11. September 2026

„Becher mit Einhorn“ von Sebastian Hann zu Rekordpreis versteigert

Bei einer kürzlichen Auktion in Bukarest wurde ein Trinkgefäß aus der Hermannstädter Werkstatt von Sebastian Hann zum rekordverdächtigen Preis von 140.000 Euro verkauft. Rechnet man das Aufgeld des Auktionshauses hinzu, hat der Käufer fast 170.000 Euro für das Objekt bezahlen müssen.
Eine bedeutende Silberschmiedearbeit, verekauft ...
Eine bedeutende Silberschmiedearbeit, verekauft vom Auktionshaus Dr. Fischer
Das unter den Namen „David und Goliath“ bzw. „Becher mit Einhorn“ bekannte Trinkgefäß stammt aus der Werkstatt des Goldschmieds Sebastian Hann (1644-1713) und ist zwischen 1712 und 1720 in Hermannstadt gefertigt worden. Der Deckel trägt die Punze „MH“; dies deutet auf Michael Hossmann (etwa 1680-1730), ebenfalls Goldschmied in Hermannstadt, hin. Das Trinkgefäß gehörte zum Nachlass des 1731 verstorbenen Hermannstädter Bürgermeisters und Sachsenkomes Andreas Teutsch.

Eine detaillierte Vorstellung des versteigerten Trinkgefäßes mit Hintergrundinformationen zu seiner Entstehung kann angerufen werden auf YouTube unter http://youtu.be/5ozDXo3nn98. Das jetzt in Bukarest versteigerte Objekt scheint dasselbe zu sein wie der im März 2024 bei der Jubiläumsauktion des Auktionshauses Dr. Fischer angebotene Becher mit Einhorn, siehe Artikel in dieser Zeitung, Folge 3 vom 12. Februar 2024, Seite 9 (siehe auch SbZ Online unter www.siebenbuerger.de/go/24664A).

uk

Schlagwörter: Auktion, Kunst, Siebenbürgen

Bewerten:

9 Bewertungen: ++

Noch keine Kommmentare zum Artikel.

Zum Kommentieren loggen Sie sich bitte in dem LogIn-Feld oben ein oder registrieren Sie sich. Die Kommentarfunktion ist nur für registrierte Premiumbenutzer (Verbandsmitglieder) freigeschaltet.