Ergebnisse zum Suchbegriff „Heinrich Zillich“
Artikel
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Neue Sachlichkeit aus dem Gulag: Zu einem Bildnis des Sängers und Theatermannes Ernst Herberth Groh aus der Zeit seiner Deportation
Erst vor wenigen Monaten wurde die Neue Sachlichkeit, die dominierende Stilrichtung der 1920er Jahre, mit einer großen Ausstellung der Kunsthalle Mannheim gefeiert – genau dort, wo 1925 alles mit einer von Gustav F. Hartlaub kuratierten Gemäldeschau begonnen hatte (den Begriff hatte er gleich miterfunden). Hier soll es um ein Porträt gehen, das zwei Jahrzehnte später entstand, aber dennoch etwas von der Magie verströmt, die von den damals gemalten Bildern ausging (weshalb Kunsthistoriker auch von Magischem Realismus sprechen). Was insofern überraschend ist, als es in der Russland-Deportation und mithin unter prekärsten Bedingungen entstanden ist. mehr...
Beherzter Einsatz für Brenndorfer Gemeinschaft: Hugo Thiess zum Sechzigsten
Hugo Thiess, stellvertretender Vorsitzender und Ortsgenealoge der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ (HOG Brenndorf), setzt sich seit 28 Jahren mit großem Erfolg für die Fortführung der siebenbürgisch-sächsischen Gemeinschaft ein. Am 28. November erfüllte er in Tandern nördlich von München seinen 60. Geburtstag.
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Tagung in Tübingen erörtert Netzwerke der deutschsprachigen Literatur aus Rumänien
Die Tagung „Netzwerke der deutschsprachigen Literatur aus Rumänien. Akteure und Institutionen nach dem Ersten Weltkrieg bis in die Gegenwart“ wurde vom Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde (IdGL) vom 9. bis 11. Oktober im Deutsch-Französischen Kulturinstitut in Tübingen veranstaltet. Für die Konzeption und Organisation war Dr. Olivia Spiridon zuständig, die den Fachbereich „Deutschsprachige Literaturen und kulturelle Interferenzen im Donauraum“ im IdGL verantwortet. Mit dem Fokus auf Netzwerke setzte sich die Tagung das Ziel, literarische Akteure und ihre Relationierung zu beleuchten und verschiedene Kontexte der Verdichtung und Ausdehnung der kulturellen Kommunikation zu erfassen. Dabei sind die unterschiedlichen medialen Infrastrukturen der literarischen Kommunikation sehr vielfältig: ob die veröffentlichte und unveröffentlichte (archivierte) Kommunikation zwischen den literarischen Akteuren, ihre Verbindungen in Literaturkreisen, Beziehungen innerhalb des deutschen Literaturbetriebs aus Rumänien, an denen auch der Geheimdienst und die Zensur teilhatten, oder der bundesdeutsche Literaturbetrieb mit veränderten Netzwerken.
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Das vergessene Genie aus Hermannstadt: Zum 80. Todestag des Komponisten Norbert von Hannenheim
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das Musikleben Siebenbürgens fest in der Spätromantik verankert. Volksliedbearbeitungen, Chor- und Kirchenmusik dominierten, und selbst bedeutende Komponisten wie der Symphoniker Paul Richter (1875-1950) bewegten sich im vertrauten tonalen Rahmen. Dies änderte sich jedoch mit Norbert von Hannenheim, einem radikalen Neuerer, den kein Geringerer als Arnold Schönberg (1874-1951), einer der einflussreichsten Komponisten der Moderne und der Begründer der Zwölftontechnik, als „eine der allerinteressantesten Begabungen“ unter seinen Schülern lobte. Wer war dieser Ausnahmekomponist – und warum ist er heute fast vergessen? mehr...
Ein bewegtes „Jahrfünft“/Neuer IKGS-Band zur Geschichte der Deutschen in Rumänien
Aus einer Tagung zur politischen Geschichte der Deutschen in Rumänien zwischen 1933 und 1938, die im September 2019 in Klausenburg stattfand, ist das Buch „Zwischen ‚Selbsthilfe‘ und ‚Fremdsteuerung‘“ hervorgegangen: Band 146 der wissenschaftlichen Reihe „Veröffentlichungen des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der Ludwig-Maximilians-Universität München“ enthält zwölf überarbeitete und erweiterte Beiträge dieser Tagung, die exemplarisch darstellen, wie sich „nationalistische Tendenzen unter den Deutschen in Rumänien“ ausbreiteten, „in welchem Rahmen sich dieser Prozess abspielte und auf welchen gesellschaftlichen, regionalen und kulturellen Ebenen dieser Einfluss in den 1930er-Jahren spürbar wurde“, wie es in der Verlagsankündigung heißt. mehr...
Über das geteilte Gedächtnis Europas im Werk von Hans Bergel
Am 26. Juli jährte sich der Geburtstag des im Februar 2022 verstorbenen Schriftstellers und Journalisten Hans Bergel zum 100. Mal. In einem feierlichen Akt am 27. Juli 2025 auf Schloss Horneck, musikalisch umrahmt von der Pianistin Eva Fabini, wurde die vom Künstler Kurtfritz Handel gestaltete Bronzebüste des siebenbürgischen hommes des lettres Hans Bergel dem Siebenbürgischen Museum in Gundelsheim übergeben (diese Zeitung berichtete). Die Literaturhistorikerin Dr. Olivia Spiridon vom Institut für Donauschwäbische Geschichte und Landeskunde (IdGL) in Tübingen hielt den Vortrag „Die ‚Realität‘ der Fiktion. Über das geteilte Gedächtnis Europas im Werk von Hans Bergel“, der im Folgenden in einer gekürzten Fassung abgedruckt wird. mehr...
Die Siebenbürgische Zeitung, ein Kulturmagazin
Ein Fragezeichen hinter dem Titel hätte jeden erstaunt, der die Satzung des Herausgebers, des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V., kennt. Denn in § 2: Zweck und Grundsätze des Vereins heißt es schon im 1. Satz: „Der Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V. ist ein ideeller Verein zum Zweck der Förderung der Fürsorge für die Siebenbürger Sachsen und ihrer kulturellen und sozialen Belange“ und im 2. Satz: „Zweck des Vereins ist die Förderung der Heimatpflege und Heimatkunde“. mehr...
Von der Securitate drangsaliert und in den Tod getrieben: Zum 125. Geburtstag von Erwin Wittstock
Heute hierzulande eher vergessen und verdrängt, gilt Erwin Wittstock (1899-1962), an dessen 125. Geburtstag am 25. Februar l. J. diese Zeilen erinnern möchten, bei einer literarisch informierten Leserschaft immer noch als der bedeutendste siebenbürgisch-deutsche Erzähler. Sein Name stand und steht für verlässliche und entwickelte Schreibkunst, seine Novellen („Die Verfolgung“, „Der Viehmarkt von Wängersthuel“, „Miesken und Riesken“, „Der Sohn des Kutschers“ u.a.) und Romane („Bruder, nimm die Brüder mit“, „Das Jüngste Gericht in Altbirk“, „Januar ’45 oder Die höhere Pflicht“) sind Zeugnisse sensibler und intensiver Erinnerungskraft. Kein anderer sächsischer Autor hat siebenbürgisches Leben so anschaulich und unterhaltsam, so spannend und überzeugend in seinen Werken zu spiegeln vermocht wie Erwin Wittstock. Zu Recht erblickte sein vormals nicht geringer, heute jedoch arg geschrumpfter Leserkreis in ihm den wehmütigen, aber unsentimentalen Chronisten seiner geschichtlichen und existentiellen Erfahrungen. mehr...
Zukunft in lebendiger Gemeinschaft: Zum 75. Geburtstag des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland
Der Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V. feiert heute seinen 75. Geburtstag. „Die Gründung unseres Verbandes am 26. Juni 1949 wurde zu einer Erfolgsgeschichte. Trotz Flucht, Aussiedlung und Heimatverlust ist es uns gelungen, in der neuen Heimat als Siebenbürger Sachsen bestehen zu bleiben und unsere Werte an unsere nachfolgenden Generationen weiterzureichen“, sagte der Bundesvorsitzende Rainer Lehni beim Heimattag am Pfingstsonntag, dem 19. Mai, in Dinkelsbühl (siehe SbZ Online). In dem folgenden Aufsatz, den er dem 75-jährigen Verbandsjubiläum widmet, geht er nun auf das Potential ein, das die Jugend bietet und uns hoffnungsfroh für die Zukunft unseres Verbandes macht. Wie kam es aber dazu? Nachfolgend wagt der Bundesvorsitzende einen kleinen Rückblick und Ausblick zu unserem Verband und beleuchtet seine wichtigsten Tätigkeitsfelder. mehr...
75 Jahre Verband der Siebenbürger Sachsen: Dr. Paul Jürgen Porrs Festrede beim Heimattag
Die Rede zum Festakt „75 Jahre Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland“ beim Heimattag am 18. Mai in der St. Paulskirche in Dinkelsbühl hielt Dr. Paul Jürgen Porr, Vorsitzender des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien. Er beleuchtete die wichtigsten Entwicklungen aus der Geschichte des Verbandes und ging auch auf dessen Beziehungen zum Siebenbürgenforum ein, die – nach anfänglicher Zurückhaltung – heute hervorragend sind. Mit Blick auf das Motto des Heimattages gab Porr zu bedenken: „In einer von Individualismus und Egoismus geprägten Welt ist dieser Gemeinschaftssinn in Gefahr, vor allem weil es kaum noch kompakte siebenbürgisch-sächsische Gemeinschaften gibt“. Umso wichtiger sei es, den Zusammenhalt nicht nur auf Ebene der weltweiten Föderation der Siebenbürger Sachsen, sondern vor allem an der Basis – hüben wie drüben – zu pflegen. Porrs Rede wird im Folgenden ungekürzt wiedergegeben. mehr...








