păcurar berichten über das Arnika-Projekt im Westgebirge/Munţii Apuseni, Johannes Hager über die Jahrestagung der Europäischen Föderation der Parke („EUROPARC Federation“) in der Schulerau/Rumänien im September 2008.

Folgende Buchbesprechungen und Buchprojekte werden vorgestellt: „Landwirtschaft im Banat und Siebenbürgen“ von Waldemar Maier (Michael Brenndörfer), Paulus Kyr und sein Gesundheitsbüchlein: „Sanitatis studium…“ (Kronstadt, 1551), ein Buchprojekt zur Neuauflage des Werkes (Robert Offner). Erika Schneider hält einen Nachruf auf Prof. Dr. Gustav Wendelberger /Wien, Freund und Förderer der Sektion Naturwissenschaften des AKSL. Abschließend erfolgt neben der Besprechung von Sektionsangelegenheiten ein Austausch über den Stand und Inhalt verschiedener Projekte und Vorhaben sowie die Planungen von Tagungen, sonstigen Veranstaltungen und Publikationen für die Jahre 2009 – 2011. Weitere Details können erfragt werden per E-Mail an: erika.schneider [ät] iwg.uka.de und hakillyen [ät] t-online.de.

Dr. Erika Schneider, Hansgeorg v. Killyen

Schlagwörter: AKSL, Sektion Naturwissenschaften

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