Ergebnisse zum Suchbegriff „Zeitung 2004 Erwin Wittstock“

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22. Januar 2015

Verbandspolitik

Opfererfahrung verpflichtet zu Mitmenschlichkeit und Solidarität

Ulm – 25 Frauen und Männer stehen im engen Schulterschluss auf der Bühne, die, vor 70 Jahren zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion deportiert, die furchtbaren Lagerjahre überlebt haben: aufrecht, ungebrochen, selbstbewusst in ihrer kollektiven Haltung; die Gesichter vom Alter und zugestoßenem Schicksal gezeichnet; mitunter strahlende Augen in diesem Moment des Bewusstwerdens der ihnen zuströmenden öffentlichen Aufmerksamkeit und des mitmenschlichen Respekts, hier und jetzt. Diese Personengruppe steht zugleich stellvertretend für alle Angehörigen der sogenannten Erlebnisgeneration, denen die Teilnahme an dieser Zentralen Gedenkveranstaltung zur Deportation der Deutschen aus Südosteuropa in die Sowjetunion vor 70 Jahren, die am 17. Januar 2015 in Ulm stattfindet, nicht mehr möglich ist, weil sie nicht mehr am Leben sind oder die Anreise bei winterlichem Wetter aufgrund ihrer gesundheitlichen Verfassung nicht mehr auf sich nahmen. Ihrer aller wurde in dieser feierlichen Zusammenkunft im Haus der Begegnung gedacht. Über das retrospektive Erinnern hinaus stand die gegenwartsbezogene Frage nach den Konsequenzen aus dieser Geschichte im Raum, nach den heute abzuleitenden gesellschaftlichen, verantwortungsethischen Folgerungen. mehr...

3. Februar 2014

Kulturspiegel

Deportation der Rumäniendeutschen im Spiegel der schönen Literatur

Was der Nürnberger Kulturbeirat zugewanderter Deutscher in Zusammenarbeit mit dem Bildungscampus der Stadtbibliothek Nürnberg am 24. Januar 2014 im Zeitungs-Café Hermann Kesten veranstaltet hat, war äußerst sehenswert oder besser hörenswert: Anhand der Texte von elf Autoren aus Siebenbürgen und dem Banat zeigte Michael Markel, wie vielfältig das Kollektivtrauma der Deportation literarisch verarbeitet wurde. Das Urteil hier: lesenswert! mehr...

5. Juli 2013

Kulturspiegel

Verabschiedung von IKGS-Direktor Prof. h.c. Dr. Stefan Sienerth in den Ruhestand

Im Rahmen der internationalen Tagung „Rumäniendeutsche Erinnerungskulturen. Formen und Funktionen des Vergangenheitsbezuges in rumäniendeutscher Historiografie und Literatur im Kontext kulturwissenschaftlicher Beschreibungsmodelle“, die das Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) vom 27. bis 29. Juni in München veranstaltete, wurde dessen langjähriger Mitarbeiter und Direktor Prof. h.c. Dr. Stefan Sienerth in den Ruhestand verabschiedet. Sabine Deres, Ministerialrätin beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und Kuratoriumsvorsitzende des IKGS, betonte in ihrem Grußwort, dass sie sich im IKGS immer aufgehoben gefühlt habe. Es habe „das gewisse Etwas“, dort herrsche „ein ganz besonderer Geist“, so Deres. Der „gute siebenbürgische Ratgeber“ Sienerth, dem sie „jugendlichen Forscherdrang“ attestierte, habe das Institut „sehr erfolgreich in der Südosteuropaforschung verankert“, nicht zuletzt durch dessen Anerkennung als An-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München im Oktober 2004. „Ich habe große Hochachtung vor Ihrem beruflichen Lebenswerk“. Prof. Dr. Rudolf Gräf, Prorektor der Babeș-Bolyai-Universität Klausenburg, an der Sienerth selbst studiert hat, überreichte ihm im Namen von deren Rektor Ioan Aurel Pop die Medaille der Universität Klausenburg und ein Ehrendiplom. Den Festvortrag zu Ehren des scheidenden IKGS-Direktors, den Prof. Dr. Jürgen Lehmann (Erlangen/Freiburg) hielt, kann man im Folgenden in Auszügen lesen. mehr...

4. Juni 2010

Kulturspiegel

Preisverleihungen 2010 in Dinkelsbühl

Zu den diesjährigen Preisverleihungen begrüßte der Vorsitzende des Kulturpreisgerichts, Dipl.-Ing. Arch. Volker Dürr, am Pfingstsonntagnachmittag in der gut gefüllten Sankt-Pauls-Kirche zu Dinkelsbühl die Preisträger, ihre Laudatoren sowie die mitwirkenden Musiker. Die bei diesem Heimattag vergebenen Preise verteilten sich auf die Bereiche Jugendarbeit, Literatur und Wissenschaft. Mit dem Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturpreis 2010 wurden Prof. Dr. Dr. Hermann A. Hienz und Joachim Wittstock ausgezeichnet, den Siebenbürgisch-Sächsischen Jugendpreis erhielt das Ehepaar Anna und Harald Janesch, den Ernst-Habermann-Preis erhielt Mirja Harms. mehr...

9. Juni 2008

Rumänien und Siebenbürgen

Deutsche gestalten Kommunalpolitik in Rumänien mit

Die deutsche Minderheit in Rumänien wird nach den Kommunalwahlen am 1. Juni das politische Geschehen vor allem in den Kreisen Hermannstadt und Sathmar mitbestimmen. Klaus Johannis erzielte mit 83,26 Prozent der Stimmen ein drittes Mandat als Bürgermeister in Hermannstadt, um fünf Prozent weniger als vor vier Jahren, aber immerhin das beste Ergebnis bei den Bürgermeisterwahlen in Rumänien (diese Zeitung berichtete nach den ersten Hochrechnungen).. mehr...

15. Dezember 2005

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Das modellhafte Phänomen der rumäniendeutschen Literatur

Neben der Region der Flamen im Norden Belgiens mit etwa fünf Millionen und der der Wallonen im Süden mit etwa vier Millionen ist die Region der Belgiendeutschen mit 72 252 Seelen der dritte und kleinste autonome Landesteil, der "Ostkanton", mit einem eigenen Parlament und einer eigenen Regierung. Damit hat Belgien zurzeit die minderheitenfreundlichste Regelung Europas. Unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des deutschsprachigen Ostkantons, Karl-Heinz Lambertz, und der 25-jährigen Ministerin für Kultur und Medien, Denkmalschutz, Jugend und Sport, Isabelle Weykmans, fand vom 26. bis 28. Oktober in der Kantonshauptstadt Eupen eine Tagung zum Thema "Literatur und Verlage der Minderheiten in Europa" statt. mehr...

12. Oktober 2004

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AKSL-Tagung: Minderheiten im Stalinismus in Rumänien

Die 40. Jahrestagung des Arbeitskreises für Siebenbürgische Landeskunde (AKSL) fand vom vom 10. bis 12. September 2004 in Heidelberg statt und stand unter dem dramatischen Zeichen der Streichung aller Subventionen Nordrhein-Westfalens, des Patenlandes der Siebenbürger Sachsen, das seine Kulturförderung für den Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturrat einstellt. Erörtert wurde ein brisantes Thema: Minderheiten im Stalinismus in Rumänien. mehr...

16. Mai 2004

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Paul Schuster: "ein Mensch mit seinem Widerspruch"

Als Paul Schusters Erzählung "Der Teufel und das Klosterfräulein" 1955 im Jugendverlag, Bukarest, erschien, stellte sich der kleinen Kulturenklave der Deutschen in Siebenbürgen einer der begabtesten Erzähler ihrer postbellischen Literatur vor. Der am 20. Februar 1930 in Hermannstadt geborene, am 5. Mai 2004 in Berlin verstorbene Erzähler, Kritiker, Publizist hatte eine epische Handlung gestaltet, deren Elan, Witz, Spannungs- und Kombinationsintelligenz jeden überzeugte, auch wenn die ideologische Sichtweise nicht wenige - darunter Erwin Wittstock (1899-1962) - verärgerte. Das war verstärkt der Fall, als 1961/1963 der - 1965 und 1967 überarbeitet auch in Graz und Berlin aufgelegte - Roman "Fünf Liter Zuika" veröffentlicht wurde. mehr...

2. April 2004

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Tabuisiertes Thema differenziert erforscht

Die Beiträge zur 37. Jahrstagung des Arbeitskreises für Siebenbürgische Landeskunde von 1999 sind 2003 in dem Band "Deutsche Literatur in Rumänien und das 'Dritte Reich'" im Verlag des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) in München veröffentlicht worden. Michael Markel und Peter Motzan haben darin den Großteil der damals gehaltenen Referate in durchwegs erweiterter, ergänzter und aktualisierter Fassung herausgegeben. mehr...