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5. Juli 2011

Verbandspolitik

Erinnerung als Notwendigkeit

Ein außergewöhnlich langer Fackelzug bewegte sich am Pfingstsonntagabend durch die Straßen Dinkelsbühls hin zur Gedenkstätte der Siebenbürger Sachsen in der Lindenallee der Alten Promenade. Die traditionelle Rede an der den Opfern von Krieg, Verfolgung, Flucht und Vertreibung geweihten Gedenkstätte hielt Wolfgang Wittstock. Wie der Vorsitzende des Demokratischen Forums der Deutschen im Kreis Kronstadt ausführte, sei „unser Totengedenken hier in Dinkelsbühl (…) keine sinnentleerte Zeremonie, sondern eine Notwendigkeit“. Die „Gräuel der Vergangenheit“ müssten „lebendige Erinnerung bleiben“, damit sie sich nicht wiederholen können. Wolfgang Wittstocks Rede an der Gedenkstätte wird im Folgenden ungekürzt wiedergegeben. mehr...

Kommentare

Artikel wurde 7 mal kommentiert.

  • pedimed

    1pedimed schrieb am 05.07.2011, 10:09 Uhr:
    Für einen sbb-Volkstrauertag würde ich den 11-ten Mai vorschlagen, da St.L.Roth ja eigentlich ohne Grund erschossen wurde und zum Nationalfeiertag wäre der Bathorytag nicht auszuschließen. Sehen wir,was noch angboten wird.mfG der pedimed!!!
  • pedimed

    2pedimed schrieb am 05.07.2011, 10:12 Uhr:
    Für einen sbb-Volkstrauertag würde ich den 11-ten Mai vorschlagen, da St.L.Roth ja eigentlich ohne Grund erschossen wurde und zum Nationalfeiertag wäre der Bathorytag nicht auszuschließen. Sehen wir,was noch angboten wird.mfG der pedimed!!! Der Tag der Gesetztgebung der Sbb-Toleranzpatente könnte auch so einer sein. Hirää!!!
  • Wanderer

    3Wanderer schrieb am 05.07.2011, 12:57 Uhr:
    Der Volkstrauertag ist in Deutschland ein staatlicher Gedenktag und gehört zu den "Stillen Tagen". Er wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem Ersten Advent begangen und erinnert an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen
  • Wanderer

    4Wanderer schrieb am 05.07.2011, 14:51 Uhr:
    Der Tag der deutschen Einheit, welcher jährlich am 03. Oktober stattfindet, ist seit dem Jahre 1990 Deutschlands Nationalfeiertag, während an diesem Datum die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten vollzogen wurde
  • Bäffelkeah

    5 • Bäffelkeah schrieb am 05.07.2011, 14:55 Uhr:
    Wir Siebenbürger Sachsen sind weder Nation noch Staat. Aufgrund meiner deutschen Nationalität genügt mir der Volkstrauertag insbesondere auch in Anbetracht seiner inhaltlich-ideellen Zweckbestimmung. Sich über die "Einführung eines siebenbürgisch-sächsischen Nationalfeiertages wie auch eines siebenbürgisch-sächsischen Volkstrauertages" den Kopf zu zerbrechen, ist meines Erachtens keine zukunftsweisende Initiative. Mit diesem spekulativ-entrückten Versuch könnte ein Sonderstatus "der Siebenbürger Sachsen" assoziiert werden, mit desintegrativem Effekt. Wie lautete der Ruf, dem die Wiedervereinigung Deutschlands nachfolgte? "Wir sind ein Volk!" Neben dem Tag der deutschen Einheit einen "siebenbürgisch-sächsischen Nationalfeiertag" zu reklamieren, halte ich für anachronistisch, abwegig, absurd. Wer braucht so etwas im Jahre 2011? Die Landsleute in Kanada und den USA, in Österreich und Deutschland, in Siebenbürgen? Was ließe sich daraus folgern, wenn man konsequent weiterdenkt? Ja, wenn...
  • popescu

    6 • popescu schrieb am 14.07.2011, 21:54 Uhr:
    Der Meinung von Bäffelkeah bezüglich der Einführung derartiger sächsischer Tage schließe ich mich uneingeschränkt an.
    Insbesondere will ich, so energisch wie nur kann, der Neigung von Wolfgang Wittstock widersprechen, die Tage 11. Januar bzw. 23. März 1945 als Volktrauertag in eine engere Wahl zu nehmen. Er selbst sagt einige Zeilen weiter oben: „die Orientierung an großdeutsch-nationalsozialistischem Gedankengut hatte, als sich das Blatt wendete, bittere Folgen, nämlich die kollektive Stigmatisierung unserer Gemeinschaft.“.
    Die Annahme eines solchen Tages könnte nur den (gewünschten?) Eindruck erwecken, die Hauptschuld am Untergang der sächsischen Gemeinschaft läge bei den Sowjets (11. Januar) bzw. bei den Rumänen (23. März). Wenn man schon an einen sächsischen Trauertag, der im XX. Jahrhundert liegen soll, denkt und dabei den Untergang der Gemeinschaft im Auge hat, dann wären Tage wie
    · der Ausbruch des ersten Weltkrieges,
    · die Machtergreifung Hitlers,
    · der Ausbruch des 2. Weltkrieges,
    · der Tag an dem der erste Siebenbürger Sachse freiwillig in ein fremdes Heer (Wehrmacht oder Waffen-SS) eintrat,
    · der 22. Mai 1932 als (aus der Selbsthilfe von Fritz Fabritius) die Nationalsozialistische Selbsthilfebewegung der Deutschen in Rumänien (NSDR) ins Leben gerufen wurde,
    · der Tag im November 1940 als in Mediasch die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei der Deutschen Volksgruppe in Rumänien gegründet wurde,
    · der Tag im September 1940 an dem der Siebenbürger Sachse Andreas Schmidt (1912-1948) an die Spitze der deutschen Volksgruppe trat, unter dessen Führung schließlich die ideologische Gleichschaltung aller Institutionen der Deutschen in Rumänien, von der auch die evangelische Kirche Siebenbürgens nicht verschont blieb, erfolgte,
    in Erwägung zu ziehen.
  • sibihans

    7sibihans schrieb am 17.07.2011, 09:56 Uhr:
    "Der Volkstrauertag ist in Deutschland ein staatlicher Gedenktag und gehört zu den "Stillen Tagen". Er wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem Ersten Advent begangen und erinnert an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen."

    Der Meinung bin ich auch. Jede Volksgruppe kann an dem Tag ihren Opfern gedenken egal in welchem Krieg oder sonstigem Staatlichen Unrecht die Angehörige zu leiden hatten.

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