12. September 2026

Neue Interimschefs in Staatsmedien: SRR-Intendant Schwartz muss aufhören

Bukarest – Der Chef der Rumänischen Rundfunkgesellschaft (SRR) Robert Schwartz ist seine Stelle los: Das Verfassungsgericht hatte bereits im April nach einer Klage der rechtsnationalistischen AUR festgestellt, dass die Ernennung von acht Mitgliedern der Verwaltungsräte im staatlichen Radio und Fernsehen nicht der politischen Zusammensetzung und dem Kräfteverhältnis im Parlament entsprach. Die Entscheidung wurde allerdings erst jetzt im Amtsblatt veröffentlicht. Damit enden die Mandate dieser acht, von den Fraktionen im Parlament vorgeschlagenen Mitglieder, sowie ihrer Stellvertreter. Schwartz war auf Vorschlag der reformistischen USR ernannt worden.
Nach dem Urteil des Verfassungsgerichts hat das Parlament Übergangsleitungen bei den öffentlichen Fernseh- und Radioanstalten beschlossen. Die vereinigten Vorstände der beiden Parlamentskammern stimmten für die Journalistin Sorina Matei als Interimschefin des öffentlich-rechtlichen Fernsehens SRTV und Răzvan Dincă wird kommissarischer Intendant der Radiogesellschaft SRR. Die Personalentscheidung ist eine Folge der immer engeren Kooperation von PSD und AUR im Parlament: Matei war von der AUR, Dincă von der PSD vorgeschlagen worden. Die Mitgliedschaft der Fernsehintendantin Adriana Săftoiu im TVR-Verwaltungsrat war zwar nicht beanstandet worden, da sie nicht vom Parlament, sondern von der Regierung eingesetzt worden war – den Job als Intendantin büßte sie trotzdem ein.

ADZ


Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien: SRR-Intendant Schwartz muss aufhören

Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien: Neue Interimschefs in Staatsmedien eingesetzt

Schlagwörter: Rundfunk, SSR, Schwartz, Medien, Bukarest

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