Ergebnisse zum Suchbegriff „1855“
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Vom „Seimen Ännchen“ zur „Princesse Omer“: Zu einem Jugendbildnis der Pianistin Anna Simonis, später verheiratete Baronin v. Braunecker (1832-1914)
Während wir über die Bilder des oft gezeichneten, gemalten und fotografierten türkischen Generals Omer Pascha (eigentlich Mihailo/Michael Latas) lückenlos informiert sind, weiß man über jene von Anna Simonis, später verheiratete Baronin v. Braunecker, nur wenig. Neben einer Fotografie, die sie wenige Jahre vor ihrem Tod zeigt, ist meines Wissens nur die fotografische Reproduktion eines Jugendbildnisses erhalten geblieben. Das Hüftbild, welches das damals wohl 16-jährige „Seimen Ännchen“ in einem schulterfreien Biedermeierkleid mit Schnebbentaille zeigt, erinnert an ähnlich anmutige Damenbildnisse, wie sie damals in Bukarest vor allem der aus Klausenburg zugewanderte Maler und Lithograph Carol Popp de Szathmáry, der bereits 1851 verstorbene Constantin D. Rosenthal (vor allem durch sein allegorisches Bild „România Revoluționară“ bekannt) oder auch der hier zeitweilig lebende August Schoefft fertigten. mehr...
Evangelische Stadtpfarrkirche in Hermannstadt festlich eingeweiht
„Eine Kirche ist nicht schon dann eine Kirche, wenn sie fertig gestellt und eingeweiht ist. Eine Kirche wird eine Kirche mit jedem Kind, das darin getauft ist; mit jedem Gebet, das darin gesprochen wird, und mit jedem Toten, der darin beweint wird. Dieser Ort wird ein heiliger Ort, indem Menschen ihn heiligen mit ihren Tränen und mit ihrem Jubel.“ In seiner Predigt fasste Stadtpfarrer Kilian Dörr zusammen, was die evangelische Stadtpfarrkirche in Hermannstadt alles bedeutet, deren Einweihung an drei Tagen, vom 8. bis 10. Oktober, ausgiebig gefeiert wurde. mehr...
Semmelweis-Büste in Regensburg enthüllt
Die medizinische Welt feierte 2018 das 200. Wiegenfest des ungarndeutschen Arztes Ignaz Philipp Semmelweis (1818-1865), der als „Retter der Mütter“ in die Medizingeschichte einging. Er wurde am 1. Juli 1818 in Ofen/Buda (heute Budapest) als fünftes Kind einer Bürgerfamilie geboren. Sein Vater Josef wanderte um 1800 aus Eisenstadt im Burgenland nach Pest zu, die Familie seiner Mutter, Theresia Müller, stammte aus Köln und Bayern. mehr...
Faszination rumänische Bergbaugeschichte
Bergbau- und Industriegeschichte – selbst für Historiker ist das Thema eine oft vernachlässigte Nische. Umso erfreulicher die Verleihung des „Ludovic Mrazek“-Preises der Rumänischen Akademie, Sektion Geowissenschaften, in Bukarest an die Autoren eines Buches über Grubenkarten aus Siebenbürgen, dem Banat und der Maramuresch aus dem 18. Jahrhundert: den Historiker Dr. Volker Wollmann, ehemaliger Leiter des Siebenbürgischen Museums Gundelsheim, Verfasser mehrerer Buchreihen zur Industriegeschichte, und den Arzt und Hobbyhistoriker Dr. Traian Popescu. Die Preisverleihung fand am 18. Dezember in der Festaula der Rumänischen Akademie in Bukarest statt. Die Preise aus 14 Sektionen, und zwar aus den Hauptbereichen Literatur, Kunst, Wissenschaft und Technik, wurden vom Präsidenten der Akademie, Ionel-Valentin Vlad, in Beisein des Präsidiumsbüros ausgehändigt. Wie man dazu kommt, sich von der Geschichte des Bergbaus faszinieren zu lassen, verraten die frisch prämierten Autoren Wollmann und Popescu im Gespräch mit Nina May. mehr...
Zum 125. Todestag von Johann Ludwig Neugeboren (1806-1887)
Johann Ludwig Neugeboren gehört zu den bedeutenden siebenbürgischen Naturforschern des 19. Jahrhunderts und zu den Gründungsmitgliedern des Siebenbürgischen Vereins für Naturwissenschaften zu Hermannstadt. Durch seine grundlegenden Arbeiten über die Tertiärfauna Siebenbürgens war er ein international anerkannter Paläontologe seiner Zeit. Seine umfangreiche siebenbürgische Fossiliensammlung mit den 124 Typen der von ihm beschriebenen fossilen Tier- und Pflanzenarten bildet auch heute einen wertvollen Teil der Sammlungen des Naturwissenschaftlichen Museums in Hermannstadt. mehr...
Die Neuordnung der siebenbürgisch-sächsischen Kirche vor 150 Jahren
1861 gab sich die Evangelische Kirche Augsburger Bekenntnisses in Siebenbürgen nach längeren Verhandlungen eine neue Verfassung. Sie blieb in weiten Teilen bis 1997 gültig und prägte das Leben der Siebenbürger Sachsen in dieser Zeit. Denn sie verband Kirche und Schule noch stärker als bis dahin, demokratisierte das innerkirchliche Leben durch die Stärkung der Laien in der Kirchenleitung, von der Gemeindevertretung und dem Presbyterium über die Kuratoren bis hin zur Landeskirchenversammlung, die den Bischof wählt und die kirchlichen Gesetze festlegt. Durch Umgehung des bis dahin gültigen „Summepiskopats“ des Landesherren schuf sie sich eine noch stärkere Autonomie und durch die Verlegung des Bischofssitzes aus Birthälm nach Hermannstadt wurde der Anspruch der Kirche als Repräsentantin und moralische Instanz der Siebenbürger Sachsen auch nach außen hin deutlich gemacht. mehr...
26. Löwensteiner Musikwoche: Helmut Sadlers „Toccatina“ und Franz Liszts „Missa solemnis“ aufgeführt
Die Werke zweier Jubilare bildeten den musikalischen Mittelpunkt der 26. Löwensteiner Musikwoche, die in der Woche nach Ostern traditionell inmitten der Weinberger der „Schwäbischen Toscana“ stattfand. Träger der Veranstaltung mit über 130 Teilnehmern und Dozenten aller Altersstufen war die Gesellschaft für deutsche Musikkultur im südöstlichen Europa e.V. (GDMSE). Ein außergewöhnliches Ereignis war das Abschlusskonzert am 30. April in der Stiftskirche Öhringen, unter anderem mit der Aufführung der großen „Missa solemnis“ von Franz Liszt und der „Toccatina“ für Orchester des siebenbürgischen Komponisten Helmut Sadler. mehr...
Orgelabend mit Ilse Maria Reich in Bukarest
Anfang April gab die in Hermannstadt geborene, 1988 nach Deutschland emigrierte und seit Jahrzehnten international bekannte Organistin Ilse Maria Reich einen Soloabend im Bukarester Athenäum. Auf dem Programm standen Orgelwerke von Johann Sebastian Bach, Franz Liszt, Béla Bartók sowie von der jüngst verstorbenen rumänischen Komponistin Liana Alexandra. mehr...
Internationale Tagung in Tübingen: Europäisierung von Westen nach Osten
Bei der diesjährigen Tagung des Instituts für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde (IdGL) in Tübingen stand das Raumwissen in der östlichen Habsburgermonarchie im 18. und 19. Jahrhundert im Mittelpunkt. Vom 29. bis 31. Oktober zeichneten Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich, Rumänien und Ungarn unter den Stichworten „Beschreiben und Vermessen“ die Entwicklung der Länderkunde und der Kartographie sowie die damit in engem Zusammenhang stehende moderne Staatenbildung nach. mehr...
Viktor-Kästner-Lyrik in neuer Ausgabe
Der nach Aufmachung und Inhalt vorzüglichen Ausgabe der Gedichte in siebenbürgisch-sächsischer Mundart und in deutscher Sprache der Jahre 1846-1856 von Viktor Kästner (1826-1857) gebührt vorbehaltloses Lob. Was der Hermannstädter Honterus-Verlag hier in schönem Einband dem Leser präsentiert, ist das Werk des um den Kerzer Mundartdichter verdienten Friedrich Schuster – von dem auch der Einband stammt. mehr...






