20. September 2019

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Ines Wenzel mit Heimatmedaille Baden-Württemberg geehrt

Ines Wenzel, Vorsitzende der Kreisgruppe Heilbronn, wurde zusammen mit acht weiteren Persönlichkeiten für ihre Verdienste um die Heimat mit der Heimatmedaille Baden-Württemberg 2019 ausgezeichnet. Wissenschafts- und Kunstministerin Theresia Bauer sagte bei der Verleihung der Medaillen am 6. September in Winnenden: „Wenn sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv in das gesellschaftliche Leben einbringen, ist das gelebte Demokratie.“
Die Geehrten leisteten „mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag für die kulturelle Identität und den Zusammenhalt in der Gesellschaft“, so Bauer. „Die Liebe zur Heimat – verstanden auch als Heimat gemeinsamer Werte wie Achtung der Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, soziale Marktwirtschaft und Erhaltung natürlicher Lebensgrundlagen – diese Liebe zur Heimat ist Patriotismus in seiner besten Form“, sagte Ministerin Bauer. „Weltoffenheit und Heimatliebe sind gleichermaßen typisch für Baden-Württemberg und zeichnen unser Land besonders aus.“

Diese beiden Seiten der Medaille, Heimatliebe und Weltoffenheit, hat Ines Wenzel durch ihr inzwischen 30-jähriges ehrenamtliches Wirken vorbildlich mit Leben gefüllt. Ihr wichtiges Anliegen ist es, die Gemeinschaft und das Brauchtum der Siebenbürger Sachsen in der neuen Heimat Deutschland und Baden-Württemberg aufrecht zu erhalten, die Mundart der Siebenbürger Sachsen zu bewahren sowie die Beziehung zwischen den Siebenbürger Sachsen und den alteingesessenen Baden-Württembergern zu pflegen. „Ihr inzwischen angeeignetes Wissen über Siebenbürgen sowie die Brücke, die sie zwischen den Heimatvertriebenen, den Spätaussiedlern und den Einheimischen schlägt, sind in hohem Maße anerkennenswert“, heißt es in einer Pressemitteilung des Wissenschaftsministeriums. Ines Wenzel (Mitte) wurde mit der Heimatmedaille ...Ines Wenzel (Mitte) wurde mit der Heimatmedaille Baden-Württemberg ausgezeichnet, auf dem Bild (von links) mit Hartmut Holzwarth, Oberbürgermeister der Stadt Winnenden, dem „Winnender Mädle“, Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, MdL, und Paul Nemeth, MdL, Vorsitzender des Landesausschusses Heimatpflege Baden-Württemberg. Foto: Markus Amend (Wissenschaftsministerium) Ines Wenzel, geborene Grempels, geboren 1973 in Heldsdorf, begann sich mit 16 Jahren in der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen zu engagieren und wurde Jugendreferentin der Kreisgruppe Heilbronn. Schon mit 17 Jahren leitete sie die Siebenbürgische Jugendtanzgruppe Heilbronn und baute sie zu einer der erfolgreichsten Tanzgruppen der Siebenbürger Sachsen in Deutschland auf, die Jahr für Jahr den ersten Platz beim Volkstanzwettbewerb der Siebenbürgisch-Sächsischen Jugend in Deutschland (SJD) belegte. Mit 19 Jahren wurde Wenzel zur Landesjugendleiterin der SJD Baden-Württemberg gewählt und kam dank dieses Amtes auch in die Bundesjugendleitung der SJD sowie in die baden-württembergischen Landesvorstände des landsmannschaftlichen Verbandes und der DJO-Deutsche Jugend in Europa. Von 1998 bis 2007 war Wenzel stellvertretende Bundesjugendleiterin der SJD. Ebenso wirkte sie als Kulturreferentin und stellvertretende Vorsitzende der Kreisgruppe Heilbronn des siebenbürgischen Verbandes und als stellvertretende Landesvorsitzende der DJO Baden-Württemberg. Seit 2013 ist Ines Wenzel Vorsitzende der Kreisgruppe Heilbronn und seit März 2019 stellvertretende Vorsitzende der Landesgruppe Baden-Württemberg des Verbandes der Siebenbürger Sachsen. Aktuell ist sie auch Beisitzerin in den Vorständen des BdV-Kreisverbandes Heilbronn und der DJO Baden-Württemberg. Nicht zuletzt als Organisatorin und Moderatorin des Festzuges des Heimattages in Dinkelsbühl setzt sie sich für den Erhalt und das korrekte Tragen der sächsischen Tracht ein.

Die Freude über diese Ehrung möchte Ines Wenzel mit den vielen Freunden und Mitstreitern teilen, die sie im ehrenamtlichen Wirken beraten, unterstützen und fordern. „Ich danke zunächst den Personen und Gremien, die mich für die Heimatmedaille Baden-Württemberg vorgeschlagen haben, und natürlich auch jenen, die sie mir haben zukommen lassen. Mein Dank geht auch an meinen Bruder mit Familie und vor allem an meine Eltern, die mich immer unterstützend begleitet haben. Ein besonderes Dankeschön gilt meinem Mann und unserer Tochter, die meine Arbeit stets mittragen und oft auch ertragen“, erklärte sie der Siebenbürgischen Zeitung.

Michael Konnerth, Vorsitzender der Landesgruppe Baden-Württemberg, gratuliert der stellvertretenden Landesvorsitzenden Ines Wenzel zur Heimatmedaille. „Ihre ehrenamtliche Arbeit und Kompetenz in Trachten-, Mundart- und Kulturgutpflege für die siebenbürgisch-sächsische Gemeinschaft sind mit dieser Ehrung belohnt worden. Durch ihr Verantwortungsbewusstsein, ihre Energie und ihren unermüdlichen Einsatz zeigt sie der jungen Generation, wie Tradition erfolgreich weiter getragen werden kann und wie der Begriff Heimat im vereinten Europa eine neue Dimension bekommt.“

Siegbert Bruss

Schlagwörter: Ehrung, Baden-Württemberg, Heilbronn, Heldsdorf, Ines Wenzel, Heimat, Weltoffenheit

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