4. September 2026

Beauftragter Fabritius trifft Bürgermeisterin Astrid Fodor

Am 7. August ist der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Bernd Fabritius, in Hermannstadt mit der Bürgermeisterin der Stadt, Astrid Fodor, zu einem Gespräch zusammengetroffen. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Situation der deutschen Minderheit in Rumänien, ihre besondere Brückenfunktion zwischen beiden Ländern sowie ihre Bedeutung für das gesellschaftliche und kulturelle Leben in Hermannstadt.
Beauftragter Fabritius und Bürgermeisterin Fodor würdigten dabei auch die guten Beziehungen zwischen der deutschen Minderheit und der rumänischen Mehrheitsbevölkerung. Die deutsche Gemeinschaft genieße in Hermannstadt und darüber hinaus ein hohes Ansehen und leiste einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Eine zentrale Rolle spiele dabei das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien (DFDR), das grenzüberschreitend Verantwortung übernehme und damit auch das Zusammenleben in Hermannstadt aktiv mitgestalte. „Die deutsche Minderheit in Rumänien verbindet auf ganz besondere Weise Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unserer beiden Länder. Sie genießt großes Vertrauen in der Mehrheitsgesellschaft und ist eine starke Brücke zwischen Deutschland und Rumänien. In Hermannstadt wird eindrucksvoll gezeigt, wie diese Brückenfunktion im Alltag gelebt wird.“, so Beauftragter Fabritius.
Bundesaussiedlerbeauftragter Dr. Bernd Fabritius ...
Bundesaussiedlerbeauftragter Dr. Bernd Fabritius im Gespräch mit Astrid Fodor, Bürgermeisterin der Stadt Hermannstadt, und Dr. Gerald Volkmer (BKGE) sowie Rainer Lehni, Bundesvorsitzender des Verbands der Siebenbürger Sachsen in Deutschland. Bildquelle: BMI
Das Gespräch knüpfte auch an die weiteren Termine im Rahmen der aktuellen Rumänienreise von Beauftragtem Fabritius an. Fabritius berichtete unter anderem von seiner Teilnahme an den zweiten Bogeschdorfern Kulturtagen sowie am 12. Internationalen Sommercamp in Schomlenber, bei dem Kultur, Begegnung und Vernetzung von Angehörigen der deutschen Minderheit im Mittelpunkt standen. Im weiteren Verlauf seiner Reise begleitete der Beauftragte die Kulturwoche Haferland, die das kulturelle Erbe der Siebenbürger Sachsen sichtbar macht und zugleich Begegnungen zwischen den Generationen ermöglicht.

Als besonders ermutigendes Beispiel für die Zukunft der deutschen Gemeinschaft in Rumänien und das grenzüberschreitende Zusammenwirken hob Fabritius die Bäckerei „Korn Atelier“ in Hermannstadt hervor. Die Bäckerei wird von zwei jungen Deutschen geführt, die als Söhne einer vor Jahrzehnten nach Deutschland ausgesiedelten Siebenbürger Familie nach Hermannstadt zurückgekehrt sind und sich dort eine neue berufliche und persönliche Perspektive aufbauen. Beauftragter Fabritius betont: „Wenn junge Menschen sich entscheiden, in das Land ihrer Eltern und Großeltern zurückzukehren, um bei ihren Wurzeln Anschluss an die eigene Familiengeschichte zu finden und dort etwas Eigenes aufzubauen, ist das ein starkes Signal für das Zusammenwachsen einer Gemeinschaft in einem freien Europa. Das ,Korn Atelier‘ steht für mich beispielhaft dafür, dass kulturelles Erbe generationen- und grenzüberschreitend bewahrt und dabei auch Zukunft gestaltet werden kann.“

Beauftragter Fabritius dankte Bürgermeisterin Fodor für den offenen Austausch und ihr langjähriges Engagement für die Stadt Hermannstadt aber gerade auch für die deutsche Gemeinschaft dort. Beide Seiten unterstrichen die Absicht zur Fortsetzung einer weiterhin engen Zusammenarbeit.

Quelle: Bundesministerium des Innern

Schlagwörter: Beauftragter, Bernd Fabritius, Fotor, Bürgermeisterin, Hermannstadt

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