Ergebnisse zum Suchbegriff „Aushebung“

Artikel

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14. Januar 2026

Rumänien und Siebenbürgen

Symposium zum Thema „Deportationen nach ethnischen Kriterien – ein zentrales Element totalitärer Regime?“

Der breiten Öffentlichkeit bekannt sind die Verbrechen des Nazi-Regimes: die Extermination der jüdischen Bevölkerung und anderer unerwünschter Gruppen in Vernichtungslagern. Vertraut ist man – in Rumänien, und seit Herta Müllers Roman „Atemschaukel“ auch darüber hinaus – mit der Verschleppung der deutschen Minderheit nach Russland oder den nicht ethnisch motivierten Zwangsumsiedlungen in die Bărăgan-Steppe im Kommunismus. Von der Deportation der Juden und Roma nach Transnistrien haben viele zumindest schon gehört. Der Bevölkerungsaustausch mit Bulgarien, die „Heimholung“ der Deutschen aus Osteuropa „ins Reich“ oder gar die Deportation ethnischer Ungarn aus Siebenbürgen sind jedoch weniger präsent im Massenbewusstsein. Dabei war Deportation – obwohl man sie früher nicht so genannt hat, sondern „Bevölkerungsaustausch“, „Evakuierung“ oder „Repatriierung“ – im 20. Jahrhundert ein europäisches Phänomen. Millionen von Menschen wurden zwangsumgesiedelt: im Sinne der ethnischen Homogenisierung von Nationenstaaten. Zur Abstrafung eines Volks. Aus Rache für einen Krieg. Zur besseren Kontrolle von „Staatsfeinden“. mehr...

8. Oktober 2025

Kulturspiegel

Deportation in die Sowjetunion vor 80 Jahren: exemplarische Einzelschicksale aus Tartlau

Viele Veranstaltungen und Publikationen erinnern an das Ende des Zweiten Weltkrieges, das Ende der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten einerseits und andererseits an die Verschleppung der Deutschen aus Rumänien in die Sowjetunion sowie an die Vertreibung von etwa 15 Millionen Deutschen aus ihren Heimatgebieten in Ostmittel-, Ost- und Südosteuropa, die zu den größten humanitären Katastrophen des 20. Jahrhunderts zählen. Die Erinnerung muss wachgehalten werden: Zum 80. Mal jährt sich die grausame Aushebung der gelisteten Deutschen in Rumänien. Pünktlich im Januar 2025 erscheinen verschiedene Artikel zu diesem Thema. Die Siebenbürgische Zeitung, die Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien – Karpatenrundschau, erinnern, gedenken, mahnen und lassen mich innehalten. mehr...

1. März 2025

Österreich

Deportationsgedenken in Wien

Der achtzigsten Wiederkehr der in den eisigen Januartagen 1945 begonnenen Aushebung und militärisch eskortierten Verschickung von 70 000 Rumäniendeutschen in die schneeigen Regionen zwischen Donbass und Ural gedachte unser Wiener Verein am 31. Januar. mehr...

15. Februar 2025

Kulturspiegel

Deportationsgedenken in Nürnberg: Vorträge, Lesungen, Film und Zeitzeugengespräch im Haus der Heimat

Unter dem Titel „Vor 80 Jahren: Deportation in die Sowjetunion“ trafen sich auf Einladung der HOG Bistritz-Nösen am Samstag, dem 25. Januar, von 10 bis 20 Uhr knapp 80 interessierte Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben im Haus der Heimat in Nürnberg zu einem Gedenksymposium mit mehreren Vorträgen, Lesungen, einer Filmvorführung und einem Zeitzeugengespräch. Informieren, Erinnern als Mahnung und Verpflichtung sowie Gedenken prägten den Tag. „Das war eine informative, ergreifende, eine gelungene, sowie auch recht fesselnde Veranstaltung. Am Ende war mir gar nicht bewusst, dass wir tatsächlich einige Stunden miteinander verbracht haben“, zog spontan eine Teilnehmerin nach zehn Stunden am Abend Bilanz. mehr...

15. Februar 2025

Rumänien und Siebenbürgen

Gespräch zum 80. Jahrestag der Russlanddeportation

Hermannstadt – Unter dem Titel „Gedanken – Gedenken. 80 Jahre seit Beginn der Russlanddeportation aus der Perspektive der Kindergeneration“ hatte das Demokratische Forum der Deutschen in Hermannstadt zu einem Hermannstädter Gespräch eingeladen. Zu diesem ersten Hermannstädter Gespräch im Jahr 2025 begrüßte am 29. Januar Christiane Böhm, ifa-Kulturmanagerin am DFDH. Sie wies darauf hin, dass rund 70 000 Menschen aus Rumänien deportiert worden seien – diese Menschen hätten sehr unterschiedliche Schicksale erlitten. Sich diesen zu widmen, stand im Mittelpunkt des Gesprächsabends: Auf dem Podium diskutierten zwei Kinder von damals Deportierten und gaben auf diese Weise ihren Eltern eine Stimme. Aber auch ihre eigene Perspektive und Wahrnehmung der Geschehnisse kam so zum Tragen. Hannelore Baier, die sich in der Vergangenheit immer wieder mit rumäniendeutscher Geschichte auseinandergesetzt hat, führte durch den Abend und entlockte den geladenen Gästen sowie dem Publikum Hintergründe und persönliche Geschichten aus der Zeit der Deportation. mehr...

7. Februar 2025

Verschiedenes

Einzigartiges Zeitdokument: Amateuraufnahme von der Aushebung vom 13. Januar 1945 im Hause Hann von Hannenheim

Es gibt von Russlanddeportierten überraschend viele Gruppen- und Einzelbilder, aufgenommen in sowjetischen Fotostudios, bei kulturellen Veranstaltungen oder in der Freizeit, und auch – freilich seltener – bei der Arbeit, soweit politisch unbedenklich oder propagandistisch nützlich. Aber es gibt keine einzige Aufnahme von den dramatisch-emotionalen Augenblicken der Aushebung selbst. Das untenstehende Foto ist, so gesehen, eine Ausnahme und meines Wissens das einzige seiner Art. mehr...

28. Januar 2025

Verbandspolitik

Bewegende Gedenkfeier in Drabenderhöhe zum 80. Jahrestag der Deportation der Siebenbürger Sachsen in die Sowjetunion

Am 19. Januar fand in der Kapelle des Hauses Siebenbürgen in Drabenderhöhe eine bewegende Gedenkfeier zur Erinnerung an die Deportation vor 80 Jahren statt. Im Januar 1945 waren 30 000 Frauen und Männern aus Siebenbürgen unter unmenschlichen Bedingungen zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion verschleppt worden. Viele kehrten nie wieder zurück, und diejenigen, die überlebten, trugen oft lebenslange körperliche und seelische Narben. mehr...

28. Januar 2024

Kulturspiegel

Vor 80 Jahren – Exodus aus Nordsiebenbürgen: Bedenkenswerte Tagung der HOG Bistritz-Nösen in Bad Kissingen

2024 erinnern wir vielfältig an 800 Jahre Andreanum, den „Goldenen Freibrief“ des ungarischen Königs Andreas II., das wirkungsmächtigste Dokument mit nachhaltiger Bedeutung für uns Siebenbürger Sachsen. Ebenfalls heuer jährt sich die Evakuierung der Nordsiebenbürger Sachsen im Herbst 1944 zum achtzigsten Mal. Diese war „der wohl tiefste und radikalste Einschnitt“ (Volker Petri) der damals 800-jährigen Geschichte der Nordsiebenbürger Sachsen. Ein Einschnitt, von dem sich die Nordsiebenbürger Sachsen nicht mehr so erholen konnten, dass sie weiterhin ein bestimmender Faktor der Kulturlandschaft Siebenbürgen geblieben wären, ein Einschnitt, der den unumkehrbaren Niedergang der aktiven Präsenz der Siebenbürger Sachsen im Karpatenbogen einleitete. Damit schließt sich ein Kreis von den aufbauenden historischen Anfängen vor 800 Jahren zur massiv veränderten Gegenwart 2024 und der ihr folgenden ungewissen Zukunft. mehr...

24. Oktober 2023

Kulturspiegel

Kooperationsausstellung „ ‚… skoro damoi!‘ Hoffnung und Verzweiflung“ in Hermannstadt

Das Brukenthal Nationalmuseum in Hermannstadt zeigt seit dem 20. Oktober in Zusammenarbeit mit dem Siebenbürgischen Museum Gundelsheim und dem Demokratischen Forum der Deutschen in Rumänien die Ausstellung „... skoro damoi! Hoffnung und Verzweiflung“. Zum 75. Gedenken an die Deportation der Siebenbürger Sachsen in die Sowjetunion 2020 präsentierte das Siebenbürgische Museum die Sonderausstellung „skoro damoi!“ bereits in Dinkelsbühl und Gundelsheim. Hierzu veröffentlichte das Museum einen 312 Seiten starken Katalog in deutscher Sprache, der die Forschungsergebnisse Dr. Irmgard Sedlers und die Exponate der Ausstellung dokumentierte. Zu sehen sind über 40 Originalobjekte aus dem umfangreichen Bestand des Siebenbürgischen Museums Gundelsheim, die von Text- und Bildtafeln mit Erläuterungen zum historischen Geschehen flankiert werden. mehr...

27. November 2022

Rumänien und Siebenbürgen

Namensliste der Deportierten veröffentlicht

Hermannstadt – In einer Pressemitteilung gab der Nationale Rat für das Studium der Archive der ehemaligen Securitate (CNSAS) bekannt, dass ein Index (Namensliste) der rumänischen Staatsbürger deutscher Volkszugehörigkeit online gestellt wurde, die am Jahresbeginn 1945 auf Anordnung der Alliierten Kontrollkommission zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion deportiert worden waren. Die Liste kann über den Link www.cnsas.ro/egd.html (von der Webseite www.cnsas.ro) eingesehen werden. mehr...