Ergebnisse zum Suchbegriff „Wohnung Freiburg“

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24. September 2024

Kulturspiegel

Geheimdienstlich äußerst intensiv ins Visier genommen/Der Dichter und Übersetzer Wolf von Aichelburg

Bereits in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg ist Wolf von Aichelburg (1912–1994), an dessen dreißigsten Todestag am 24. August 1994 diese Zeilen erinnern möchten, mit Gedichten und Essays öffentlich in Erscheinung getreten. Wegen der langen Haft- und Deportationszeiten – aufgrund seines rund zwölfjährigen Freiheitsentzugs dürfte er derjenige siebenbürgisch-deutsche Schriftsteller sein, der am längsten unter den Zwängen der kommunistischen Diktatur in Rumänien gelitten hat – konnte er bis Ende der 1960er Jahre kaum etwas veröffentlichen, obwohl er auch unter prekären Umständen immer wieder geschrieben und übersetzt hatte. Sein erstes Buch, der 1958 bereits ausgedruckte Band mit Erzählungen „Die Ratten von Hameln“, wurde 1959, während sich Aichelburg in Kronstadt in Untersuchungshaft befand, eingezogen und aus Buchhandlungen und öffentlichen Bibliotheken entfernt. Doch Ende der 1960er und in den 1970er Jahren – nun in relativer Freiheit lebend und von den Lockerungen der Zensur profitierend – erschienen in zwangsloser und rascher Folge gleich mehrere der eigenständigen Schriften und Übersetzungen des Autors, was dazu führte, dass er in kürzester Zeit zu den anerkanntesten und beliebtesten Schriftstellern der damals noch recht lebendigen rumäniendeutschen Literatur avancierte. mehr...

8. Juli 2024

Kulturspiegel

Von der Securitate drangsaliert und in den Tod getrieben: Zum 125. Geburtstag von Erwin Wittstock

Heute hierzulande eher vergessen und verdrängt, gilt Erwin Wittstock (1899-1962), an dessen 125. Geburtstag am 25. Februar l. J. diese Zeilen erinnern möchten, bei einer literarisch informierten Leserschaft immer noch als der bedeutendste siebenbürgisch-deutsche Erzähler. Sein Name stand und steht für verlässliche und entwickelte Schreibkunst, seine Novellen („Die Verfolgung“, „Der Viehmarkt von Wängersthuel“, „Miesken und Riesken“, „Der Sohn des Kutschers“ u.a.) und Romane („Bruder, nimm die Brüder mit“, „Das Jüngste Gericht in Altbirk“, „Januar ’45 oder Die höhere Pflicht“) sind Zeugnisse sensibler und intensiver Erinnerungskraft. Kein anderer sächsischer Autor hat siebenbürgisches Leben so anschaulich und unterhaltsam, so spannend und überzeugend in seinen Werken zu spiegeln vermocht wie Erwin Wittstock. Zu Recht erblickte sein vormals nicht geringer, heute jedoch arg geschrumpfter Leserkreis in ihm den wehmütigen, aber unsentimentalen Chronisten seiner geschichtlichen und existentiellen Erfahrungen. mehr...

28. Februar 2024

Kulturspiegel

Tätige Nächstenliebe war ihm wichtig: Trauerrede auf Karl Dendorfer (91), Zeitzeuge der kommunistischen Unterdrückung

Wieder verließ uns ein lieber Freund und Weggenosse, den wir zu verabschieden hatten. Karl Dendorfer, geboren am 29. April 1932 in Kronstadt, einer der zu Tode verurteilten Angeklagten des Schwarze-Kirche-Prozesses 1958 in Kronstadt, ist am 4. Februar 2024 nach schwerer Krankheit in Stuttgart gestorben. Zur Trauerfeier mit Urnenbeisetzung am 19. Februar auf dem Friedhof in Stuttgart-Möhringen kamen viele Verwandte, Bekannte und Freunde, um ihn auf seinem letzten Weg zu begleiten. Neben der Witwe Irmgard und deren Nichten waren auch Michael Konnerth, Vorsitzender der Landesgruppe Baden-Württemberg, und sein Vorgänger Alfred Mrass zugegen, ebenso Berufskollegen und Stammtischfreunde, mit denen sich Karl Dendorfer jahrelang jeden Monat im Stuttgarter Ratskeller getroffen hatte. Helmut Wolff, als jahrzehntelanger Freund, übernahm die Aussegnung und Verabschiedung. Seine bewegende, umfangreiche Trauerrede wird im Folgenden gekürzt wiedergegeben. (Ortwin Götz) mehr...

15. Oktober 2021

Kulturspiegel

Die Temeswarer Schriftstellerin und Dichterin Edith Ottschofski in der Reihe „Lebendige Worte“ (XXI)

Edith Ottschofski, geboren 1964 in Temeswar, studierte Philologie an der Universität Temeswar und arbeitete als Lehrerin und Übersetzerin in Rumänien. 1990 reiste sie nach Deutschland aus und wirkte zunächst als Dolmetscherin in Erlangen. Nach einem Zweitstudium in Freiburg, Praktika in Paris und Frankfurt am Main zog sie 1995 nach Berlin, wo sie bis heute lebt. mehr...

10. November 2020

Kulturspiegel

Karin Gündisch: Lucretias zweiter Mann/Reihe „Lebendige Worte“ (III)

Karin Gündisch (* 1948 in Heltau) kam 1984 nach Deutschland und lebte in Bad Krozingen bei Freiburg; 2018 zog sie nach Hamburg. Sie hat viele erfolgreiche Kinder- und Jugendbücher geschrieben, darunter „Geschichten über Astrid“ und „Das Paradies liegt in Amerika“, das gerade in einer erweiterten Neuauflage erschienen ist. Die Erzählung „Lucretias zweiter Mann“ entstand im Juni 1998, wurde im Februar 1999 überarbeitet und für die Reihe „Lebendige Worte“ nochmals in eine neue Form gebracht; sie wird hier zum ersten Mal veröffentlicht. (In der gedruckten Ausgabe vom 10. November 2020 erschien eine gekürzte Fassung.) mehr...

26. Juli 2016

Interviews und Porträts

Katja Folberth spricht über ihr Freiwilliges Soziales Jahr in Mediasch

Die 21-jährige gebürtige Baden-Württembergerin Katja Folberth absolviert gerade ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Mediasch in der evangelischen Kirchengemeinde. Nach dem Abitur hat sie sich im Herbst 2015 in die schöne Stadt an der Kokel aufgemacht. Moni Schneider-Mild hatte die Gelegenheit, mit der sympathischen jungen Frau zu sprechen und ihr einige Fragen zu ihren Motiven und Einsichten zu stellen. mehr...

16. Juli 2013

Interviews und Porträts

Gerda Miess wurde 100 Jahre alt: Blick auf ein bewegtes Jahrhundert

Am 19. Juni feierte Gerda Franziska Karoline Miess, geb. Titus, ihren 100. Geburtstag. Zu ihrem Ehrentag empfing sie in ihrer Wohnung und auf der Terrasse mit Blick auf den Schlossberg und den Münsterturm in Freiburg i. Br. Gäste, Freunde und einen Großteil ihrer Familie, vier Töchter und Schwiegersöhne, neun Enkelkinder und 13 Urenkel, von denen fast alle in Freiburg und Karlsruhe leben. Nach dem Tode ihres Ehemannes Gerhard Miess (1903-1988) lebt sie alleine und erinnert sich lückenlos an ihr bewegtes Leben in Wien, Hermannstadt, Kronstadt, Honigberg, Heltau und Freiburg. mehr...

20. Dezember 2012

Kulturspiegel

Kunsterzieher Horst Zay prägte am Pädagogischen Lyzeum in Hermannstadt über 20 Jahrgänge

Horst Zay war am Pädagogischen Lyzeum in Hermannstadt als Kunsterzieher tätig. Über zwanzig Jahrgänge von deutschen Grundschullehrerinnen und Grundschullehrern sowie Kindergärtnerinnen erhielten von ihm ihre künstlerische Ausbildung. Der gebürtige Hermannstädter verstarb vor bald 30 Jahren in Freiburg. mehr...

18. Februar 2008

Interviews und Porträts

Walter Biemel - bedeutendster siebenbürgischer Philosoph

„Ich bin dem Schicksal dankbar, ein Siebenbürger Sachse zu sein“, sagte Professor Dr. Walter Biemel in seiner Rede anlässlich der Verleihung des Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturpreises 1997 in Dinkelsbühl. „Walter Biemel – ein Deutscher für Rumänien“, titelte der Rundfunkjour­nalist Constantin Aslam ein ausführliches Interview, das ihm der bedeutendste siebenbürgisch-sächsische Philosoph 1995 gewährt hatte. Dieses „Schicksal“ zwischen Kulturen zu vermitteln, hat Biemels ganzes Leben geprägt. mehr...

15. Juli 2002

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Leserecho: Das dreifache Geschäft

Zu den Beiträgen Begegnung in einem eindrucksvollen Land und Häuserrückgabe mit Hindernissen stellt Leser Christof Hannak fest: mehr...