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Humanismus in Ungarn und Siebe
Humanismus in Ungarn und Siebenbürgen. Politik, Religion und Kunst im 16. Jahrhundert (Siebenbürgisches Archiv, Band 37)
Die Beiträge dieses Bandes zur kultur-, kirchen- und kunstgeschichtlichen Humanismusrezeption spannen einen regionalen Bogen von Oberungarn bis Siebenbürgen. Sie enthalten zum Teil bahnbrechende Erkenntnisse, etwa zur frühneuzeitlichen Frauenfrage oder zur Konfessionsbildung, über die unitarische Richtung der reformatorischen Bewegung oder über den Paramentenschatz der Kronstädter Schwarzen Kirche. Der Band basiert auf mehrjähriger enger Kooperation von Bildungs-, Kirchen- und Kunsthistorikern in Ungarn, Deutschland und Rumänien und schließt wesentliche Forschungslücken.


Böhlau Köln
Taschenbuch
EUR 7,90
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Siebenbürgen: Land und Leute
Charles Boner
Siebenbürgen: Land und Leute


Adamant Media Corporation
Taschenbuch
EUR 27,10
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Kurze Geschichte Siebenbürgens
Institut für Geschichte der Ungarischen Akademie der Wissenschaften
Kurze Geschichte Siebenbürgens, Teil 4
Teil 4 ist übertitelt: Siebenbürgen im Habsburgerreich. Aus dem Inhalt: Durch den Frieden von Sathmar (1711) hat sich der 1690 begonnene Integrationsprozeß im Habsburgerreich verstärkt. [...] Das geschwächte Osmanische Reich konnte in den 1710er Jahren, in einem neuerlichen Krieg, noch einmal geschlagen werden. Für Siebenbürgen war das insofern von Bedeutung, als daß das Banat und der westliche Teil der Walachei, Oltenien, dadurch erobert werden konnten, allerdings ging Oltenien in den 30er Jahren wiederum verloren. (Seite 5) Während sich also die ungarische Bewegung, gestützt auf ihre gesellschaftliche Überlegenheit, die Hegemonie sichern wollte, beabsichtigte die rumänische Bewegung dasselbe unter Berufung auf das zahlenmäßige Übergewicht ihres Volkes. Die eigene innere Schwäche unterschiedlicher Natur versuchten beide Seiten durch eine rasche Sicherung politischer Positionen auszugleichen und gefährdeten gerade damit das proklamierte Fernziel einer Harmonie der Nationen. (Seite 117) Es muß in der Folgezeit zu schweren Enttäuschungen gekommen sein wenn man im Siebenbürgischen Erzgebirge später sang, daß Iancu und Bem gemeinsam gekämpft haben. Die Reflektion von Enttäuschungen und Lehren, die blitzartige Erkenntnis neuer Möglichkeiten, machten es auch unumgänglich, daß trotz der tragischen Entfremdung durch Bürgerkriegsverluste und -opfer die späteren Träger der nationalen Freiheitsbestrebungen, im gemeinsamen Bemühen, die Elemente, einer für die zusammenlebenden Völker und Nationen gleicherweise annehmbaren Lösung, der siebenbürgischen Frage suchten. (Seite 157)


WaRo-Verlag
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Kurze Geschichte Siebenbürgens
Walter Roth
Kurze Geschichte Siebenbürgens, Teil 2
Das Land, welches die Deutschen Siebenbürgen, die Ungarn Erdély und die Rumänen Ardeal, Transilvania nennen, besitzt eine große Vergangenheit und hat ein überaus wechselhaftes Schicksal hinter sich. Es liegt westlich und nördlich des Gebirgsbogens der Karpaten, der von der Marmarosch bis Kronstadt und schließlich bis an die untere Donau reicht und ist heutzutage Teil des rumänischen Staates. Im Westen grenzt es an die Große Ungarische Tiefebene. Das heutige Siebenbürgen ist eigentlich größer als die geographische Region, die mit ihrem Gebiet von ungefähr 57 000 km2 in der alltäglichen und politischen Praxis vor dem ersten Weltkrieg das historische Siebenbürgen darstellte. Heute versteht man unter Siebenbürgen bereits jenes größere Gebiet von ungefähr 102 000 km2 Ausdehnung, das sich zwischen den Karpaten und der ungarischen und jugoslawischen Staatsgrenze erstreckt und das sogenannte Partium und einen Teil des Banats mit umfaßt. In Siebenbürgen lebten und leben seit vielen Jahrhunderten Ungarn, Rumänen, Sachsen und andere kleinere ethnische Gruppen miteinander, und schon deshalb nimmt Siebenbürgen einen sprachlich, religiös und kulturell besonderen Platz in Europa ein. Das Gebiet hat im Verlaufe der Geschichte zu den unterschiedlichsten Staatsformationen gehört, es war dakisches Königreich, Provinz des Römischen Reiches, jahrhundertelang fester Bestandteil des mittelalterlichen Ungarn, es war ein Fürstentum in stärkerer oder schwächerer Abhängigkeit vom Osmanischen Reich, sodann stand es unter der Oberhoheit der Habsburger und wurde 1848/49 für kurze Zeit und 1867 für ein gutes halbes Jahrhundert wieder mit Ungarn vereinigt, im Rahmen der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Seit dem Zusammenbruch des Habsburgerreiches (1918) und dem auf die Revolution folgenden Friedensvertrag von Trianon (1920) ist Siebenbürgen eine wichtige Provinz Rumäniens.


WaRo-Verlag
Taschenbuch

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Freytag Berndt Autokarten, Sie
Freytag-Berndt und Artaria KG
Freytag Berndt Autokarten, Siebenbürgen - Maßstab 1:400.000


Freytag-Berndt und Artaria KG
Landkarte
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Siebenbürgen: Rund um Kronstad
Birgitta Gabriela Hannover
Siebenbürgen: Rund um Kronstadt, Schäßburg und Hermannstadt


Trescher Verlag
Broschiert
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Kauderwelsch, Rumänisch Wort f
Jürgen Salzer
Kauderwelsch, Rumänisch Wort für Wort
Die Sprechführer der Kauderwelsch-Reihe orientieren sich am typischen Reisealltag und vermitteln auf anregende Weise das nötige Rüstzeug, um ohne lästige Büffelei möglichst schnell mit dem Sprechen beginnen zu können, wenn auch vielleicht nicht immer druckreif. Besonders hilfreich ist hierbei die Wort-für-Wort-Übersetzung, die es ermöglicht, mit einem Blick die Struktur und "Denkweise" der jeweiligen Sprache zu durchschauen. Rumänien ist ein vielseitiges und faszinierendes Land: aus-gedehnte Badestrände an der Schwarzmeerküste, schroffes, wenig begangenes Hochgebirge, das geheimnisvolle Donau-delta, die Moldauklöster mit ihren berühmten Außenfresken, die mittelalterlichen Städte Siebenbürgens... Das alles ergibt eine bunte Palette, an der sich vor allem jene erfreuen können, die dem Massentourismus fernbleiben wollen. Der Kauderwelsch-Band Rumänisch ist mit vielen nützlichen Informationen versehen und erklärt die Grammatik praxis-orientiert und allgemeinverständlich, so daß ein unkomplizierter Einstieg in diese formenreiche Sprache möglich wird. Touristische Alltagssituationen sind hier so aufgearbeitet, daß man sofort zu sprechen anfangen und sich mit den Einheimischen verständigen kann. Schon mit ganz wenigen Floskeln öffnen sich einem die rumänischen Häuser und Herzen, und man kann die sprichwörtliche Gastlichkeit der Rumänen hautnah erleben. Somit bleibt nicht anderes übrig, als "mult succes!" (viel Erfolg) zu wünschen.


Reise Know-How
Taschenbuch
EUR 9,90
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Flötemusik aus Siebenbürgen
Auf dieser CD: 1. Suite für Flöte und Klavier Komponist Hans Peter Türk mit Wolfgang Meschendörfer , Rudolf Innig 2. Sonate für Flöte und Klavier Komponist Heinrich Neugeboren mit Wolfgang Meschendörfer , Rudolf Innig 3. Sonatine für Flöte und Klavier Komponist Heinrich Neugeboren mit Wolfgang Meschendörfer , Rudolf Innig 4. Suite für Flöte und Klavier Komponist Waldemar von Bausznern mit Wolfgang Meschendörfer , Rudolf Innig


S.S.T. (Liebermann)
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Orgellandschaft Siebenbürgen
Orgellandschaft Siebenbürgen
Zu hören sind die Orgeln aus Michelsberg, Hermannstadt, Martinsberg, Karlsburg, Heltau, Zeiden, Mediasch, Arbegen und Großalisch. Kompositionen u.a. von Paul Richter, Johann Leopold Bella, Franz Xaver Dressler, Rudolf Lassel, Girolamo Diruta, Valentin Greff-Bakfark, Daniel Croner, Ernst Irtel, Hans Peter Türk. Doppel-CD online bestellen » (Amazon)


Mdg (New Arts International)
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Siebenbürgen im Flug: Das deut
Martin Rill
Siebenbürgen im Flug: Das deutsche Siedlungsgebiet: seine Kirchenburgen, Dörfer, Städte und Landschaften
"Welch ein schönes Buch. Es berichtet von einer noch wahrnehmbaren, doch untergegangenen Welt" (Neue Züricher Zeitung). In einer sorgfältigen Auswahl von 99 großformatigen Flugbildern aller Regionen der siebenbürgisch-sächsischen Kulturlandschaft werden an Einzelbeispielen die Kunst- und Baudenkmäler, die Landschaften in Wort und Bild dargestellt. Es folgt ein zweiter Teil, der in alphabetischer Reihenfolge alle 241 Dörfer und Städte der einst von Siebenbürger Sachsen bewohnten Regionen darstellt. Knappe, sachliche Begleittexte des aus Siebenbürgen stammenden Historikers Martin Rill begleiten "diese scharf gestochen in hellen Farben leuchtenden Bilder." "Das Buch, das Siebenbürgen von seiner schönsten Seite zeigt. Alle sächsischen Ortskerne mit den Kirchenburgen sind aus dem Hubschrauber fotografiert. Traumhaft schöne Aufnahmen. Ein Genuss für die Sinne." (Gustav Binder) "Welch ein schönes Buch, von einer noch wahrnehmbaren, doch untergegangenen Welt. So haben Sie Siebenbürgen noch nie gesehen! Faszinierende Bilder aus der Vogelperspektive die sich dem Leser bestimmt ins Gedächtnis einprägen werden. 528 gestochen scharfe, leuchtende beeindruckende Großaufnahmen." (Banater Berglanddeutsche, Folge 89, Nov./Dez. 1999)


Wort + Welt + Bild
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Sibiu - Hermannstadt: Europäis
Martin Rill
Sibiu - Hermannstadt: Europäische Kulturhauptstadt 2007
Sibiu/Hermannstadt ist eine faszinierende Stadt. Der vorliegende Bildband möchte die bewegte Geschichte, die Stadtarchitektur, die Lebensqualität in der Stadt, die Kunst und Kultur und schließlich die Begegnung von Kultur und Wirtschaft herausstellen und einen Beitrag zum Diskurs um Identität und Multikulturalität, den großen Herausforderungen unseres Jahrhunderts, leisten. Präsentiert werden: Geschichte und Wirtschaft, urbane Entwicklung, Wehranlagen, Kirchen, Einzelgebäude, Wirtschaft, Die Stadt und ihre Bürger, Bildung und Ausbildung, Stadt der Kultur - Stadt der Kulturen, Sport, Ortslagen und Stadtteile. Abgerundet wird der Bildband mit einem Verzeichnis der Gassen, Plätze und Straßen der Altstadt.

SbZ-Artikel: Eindrucksvoller Bildband zur Europäischen Kulturhauptstadt


Wort + Welt + Bild
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Kirchenburgen in Siebenbürgen.
Thomas Schulz
Kirchenburgen in Siebenbürgen. Fortified Churches in Transsylvania
Kirchenburgen sind das Markenzeichen Siebenbürgens - nirgends findet sich eine derartige Dichte und Vielfalt von Kirchenburgen wie in dieser alten Kulturlandschaft. Vom 13. bis zum 16. Jahrhundert gegen die Einfälle von Tartaren, Türken und anderen Angreifern errichtet, besaß früher nahezu jedes siebenbürgisch-sächsische Dorf eine Wehrkirche, in der die Bevölkerung mitsamt Vieh und Vorräten Schutz fand. Heute sind noch etwa 140 von ihnen erhalten. Die Trutzigkeit ihrer Erscheinung steht in malerischem Gegensatz zur lieblichen Hügellandschaft Siebenbürgens. In der Dorfmitte oder auf einer nahen Anhöhe gelegen geben sie den Dörfern ihren typischen Charakter. Durch die Auswanderung der Siebenbürger Sachsen, insbesondere in den Jahren nach 1990, haben die Kirchenburgen den Großteil ihrer Gemeinden verloren und sind nunmehr vom Verfall bedroht. Gleichzeitig ist ein wachsendes Interesse des Fremdenverkehrs festzustellen und sechs der Wehrkirchen sind bereits in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Der aufwändig gestaltete Bildband beeindruckt mit großformatigen Ansichten aller sehenswerten Kirchenburgen. Dabei sind neben den bekannten Wehrkirchen auch die abseits der Touristenrouten gelegenen Bauten berücksichtigt. Ein Vorwort in deutscher, englischer und rumänischer Sprache führt den Leser anschaulich in die Geschichte dieser Region und ihrer markanten Baudenkmäler ein.

SbZ-Artikel: Wird Siebenbürgen zur Toskana des Ostens?


Böhlau Köln
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Wenn die Adler kommen. Roman
Hans Bergel
Wenn die Adler kommen. Roman
Der Roman schildert die Entwicklung des aus Siebenbürgen stammenden Peter, der zwischen den Weltkriegen geboren wird und seine Kindheit in Rosenau verlebt. Dieser authentische und packende Roman macht zeitgeschichtliche Zusammenhänge deutlich und ist gerade für das Verständnis der Geschichte Südosteuropas, von großem Wert.

SbZ-Artikel: Bergel-Roman in Neuauflage


Langen Müller
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Der König verneigt sich und tö
Herta Müller
Der König verneigt sich und tötet
Das eindrucksvolle Bild einer Lebenserfahrung unter absoluter Herrschaft: Herta Müller, die bedeutende und sprachmächtige Autorin, wuchs auf im Rumänien unter der Diktatur Ceausescus. Hier erfuhr sie Sprache als Instrument der Unterdrückung, aber auch als Möglichkeit des Widerstands und der Selbstbehauptung gegenüber der totalitären Macht. Und dieses Sprachbewusstsein stellt sie neben Erinnerungen an die Kindheit in den Mittelpunkt ihrer poetischen und politischen Selbstbefragung. ~~~~~~~~~ . ~~~~~~ . ~~~~~~~~~~ . ~~~~~~ . ~~~~~~~~~ Die 50-jährige Herta Müller übersiedelte 1987 von Rumänien nach Deutschland. Wegen ihrer Weigerung, mit der Securitate zusammenzuarbeiten, war gegen die Autorin ein Arbeits- und Publikationsverbot erlassen worden. Viele ihrer Werke, vom Erzähldebut "Niederungen" bis zu den großen Romanen "Der Fuchs war damals schon der Jäger" und "Herztier" spiegeln ihre in der Diktatur gemachten Erfahrungen wieder.


Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Taschenbuch
EUR 17,90
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Das Paradies liegt in Amerika:
Karin Gündisch
Das Paradies liegt in Amerika: Eine Auswanderergeschichte (Gulliver)
Eine Auswanderergeschichte, erzählt vom zwölfjährigen John, der einst ein Johannes war und in Siebenbürgen lebte. Die Sehnsucht nach dem sagenhaften Paradies ist groß in diesen letzten Jahren des 19. Jahrhunderts. Erst recht, als Benjamin Becker in das kleine siebenbürgische Dorf kommt und vom Leben in der neuen Welt erzählt. Da gibt es für viele kein halten mehr. Auch Johanns Vater macht sich auf die weite Reise und Monate später lässt er die Familie nachkommen. Doch auch in Amerika liegt das Glück nicht auf der Straße ... »Miss Miller hat gesagt, ich soll aufschreiben, wie ich ein Amerikaner geworden bin«, beginnt John seinen Bericht. Er erzählt vom Abschiednehmen und von der beschwerlichen, abenteuerlichen Reise, vom Wiedersehen mit dem Vater und dem großen Bruder und von der schwierigen ersten Zeit in der neuen Heimat.

SbZ-Artikel: Wie aus Siebenbürgern Amerikaner wurden


Beltz & Gelberg
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EUR 91,83
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Im Land der Schokolade und Bananen
Für die rumäniendeutschen Aussiedlerkinder Ingrid und Uwe ist in Deutschland alles ganz anders und neu. Es ist das Land der Schokolade und Bananen, aber auch das Land, wo die Eltern Arbeit suchen und wo Ingrid und Uwe Freunde finden müssen. Für die beiden ist alles neu und aufregend: die Schule, wo es so ganz anders zugeht, als sie es gewohnt sind; das riesige Warenangebot, das sie fasziniert und verwirrt; vor allem aber die Begegnung mit den Nachbarn, den Mitschülern, den Leuten in der Stadt.


Unbekannter Einband
EUR 5,95
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Rote Handschuhe: Roman
Eginald Schlattner
Rote Handschuhe: Roman
Der Ich-Erzähler, Mitte Zwanzig, Student der Hydrologie an der Universität Klausenburg, gerät in die Fänge der rumänischen Staatsmacht. Er wird der Konspiration gegen das kommunistische Regime verdächtigt, Ende Dezember 1957 von der Securitate verhaftet, ins Gefängnis nach Kronstadt gebracht, monatelang verhört, unter Druck gesetzt, seelisch und körperlich mißhandelt und gefoltert. Ein verzweifelter Kampf um Integrität beginnt. "Schlattner setzt sich mit dem eigenen Fall auf eine radikal schonungslose Weise auseinander ... sinnlich, bildhaft und deutlich zugleich, ein Meister der Charakterstudie, der bei allem bitteren Ernst einen Sinn fürs Komische und Merkwürdige, für das Ironische des Schicksals hat." (Daniela Strigl im 'Standard')

SbZ-Artikel: Zu Eginald Schlattners Roman "Rote Handschuhe"


dtv Verlagsgesellschaft
Taschenbuch
EUR 16,90
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Miss Bukarest
Richard Wagner
Miss Bukarest
Im Mittelpunkt des neuen Romans "Miss Bukarest" von Richard Wagner steht der rumänische Geheimdienst Securitate. Richard Wagner erhielt den erstmals verliehenen "neuen deutschen Literaturpreis" für dieses unbestechliche Buch über die rumänische Vergangenheit und deutsche Gegenwart. Laut Angaben des Aufbau-Verlags legt Richard Wagner mit diesem Buch "ein Meisterwerk an sprachlicher Prägnanz, Gedankenschärfe und Aufrichtigkeit" vor. "Die Macht der Geheimdienste besteht im Zerstören der Gefühle, auch in ihrem rückwirkenden Zerstören", heisst es im Roman. "Es ist das Jahr 1996, der Kommunismus ist zwar tot, aber sein Leichnam geht um." Wenige Jahre nach der rumänischen Revolution nutzen die Leichengräber des Kommunismus ihre neue Reisefreiheit. Sie kommen nach Berlin und bringen den Tod. Als die faszinierende Erika Binder plötzlich in Berlin auftaucht, gerät das "bedeutungslose" Leben von Dinu Schullerus in Bewegung. Kurze Zeit später ist die schöne und standhafte Banater Schwäbin tot. Für den ehemaligen Securitate-Offizier Dinu, der inzwischen als Detektiv in Berlin lebt, ist das der Anstoss, sich mit seiner Vergangenheit zu befassen. Als junger Mann hat er Erika geliebt und bespitzelt. Nun macht er sich auf, ihren Mörder zu finden. Das Erzählen ist in Gang gebracht. Es gerät zu einer Koproduktion dreier Männer, deren Leben im Bann der geheimnisvollen "Miss Bukarest" steht. Der Detektiv Dinu Schullerus, der Schriftsteller Klaus Richartz und der Träumer Christian Schullerus sind Exilanten der Geschichte und Zaungäste des Lebens, "stille Beobachter der nervösen Menschen".


Aufbau-Verlag
Taschenbuch
EUR 29,90
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Geschichte und Mythos: Über di
Lucian Boia
Geschichte und Mythos: Über die Gegenwart des Vergangenen in der rumänischen Gesellschaft
Wer in Rumänien als Schüler und Lehrer oder gar als Historiker mit der patriotisch-nationalistischen rumänischen Geschichtsdarstellung über die Prioritäts- und Kontinuitätstheorie, die ruhmreiche Vergangenheit der Rumänen mit ihren glorreichen Fürsten und deren Siegen im Unterricht berieselt wurde oder andere damit berieseln musste, dem kommt das hier anzuzeigende Buch von Boia einer wahren Offenbarung gleich, die man mit Genuss liest, zumal der Autor den Stoff souverän beherrscht und ihn in einer elegant-flüssigen Sprache, mit ironischen und humorvollen Akzenten wiedergibt. Kein rumänischer Historiker hat bisher so rigoros und mutig die heiligsten Tabus und den Mythenwald auf ein wissenschaftliches Fundament gesetzt. Ich habe bereits 1997 die erste rumänische Auflage des Buches gelesen und kann nun die sehr gute deutsche Übersetzung einem breiten Leserpublikum empfehlen. Das Buch ist trotz heftiger Proteste bisher in drei Auflagen in Rumänien erschienen und hat, wie zu erwarten war, eine Diskussion ausgelöst, bei der nicht nur die rumänische Geschichte, sondern auch die rumänische Kultur als Ganzes und das kollektive Selbstbewusstsein zur Debatte standen und stehen. Das Buch wurde in seiner Art zu einem Klassiker. Der Historiker kann in seiner Darstellung, so Boia, nicht die absolute Wahrheit erfassen, sondern entnimmt dem reichen Faktenmaterial das, was seinen Vorstellungen und den Vorgaben der Zeit entspricht, ordnet dieses und schafft Zusammenhänge und Fiktionen von der Vergangenheit. Von dieser Grunderkenntnis ausgehend, untersucht Boia in seiner Studie die Wechselbeziehungen zwischen der rumänischen Gesellschaft und der rumänischen Geschichtsschreibung im 19. und 20. Jahrhundert und zeigt dabei auf, wie die Historiker Mythen produziert und damit das jeweilige politisch-öffentliche Leben samt Geschichts- und Identitätsbewusstsein geformt haben. Das Verdienst des Verfassers ist es, die vielen Mythen, die in der rumänischen Historiographie und in simplistischer Form in den Lehrbüchern und der schöngeistigen Literatur geistern, beim Namen zu nennen und aufzuzeigen, wann und wie sie entstanden sind und wie sich jeweils angepasst und verändert haben. Fünf große Mythenzyklen nimmt der Verfasser in je einem Kapitel unter die Lupe, die bis heute das Geschichts- und Nationalbewusstsein der Rumänen beherrschen: 1.) die Mythen über den Ursprung der Rumänen als Volk und die Bildung ihrer Sprache, 2.) über ihre Priorität und Kontinuität auf dem Gebiete des heutigen Rumäniens, 3.) über die Einheit von Nation und Staat, 4.) über die Beziehungen der Rumänen zu andern Völkern und Kulturen sowie 5.) über das Pantheon ihrer historischen Persönlichkeiten. Wir können auf die Vielfalt der behandelten Thematik nicht eingehen und werden bloß einige Aspekte aufgreifen. Was den Ursprung des rumänischen Volkes betrifft, sind sich die rumänischen Historiker darüber einig, dass es von den Dakern und Römern abstammt, während andere Völkerschaften wie die Slawen und die Wandervölker nur teilweise als Vorfahren akzeptiert werden. Die Sprache der Rumänen ist zweifellos eine romanische mit beachtlichem slawischen Einfluss. Boia zeigt nun in seiner Studie, wie rumänische Historiker und Linguisten von diesen Tatsachen ausgehend, der jeweiligen gesellschaftlich-politischen Vorgabe folgend, dem dakischen oder romanischen Element Priorität gewährten, und das wiederum davon abhängig, ob die Rumänen ihre Zugehörigkeit zum westlichen Kulturkreis oder ihre Eigenständigkeit bekunden wollten. Dabei ist es zum Teil zu lächerlichen Übertreibungen von beiden Richtungen gekommen. Unbeantwortet bleibt die Frage, wie es zur Romanisierung der Daker in der Moldau, Maramuresch, in der Muntenia gekommen ist, wo es nie eine romanische Besatzung gab. Die größten Emotionen bereitete den Historikern die Kontinuitätsfrage, die zu einem der heiligsten Mythen des rumänischen Identitätsbewusstseins gehört. Boia löst die Frage zwar auch nicht, entdramatisiert aber den Diskurs darüber, indem er nicht krampfhaft an dem Standpunkt festhält, dass die rumänische Ethnogenese nur nördlich der Donau stattgefunden hat, sondern auch das Gebiet südlich des Danubius in Betracht kommen könnte. Minderwertigkeitsomplexe bereitet den rumänischen Historikern ferner das "dunkle Jahrtausend" nach dem Rückzug der Römer aus Dazien (271), da es keine Quellen über das Weiterleben einer romanisierten Bevölkerung auf dem Gebiete Rumäniens gibt. Es wurden zwar viele archäologische Funde zu Tage gefördert, diese geben aber, so Boia, keinen Aufschluss über die Sprache der Menschen, von denen diese Zeugnisse stammen. Die Funde werden also entsprechend der geforderten Kontinuität interpretiert. Das Problem der Priorität war und ist zum Teil auch heute noch ein Politikum sowohl in der rumänischen als auch in der ungarischen Historiographie, mit der das historische Recht und somit der Erstanspruch auf Siebenbürgen belegt werden soll. Es ist ein langlebiger Mythos, der immer wieder zu politischen Zwecken heraufbeschworen und instrumentalisiert wurde. Zu einem teifverwurzelten Mythos gehört der Glaube, dass das rumänische Volk seit jeher eine Einheit bildete, dessen Streben es gewesen sei, in einem vereinten Nationalstaat zu leben, der aber als Folge widriger und ungünstiger Umstände erst spät durch die Entstehung Großrumäniens realisiert wurde. Die Analyse des Wandels den dieser im 19. Jahrhundert entstandene Mythos bis zum lächerlichen autochthonen Nationalismus der Ceausescu-Ära erfahren hat, gehört zur Glanzleistung von Boias Analyse. Er macht deutlich, wie die Geschichte in den Dienst der nationalen Bewegung und der nationalistischen Politik gestellt wurde, die in der Vergangenheit Beweise und Symbole der nationalen Einheit suchte. So wurde, um ein Beispiel zu nennen, der Fürst der Walachei, Michael der Tapfere, der 1599/1600 Siebenbürgen und die Moldau eroberte, als Vorkämpfer und Symbol des nationalen Einheitsstaates gepriesen, obwohl er weit davon entfernt war, national zu denken und zu handeln. Auch die rumänischen Zeitgenossen haben ihn bloß als Eroberer betrachtet. Das Kapitel über die Rumänen und die andern Völker ist so komplex, dass wir bloß einen Aspekt herausgreifen - die Widerlegung des Mythos, die rumänischen Länder hätten sich im Mittelalter durch ihren Abwehrkampf gegen die Türken für Westeuropa geopfert, dass fremde Staaten Schuld seien an ihrem misslichen Schicksal und ihrer und dass es von dieser Seite bis heute eine äußere Verschwörung gegen Rumänien gebe. Das Kapitel "Der ideale Fürst" beschäftigt sich mit dem nationalen Pantheon der rumänischen Geschichte, angefangen von Buerebista, Dezebal und Trajan, fortfahrend mit den "glorreichen" Fürsten der Moldau und Walachei, dann mit Tudor Vladimirescu, Nicolae Balcescu, Alexandru Ioan Cuza, den rumänischen Königen und Königinnen, der Familie Batianu, Corneliu Zelea Codreanu, den kommunistischen "Heldengestalten", Gheorghe Gheorghiu-Dej, Nicolae Ceausescu u. a. Man erfährt bei der Lektüre des Buches, wie die genannten Personen von der Geschichtsschreibung jeweils mystifiziert und instrumentalisiert worden sind. Es hat in der rumänischen Kultur in den Jahrzehnten vor und um 1900 eine Bewegung gegeben - bekannt als "Junimea" -, die gegen den vorherrschenden autochthonistischen Nationalismus Stellung bezog und eine kritische Methode in der Geschichtsschreibung, eine Absage an nationale Mythen und die Öffnung gegenüber Europa forderte. Leider ist dieser kritische Geist, wie Boia feststellt, nach 1900 nur selten zur Anwendung gelangt. Das trifft auch auf das postkommunistische Rumänien zu. Der Verfasser vermerkt dazu: "Die fundamentalen Entscheidungen, welche die rumänische Gesellschaft heute treffen muss, bedeuten einen Bruch mit der Vergangenheit. Man kann sich nicht mit den alten Mythen den Herausforderungen der europäischen Integration und der modernen Welt stellen. Die historische Bilderwelt der Rumänen ist weiterhin autochthonistisch und autoritär geprägt, während sich die Welt, auf die wir zugehen, an den Werten der Demokratie und der westlichen Kultur orientiert." (Michael Kroner)

SbZ-Artikel: Mit den Mythen der rumänischen Geschichte aufgeräumt


Böhlau Köln
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Ein Koffer voll Sand: Roman
Franz Hodjak
Ein Koffer voll Sand: Roman
Bernd Burger, die Hauptfigur des Buches, verlässt mit Frau und Kind kurz nach der Revolution von 1989 Rumänien mit Staatenlosen-Pässen, um nach Deutschland einzureisen. Die Reise wird jedoch zur Odyssee, denn Bernd Burgers Frau Melitta verfährt sich dauernd, weil sie keine Karten lesen kann oder die Ortsschilder übersieht; nicht zuletzt aber, weil die Grenzen zwischen Lichtenstein, Schweiz, Österreich, Frankreich und Deutschland so wenig markiert sind, dass die Reisenden überraschend immer in einem anderen, als dem angepeilten Land ankommen. Auf Umwegen über Pöchlarn, Interlaken, Vaduz, Friedrichshafen am Bodensee und Colmar erreicht die Familie schließlich das Aufnahmelager für Aussiedler in Hamm, das ursprüngliche Ziel der Reise. Sollte übrigens jemand, der dieser Personengruppe angehört, mit der eigenen Aufnahme traumatische Erinnerungen verknüpfen, könnte ihn Hodjaks Roman zu homerischem Gelächter und endgültiger Heilung verhelfen. Den Zustand des Staatenlosen, der gerade die alte Identität aufgegeben, die neue jedoch noch nicht erlangt hat, empfindet Bernd Burger teils als ungeahnte Freiheit, teils als unvorhersehbare Verunsicherung. Wie lebt nämlich einer, in dessen Leben es nur Grenzen gegeben hat, dessen einziges Zuhause "die bedrohliche Gewissheit der Angst und der Hoffnungslosigkeit" war und "die Hilflosigkeit das einzige Prinzip, das einem Flügel verleihen kann, mit denen man nicht abstürzt", wenn man als Freiheit im besten Falle die "Narrenfreiheit" kannte und das Glück darin bestand, "Katastrophen abzuwenden"? Und wie soll man leben, wenn eben "Hoffnungslosigkeit nicht mehr die richtige Haltung" ist? Wie sehen, wenn man nur "das Schielen über den Stacheldrahtzaun" gelernt hat? "Mein Pech bestand nicht darin, dass ich immer den falschen Weg gewählt habe, mein Pech war, dass ich stets zwischen zwei falschen Wegen zu wählen hatte", versucht Bernd Burger seiner Frau zu erklären. In scheinbar abwegigen Gesprächen, Selbstprotokollen und Kommentaren des Protagonisten werden Blitzlichter auf die ganze Misere des Lebens in einer Diktatur geworfen, von der prekären Versorgungslage der Menschen, über Anheuerungsversuche durch Vertreter der berüchtigten Securitate, Rechtssprechung unter Terrorzwang, die grotesken Strategien beim Aufbau potemkinscher Dörfer, die zeitweise auch den Westen für den Diktator einnahmen. Bernd Burgers entwaffnenden Zeitkommentare gelten jedoch in gleichem Maße auch der Gegenwart im Ankunftsgebiet: der Gedankenlosigkeit, die Menschen in der Freiheit kennzeichnet (ob "jemand in der Freiheit den Sinn vom Unsinn unterscheiden kann, in der Diktatur wusste ich, wo der Unsinn sitzt"), der gespenstischen Absurdität einer im Verwaltungschaos erstarrten Gesellschaft, in der Selbstprofilierung oft zum einzigen Handlungsmotiv wird, einer Demokratie der Verwirrung (auch von Begriffen), der Eitelkeit, Selbstüberschätzung und Selbstüberhebung, der schamlosen medialen Selbstentblößung. Bernd Burgers ironisch provokatives Fazit bezüglich der Freiheit lautet daher: Die Sehnsucht ist wichtiger als die Gewissheit. Das Odysseus-Motiv umkehrend preist er widersinnigerweise "die Flucht vor der Ankunft" als "einzige Freiheit, die mir bleibt". Heimat und Heimatlosigkeit fließen als Motive in Hodjaks Roman wie selbstverständlich ein. Sie laufen jedoch an keiner Stelle Gefahr, im Sinne süßer Rückwärtsgewandtheit oder stolzer Platzeroberung im neuen Umfeld evoziert zu werden, sondern als Phänomene einer Zeit, in der ein denkendes Individuum sich Heimat als geistige Existenzform bewahren beziehungsweise erstreiten muss. Das Ithaka des gestrandeten modernen Odysseus Bernd Burger ist ein Koffer voll Sand, weil die Begriffe aus ihrer Begrifflichkeit ausscheren, "und dann brauche ich viel Sand, der begrifflos ist [...] Die mythischen Zeiten [...] sind längst vorbei und fortan werde ich immer einen Koffer voll Sand mit mir herumtragen, auch wenn ich nicht reise." Hodjak lässt zwar seinen Bernd Burger erklären, er nehme sich die Freiheit heraus, sich als Individuum zu beschreiben; was dem Autor jedoch dabei gelungen ist, ist die Porträtskizze einer Nachkriegsgeneration, die den gesellschaftlichen und weltanschaulichen Brüchen ihrer Zeit nicht die Erinnerung an das gute Alte und die aus ihm herübergerettete, wie auch immer angepasste Weltanschauung entgegenzusetzen hatte, sondern im besten Falle aus der verordneten Willkür eine selbst erworbene geistige Souveränität, im schlimmeren Falle den Mut der Verweigerung und das Misstrauen gegen jede Art von Ideologie entgegenstellt. Der Roman dieser Generation wurde bis zu diesem Buch noch nicht geschrieben. (Gudrun Schuster)


Suhrkamp Verlag
Gebundene Ausgabe
EUR 18,40
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Europa erlesen: Siebenbürgen
Europa erlesen: Siebenbürgen
Die Buchreihe - Europa erlesen: Eine Schatzsuche und Entdeckungsreise zugleich. Aus der Vielzahl bekannter und unbekannter Namen entsteht das ganzheitliche Bild der Stadt und der Region, der Menschen, ihrer Sinne, ihrer Gefühle und Träume. mit Beiträgen von: Endre Ady, Ion Agarbiceanu, Wolf Aichelburg, Ioan Alexandru, Michael Astner, Andor Bajor, Zsófia Balla, Hans Bergel, Lucian Blaga, Ádám Bodor, Rolf Bossert, Irena Brezná Matthias Buth, George Cosbuc, István Eörsi, Klaus F. Schneider, Octavian Goga, Karin Gündisch, Arnold Hauser, Franz Heinz, Klaus Hensel, Franz Hodjak, Georg Hoprich Nicolae Iorga, Sándor Kányádi, László Király, Wulf Kirsten, Hermann Klöß, Bernd Kolf, Reiner Kunze, Aladár Lászlóffy, Anemone Latzina, Lajos Létay, Hans Liebhardt, Georg Maurer, József Méliusz, Adolf Meschendörfer, Adolf Meschendörfer, Adolf Meschendörfer Luminita Mihai-Cioaba, Oskar Pastior, Ion Pillat, Augustin Pop, Dumitru Radu Popescu Liviu Rebreanu, Georg Scherg, Eginald Schlattner, Dieter Schlesak, Frieder Schuller, Paul Schuster, Hellmut Seiler, Werner Söllner, Claus Stephani, Richard Swartz, Gregor von Rezzori, Wolf von Aichelburg, Richard Wagner, Joachim Wittstock, Erwin Wittstock, Heinrich Zillich. Eine Sammlung literarischer Texte über Siebenbürgen kann nur ein Nachruf sein. Siebenbürgen gibt es nicht mehr. Es gibt nur noch die Landschaft im Karpatenbogen, die ihr einst multinationales Gepräge in steinernen und papierenen Zeugnissen tradiert, jedoch nicht mehr lebt. Sie ist zum ruinenhaften Denkmal ihrer selbst erstarrt. Ein Nachruf auf Siebenbürgen kann nur eine Sammlung literarischer Texte sein. Auswählen bedeutet nicht nur, Geschriebenes an eigenen Kriterien zu messen, sondern auch, diese mit jedem neuen Text in Frage zu stellen. Was in diesem Buch steht, ist nicht das Beste aus und über Siebenbürgen, sondern das, was aus der Sicht des Herausgebers die »besten«, wenngleich oft verschwommenen oder schillernden Reflexe dieser verschwimmenden Landschaft ergibt. Literatur ist schließlich Zweifel in seiner schönsten Form.


Wieser Verlag
Gebundene Ausgabe
EUR 14,95
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Eine transsylvanische Reise: A
Dieter Schlesak
Eine transsylvanische Reise: Anders Reisen: Rumänien
Auf den Spuren der Erinnerung bewegt sich Dieter Schlesak durch einst vertraute Landstriche, deren Beschaffenheit und Bewohner vom umfassenden „posthistorischen“ Verwestlichungsprozess der letzten fünfzehn Jahre teils bis zur Unkenntlichkeit verändert und damit fremd geworden sind. Dieses Buch beschränkt sich aber nicht darauf, „Horror und Absurdität des neuen Zustands“ zu beschreiben, es sucht vielmehr, gerade die dunklen Kapitel der Geschichte im Hinblick auf die Gegenwart und mögliche Zukunftsperspektiven zu hinterfragen: „Eine Transsylvanische Reise. mehr ...


Edition Köln
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Habseligkeiten: Roman
Richard Wagner
Habseligkeiten: Roman
Dieser wichtige Roman steht in einer Erzähltradition, die Christa Wolf, Johannes Bobrowski und Uwe Johnson begründet haben. Richard Wagner verfolgt darin die Spuren einer kuriosen Familie, die seiner eigenen ähnelt. Über Generationen im rumänischen Banat ansässig, geraten diese kleinen Leute immer wieder in den Strudel der Geschichte, bis hin zum letzten Sproß, dem Erzähler Werner Zillich. Die Beerdigung des Vaters ist der Anlaß für Werner Zillich, sich die Geschichte seiner Familie vor Augen zu führen, einer schwäbischen Handwerkerfamilie im Banat. Die Müller, Pferdehändler oder Hausfrauen hatten keinerlei Einfluß auf das Weltgeschehen, dennoch hat es ihr Leben folgenreich beeinflußt. So berichtet Zillich vom Abenteuer einer Amerika-Auswanderung im 19. Jahrhundert und vom Liebesentzug eines zurückgelassenen Kindes; er erzählt von einer heimlichen Liebe im Arbeitslager der Nachkriegszeit und von der käuflichen Lust junger ungarischer Prostituierter unserer Tage.Richard Wagner beschreibt karge und traumhafte Landschaften, erzählt von Verrat und Korruption zu allen Zeiten und setzt den Menschen einer aussterbenden Familie mit diesem Roman ein wunderbares Denkmal. Indem er Gegenwart und Vergangenheit auf brillante Weise verschränkt, zeigt er uns das Leben in seinem ganzen Ausmaß, als komisches und trauriges Schauspiel.


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Der erste Hermannstädter war e
Johanna Letz
Der erste Hermannstädter war ein Räuber: Und andere unglaublich wahre Geschichten
Dieses kleine, bibliophile Buch erzählt von einem erinnerten Land - von Siebenbürgen. Dabei werden weder Klischee noch Pathos üblicher und volkstümelnder Heimatidylle bedient. Strahlende Helden, die große Bedrohungen durch große Taten abwehren, gibt es hier nicht. Als Protagonisten treten vielmehr kuriose Figuren auf: Ein hinkender Türke, ein zahnloser Räuber, ein fiedelnder Zigeuner, ein paar unerschrockene Frauen und eine Menge Tiere. Menschen haben Vogelnamen oder den "Hundeblick", ein Bär versteht Latein, Mäuse sind musikalisch, Grillen respektlos und der Fluss Zibin ist gar ein Gott. Die Erzählweise bewegt sich zwischen allen literarischen Stilen. Phantastische und märchenhafte Elemente stammen aus unterschiedlichen Quellen, aus russischer, rumänischer und deutscher Folklore, aus der Geschichte, Mythen und aus biographischen Erinnerungen der Autorin. Bedenkenlos und ironisch werden Zeitebenen und Sprachen zusammengeworfen: Rumänische Redensarten, siebenbürgische und deutsche Liedzeilen, der slawische Ortsname "Guschtscheritza" steht neben dem turksprachigen "Tschobanistan", eine Sibylle singt ein Heine-Lied und spricht in nordischem Stabreim und anderes mehr. Recht besehen handelt es sich bei diesen kuriosen Legenden um eine Verkehrung: Eine unheroische Hymne, ein so noch nie gehörter Lobgesang auf das alte Siebenbürgen, heiter und melancholisch, mit Ironie und mit Witz. Die leichten Pinselzeichnungen von Pomona Zipser verleihen diesem Buch seinen besonderen Glanz. Es ist in Text und Bild von derselben lächelnden Liebe getragen. Die Autorin Johanna Letz und die Künstlerin Pomona Zipser sind in Hermannstadt geboren. (Mechtild König-Kugler)

SbZ-Artikel: Über Menschen und Bären, über Götter und Räuber


Iconopoly
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Atemschaukel. Roman
Herta Müller
Atemschaukel. Roman


Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
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Siebenbürgen und die Siebenbür
Konrad Gündisch
Siebenbürgen und die Siebenbürger Sachsen (Studienbuchreihe der Stiftung Ostdeutscher Kulturrat)
Der Klappentext: "Siebenbürgen, ein vom Karpatenbogen festungsartig umschlossenes, fruchtbares Hochland im südöstlichen Mitteleuropa, gehörte im Laufe der Geschichte unterschiedlichen Staaten an, unter ihnen Ungarn und die Habsburger-Monarchie, seit 1918 Rumänien. Kennzeichnend ist die Vielfalt der hier lebenden Völker und Kulturen. Mitte des 12. Jahrhunderts wurden die Siebenbürger Sachsen angesiedelt und mit Vorrechten ausgestattet. Sie erbrachten beachtliche wirtschaftliche Leistungen, errichteten wehrhafte Städte und Kirchenburgen, schufen im Zusammenleben mit den anderen Völkern der Region - Rumänen, Ungarn, Juden u. a. - und in beständigem Kontakt zum westlichen Europa eine eigene Kultur. Der Zweite Weltkrieg und seine Folgen, insbesondere die kommunistische Diktatur, die ihnen Freiheit und Besitz raubte, haben diese kleine Bevölkerungsgruppe dezimiert."

SbZ-Artikel: Siebenbürgen-Buch von Konrad Gündisch neu aufgelegt


Langen-Müller
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Der siebenbürgisch-sächsische
Richard Schuller
Der siebenbürgisch-sächsische Pfarrer. Eine Kulturgeschichte (Schriften zur Landeskunde Siebenbürgens, Band 27)
Amazon-Kurzbeschreibung: Diese Standes- und Kulturgeschichte des sächsischen Pfarrers in Siebenbürgen, welche erstmals 1930 in nur wenigen Exemplaren erschienen ist, stellt – mit der vorreformatorischen Zeit beginnend – die vielfältigen Aspekte des Themas stringent und auf der Basis eines reichen Quellenfundus übersichtlich und klar strukturiert dar. Geschildert werden Studium, Pfarrwahl, Pfründe und Finanzen, Frömmigkeit, Liturgie, Ornat und Mode, Predigt, Sekten oder auch der Kirchenschlaf. Dabei lenkt der Autor seinen Blick auch auf zeitgenössische Parallelen in Mitteleuropa. Das Buch versteht die stil- und kulturbildende Kraft des evangelischen Pfarrhauses über Jahrhunderte hinweg – auch in der weithin volkskirchlich geprägten Diasporasituation der lutherischen Landeskirche Siebensbürgens – zu dokumentieren: Ein bis heute lesenswertes Kleinod siebenbürgischer Kirchengeschichtsschreibung. Als Festgabe für Paul Philippi zum 80. Geburtstag im Auftrag des Arbeitskreises für Siebenbürgische Landeskunde herausgegeben, mit einer Einführung und mit Registern versehen von Ulrich A. Wien. Über den Autor: Richard Schuller (1860–1932) war evangelischer Theologe in Siebenbürgen und hat zahlreiche Forschungen zur Kirchengeschichte vorgelegt.


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Die siebenbürgischen Landler.
Die siebenbürgischen Landler. Eine Spurensicherung.
Ihre fluchtartige Auswanderung aus Rumänien hat sie zuletzt wieder ins Blickfeld gerückt: die Landler, jene aus Österreich stammenden Protestanten, die man vor bald 270 Jahren nach Siebenbürgen "transmigrierte", um sie dort ihren siebenbürgisch-sächsischen Glaubensgenossen zu überantworten. Doch trotz der durch engste innerdörfliche Nachbarschaft bedingten Durchmischung mit diesen haben die Landler bis zuletzt an ihrer altösterreichischen Identität festgehalten, so dass Dialekt- und Bekleidungsschranken oft quer durch die Verwandtschaft gehen. Diesem Phänomen spürt der Sammelband in 25 vorwiegend sozialwissenschaftlichen Beiträgen nach, die in ihren Ergebnissen alle weit über den bisherigen Forschungsstand hinausgehen. Besonders hervorzuheben sind auch die authentischen Lebenszeugnisse von Betroffenen, die 1945 nach Russland deportiert wurden oder später Fluchtversuche aus der Ceausescu-Diktatur wagten. Unter ständiger Berücksichtigung der engen Einbettung der Landler in die multiethnische Nachbarschaft von Roma und Rumänen entsteht ein lebendiges Porträt dieser infolge von religiöser Intoleranz einst vertriebenen Menschen, deren weiteres Schicksal bis zu seiner Einmündung in das gegenwärtige Migrationsgeschehen nachgezeichnet wird.

SbZ-Artikel: Neuerscheinung über Siebenbürger Landler


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Kleine Geschichte Siebenbürgen
Harald Roth
Kleine Geschichte Siebenbürgens
Die Geschichte Siebenbürgens wurde bestimmt von Sonderentwicklungen gegenüber den Nachbarregionen, gleichwohl das Land nur auf anderthalb Jahrhunderte staatlicher Selbständigkeit zurückblicken kann. Am Schnittpunkt mehrerer Machtblöcke und Kulturen gelegen, sind in einer Geschichte ostmitteleuropäische genauso wie südosteuropäische und orientalische Einflüsse präsent, so dass eine eindeutige Zuordnung stets umstritten bleiben wird. Hier wird versucht, die Geschichte Siebenbürgens als Ganzes zu erfassen, die Positionen der verschiedenen Nationalhistoriographien der Rumänen, der Ungarn und Sachsen auf dem Wege einer Synthese zu überwinden. Dieser Überblick, ergänzt durch ein Kapitel zum Forschungsstand, ein bibliographischer Essay, eine Zeittafel und Karten, soll den Einstieg in die Thematik erleichtern und gleichzeitig schnelle Information und Orientierung bei Recherchen bieten.

SbZ-Artikel: Harald Roths Geschichte in zweiter Auflage


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