12. Mai 2026

Haferlandwoche unter dem Motto „Sehnsucht nach Siebenbürgen“

Die Kulturwoche Haferlandwoche“ verwandelt in ihrer 14. Ausgabe die Region „Haferland“ unter dem Motto „Sehnsucht nach Siebenbürgen“ in einen Ort der Wiederentdeckung. Vom 6. bis 9. August öffnen zehn siebenbürgische Dörfer ihre Tore, um zu zeigen, dass Tradition tatsächlich ein Weg in die Zukunft ist. Die Orte Arkeden (Archita), Keisd (Saschiz), Hamruden (Homorod), Reps (Rupea), Deutsch-Kreuz (Criţ), Radeln (Roadeș), Meschendorf (Meșendorf), Klosdorf (Cloașterf), Bodendorf (Bunești) und Deutsch-Weißkirch (Viscri), die das Erbe der Sachsen lebendig halten, empfangen Persönlichkeiten des öffentlichen und politischen Lebens aus Rumänien und Deutschland sowie zehntausende Touristen, die sich allesamt nach authentischen Erlebnissen sehnen.

Sehnsucht als Vision. Von den Wurzeln zur Innovation

Das Thema der diesjährigen Ausgabe, „Sehnsucht nach Siebenbürgen“, verleiht der Veranstaltung eine besondere Tiefe. „Sehnsucht“ ist ein Wort, das sich nur schwer in andere Sprachen übersetzen lässt, da es eher einen Gemütszustand beschreibt. Es ist das treibende Gefühl, das eine kurze Rückkehr zu den Ursprüngen ermöglicht, nicht als Akt passiver Nostalgie, sondern als Weg, Klarheit und Begeisterung zu gewinnen, um eine bewusstere und selbstbestimmtere Zukunft zu gestalten.

Das Festival ist eine Einladung zur Selbstreflexion und zur Wiederverbindung mit den Wurzeln. In einer Welt, die sich in ständiger Bewegung befindet, schlagen die Organisatoren eine notwendige Pause vor, um besser zu verstehen, wohin wir uns bewegen. Die Veranstaltung legt den Schwerpunkt auf die Förderung des Tourismus, Nachhaltigkeit, die Bewahrung von Traditionen und die Wiederverbindung der sächsischen Gemeinschaft mit ihren Herkunftsorten. Durch die Förderung und Wiederbelebung alter Bräuche und Handwerkskünste gilt das Projekt heute als eine der renommiertesten und sichtbarsten Veranstaltungen, die dem sächsischen Kulturerbe in Siebenbürgen gewidmet sind.

Das Festival steht unter der Schirmherrschaft von Mircea Abrudean, Präsident des rumänischen Senats, und von Nadia Comăneci, einem Symbol für weltweite Exzellenz. Der Senatspräsident gewährt dem Festival Unterstützung und Anerkennung – eine Geste, die den Wert und das Ansehen des Projekts sowie dessen strategische Bedeutung für die Bemühungen zur Erhaltung und Förderung des nationalen Kulturerbes bestätigt. Die Schirmherrschaft von Nadia Comăneci in einem Jubiläumsjahr – sie erzielte vor 50 Jahren die erste „perfekten 10“ in der Geschichte des Turnens bei den Olympischen Sommerspielen 1976 in Montreal – verleiht der diesjährigen Ausgabe eine besondere symbolische Bedeutung, da das Festival auch eine Plattform für die Förderung rumänischer Spitzenleistungen ist.

2026 wurde per Gesetz offiziell zum Nadia-Comăneci-Jahr erklärt. Vom rumänischen Senat und Nadia Comăneci unterstützt, verdeutlicht die Haferlandwoche ihre Rolle bei der Schaffung eines Exzellenzstandards für den Kulturtourismus in Rumänien, beim Aufbau einer nachhaltigen Zukunft für die siebenbürgischen Dörfer sowie bei der Wiederbelebung der Region durch Ausgewogenheit und Weitsicht.

So wie außergewöhnliche Leistungen durch Disziplin, Strenge und Respekt vor Exzellenz erreicht wurden, so kann auch das kulturelle Erbe Siebenbürgens durch Sorgfalt, Engagement und Kontinuität bewahrt und weitergeführt werden. Unter dem Motto „Sehnsucht nach Siebenbürgen“ erfolgt nicht nur eine Einladung zur Rückkehr, sondern auch ein Aufruf, die Wurzeln als Quelle des Gleichgewichts und der Inspiration für die Zukunft zu nutzen.

Ein lebendiges Programm

Traditionelle Musik und Tänze, Handwerksworkshops, traditionelle Gerichte und gute Laune

Das vielfältige Programm ist so konzipiert, dass es alle Altersgruppen sowie musikalische, kulturelle und gastronomische Vorlieben abdeckt. Das Herz des Festivals schlägt innerhalb den dicken Mauern der Kirchenburgen. Neben dem Besuch der UNESCO-Denkmäler bietet das Programm traditionelle Feste, bei denen Blasmusik, Konzerte, Volkstänze und Bälle den authentischen Geist des sächsischen Dorfes wieder zum Leben erwecken. Die Musik siebenbürgisch-sächsischer Blaskapellen wird die Gassen der Dörfer erfüllen und die Menschen wie in alten Zeiten zusammenrufen.

Die Organisatoren des Festivals, die Michael-Schmidt-Stiftung und die Peter-Maffay-Stiftung – Tabaluga, weisen auf ein besonders Jubiläum hin: Seit fünf Jahren besteht die Zusammenarbeit mit dem Kulturwerk der Siebenbürger Sachsen und der Projektgruppe Haferland. Die Organisatoren sprechen Werner Kloos ihre aufrichtige Anerkennung und ihren Dank für die beständige Freundschaft und die bedingungslose Unterstützung aus, die das Wachstum dieses Herzensprojekts ermöglicht hat.

Ein außergewöhnlicher Moment ist die Darbietung der sächsischen Blaskapellen in Deutsch-Kreuz, an der das Kulturwerk der Siebenbürger Sachsen teilnimmt; die Blaskapelle wird anlässlich ihres fünfjährigen Jubiläums beim Haferland-Festival u.a. ein Konzert in der Kirche in Deutsch-Kreuz geben. Das Original Karpaten-Express wird während des gesamten Festivals an Orten wie Arkeden, Deutsch-Weißkirch, Keisd und Hamruden spielen. Die Siebenbürger Trachtenkapelle Göppingen wird sich den traditionellen Umzügen anschließen und die festliche Atmosphäre vervollständigen.

Der Sächsische Ball in Deutsch-Kreuz ist ein Moment der Ausgelassenheit. Touristen und Einheimische sind eingeladen, eine gute Atmosphäre zu genießen, die alle sprachlichen und kulturellen Barrieren überwindet. Die Veranstaltung im Schuppen der Wehrkirche verspricht zum Mittelpunkt des Vergnügens und der Geselligkeit zu werden. Zum Tanz spielt die siebenbürgische Musikgruppe Flamingo Sound aus Nürnberg auf.

Alle Anwesenden können an Workshops zur Wiederbelebung von Traditionen teilnehmen (Holzmalerei, bemalte Möbel, Korbflechten, Weben, Glasbläserei, die Geschichte der Tischdecken, Töpfern, Lederverarbeitung usw.). Das Essen im Haferland ist ein Ritual der Gastfreundschaft, eine Verschmelzung von Aromen, die von den Früchten des siebenbürgischen Bodens erzählt. Die Besucher können sich an traditionellen Gerichten erfreuen, die Menschen hinter den Produkten kennenlernen und in einem authentischen Rahmen Kontakte knüpfen. Kinder können die Welt der Geschichten durch interaktive Vorstellungen und Workshops in einem Raum voller Spiel und Fantasie entdecken.

Ein besonderer Moment ist der Gottesdienst in der evangelischen Kirche Deutsch-Kreuz, die nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten nun festlich wiedereingeweiht wird.

Die Veranstalter möchten den Gästen ein umfassendes, authentisches Erlebnis bieten, das in Erinnerung bleibt. Was die Haferland-Woche einzigartig macht, ist die Balance zwischen der Würdigung der Vergangenheit und der langfristigen Vision.

„Beim Haferland geht es nicht nur um die Vergangenheit, sondern darum, wie wir das architektonische und kulturelle Erbe für die jungen und zukünftigen Generationen lebendig halten können, indem wir die lokale Gemeinschaft in diesen Prozess der Wiederbelebung und Förderung einbeziehen. Beim Haferland geht es nicht darum, was wir verloren haben, sondern darum, was wir bewusst am Leben erhalten und mit Freude weitergeben möchten“, sagt Michael Schmidt, Vorsitzender der Michael-Schmidt-Stiftung und Hauptorganisator.

Die Haferlandwoche geht von Jahr zu Jahr über den Rahmen eines Festivals hinaus; sie ist eine Lektion in kultureller Resilienz und die perfekte Gelegenheit, den unaufdringlichen Charme des tiefsten Siebenbürgens zu entdecken. Sie ist im Wesentlichen eine Antwort auf jene „Sehnsucht“, die uns alle definiert, unabhängig davon, in welcher Sprache wir sie zum Ausdruck bringen.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen der Haferlandwoche ist kostenlos! Um sich jedoch einen Platz bei bestimmten Aktivitäten mit begrenzter Teilnehmerzahl zu sichern, empfehlen wir Ihnen, sich im Voraus anzumelden. Das vollständige Programm und aktuelle Informationen finden Sie auf der offiziellen Website des Festivals unter https://haferland.ro.

Schlagwörter: Haferlandwoche, Programm, Tourismus

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