„Gemeinsam sind wir fünfzig“: Das Gartenfest des Erasmus-Büchercafés in Hermannstadt war mehreren Jubiläen gewidmet
Unter dem Motto „Gemeinsam sind wir 50“ veranstaltete das Erasmus-Büchercafé am 17. Juli ein Gartenfest im Hof des Friedrich-Teutsch-Hauses in Hermannstadt. Anlass dazu boten mehrere Jubiläen befreundeter Organisationen, die in diesem Jahr gefeiert werden: 20 Jahre seit der Eröffnung des Erasmus-Büchercafés, 20 Jahre seit der Gründung des Diakoniewerks Rumänien, zehn Jahre seit der Eröffnung der Charlotte-Dietrich-Schule, eine deutsche Auslandsschule in Hermannstadt.
Das Programm umfasste Kerzen- und Filzworkshops, einen Collagen-Workshop, eine Lesung mit Pfarrer Hans Hamrich, der im vergangenen Jahr sein Buch „Zeiträume unter dem Atem Gottes“ im Schiller-Verlag veröffentlicht hat, ein Konzert mit der Band der Charlotte-Dietrich-Schule unter der Leitung von Costi Mihai. Zum Abschluss gab es eine DJ-Party, bei der bis 22.00 Uhr einige der Anwesenden trotz hoher Außentemperaturen mit viel Genuss das Tanzbein schwangen. Die meisten Anwesenden aber suchten schattige Plätze auf.
Während des gesamten Tages gab es einen 20-prozentigen Rabatt auf alle Bücher sowie eine Ausstellung mit Werkstattobjekten und Gemälden, die zum Verkauf angeboten wurden. Für den Gaumen gab es Kuchen, Waffeln, Hotdogs und Eis von der Eisdiele „Heiß und Eis“, die in diesem Jahr zehn Jahre seit ihrer Eröffnung feiert. Also hätte das Motto eigentlich lauten müssen: „Gemeinsam sind wir sechzig“ …
Bei der sehr gut besuchten Lesung in Hermannstadt herrschte gute Stimmung: Birgit Hamrich, Hans Hamrich, Jens Kielhorn und Steffen Tuschling (von links nach rechts). Foto: Beatrice Ungar
Nun zu den Jubilaren: 20 Jahre seit der Eröffnung feierte das Erasmus-Büchercafé. Diese Einrichtung hat sich aber in den 20 Jahren erweitert. Betreiber Jens Kielhorn hat inzwischen weitere Buchhandlungen eröffnet: In Hermannstadt die „Schiller“-Buchhandlung, in Temeswar die Buchhandlung „Am Dom“, in Birthälm die Buchhandlung „Sachsenbischof“. Kielhorn hat inzwischen auch den Schiller-Verlag gegründet, in dem vor Kurzem auch das Buch „Zeiträume unter dem Atem Gottes“ von Hans Hamrich erschienen ist, der am Nachmittag gemeinsam mit seiner Gattin Birgit Hamrich und seinem ehemaligen Studienkollegen Steffen Tuschling eine Lesung bot. Die Hermannstädter Zeitung (Ausgabe Nr. 2941 vom 19. Dezember 2025) hatte eine von Dr. Sunhild Galter verfasste Rezension des Buches veröffentlicht, vielleicht war das auch ein Grund, dass zahlreiche Interessierte dazu kamen.
Nachdem er eigenhändig weitere Stühle herangetragen hatte, begrüßte Gastgeber Jens Kielhorn alle aufs Herzlichste und übergab das Wort an den Moderator Steffen Tuschling, seines Zeichens Gefängnisseelsorger in Deutschland. Tuschling erzählte zunächst von seiner ersten Begegnung mit dem Autor, als er am Theologischen Institut der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien ein Auslandsstudium absolvierte. Hamrich gehörte zu den erfahrenen Studenten, da der 1957 geborene Pfarrerssohn spät zur Theologie gefunden hatte. Bekannt sei er gewesen, weil er eine gelbe Skoda fuhr, so Tischling ... Hamrich selbst erzählte, warum er aufgeschrieben hat, wie Gott in seinem Leben gewirkt hat. Zunächst waren die Aufzeichnungen für seine Gattin und seine Tochter Sara gedacht. Er freue sich, dass dieser Roman nun einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung steht.
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