27. Januar 2004

Mit "Amazonas-Express" in Südtirol

Rund 120 junge und junggebliebene Siebenbürger Sachsen erlebten vom 15. bis 18. Januar 2004 eine Skiausfahrt nach Südtirol, von der sie sicher noch lange Zeit sprechen beziehungsweise zehren werden. Die allseits beliebte Musikband "Amazonas-Express" hatte ihre Freunde und Fans zum zweiten Mal auf die Hütte "Atlantis der Berge" in Maseben - in der Nähe des Reschenpasses gelegen - eingeladen.
"Amazonas-Express" ist bei vielen siebenbürgischen Jugendlichen zurzeit der Garant für hervorragende Stimmung. Ein randvoller Terminkalender sorgt für Auftritte bei unzähligen Bällen oder Hochzeiten. Beim Heimattag in Dinkelsbühl darf die Band im Festzelt mittlerweile nicht mehr fehlen. Sie versteht es, hunderte von jungen Leuten in Bombenstimmung zu versetzen, ohne jedoch die Nähe zu den Fans zu verlieren.

Open-Air-Konzert mit Amazonos Express auf der Eisbühne in Maseben
Open-Air-Konzert mit Amazonos Express auf der Eisbühne in Maseben

Eine lockere und unterhaltsame Atmosphäre kennzeichnete den Verlauf der gesamten viertägigen Ausfahrt nach Südtirol. Rund 65 Personen fuhren mit dem Bus aus Bietigheim nach Südtirol, wobei sie gemeinsam immer wieder bekannte Lieder anstimmten. Höhepunkt hierbei sollte das gemeinsame Singen auf dem Berg oberhalb der Hütte und das anschließende Aprés-Ski in der Hütte werden.

Ski gefahren wurde natürlich auch. Die Pisten, die zu fast 100 Prozent in siebenbürgischer Hand waren, waren auch für Anfänger gut befahrbar, auch wenn das wechselhafte Wetter manchmal die Sicht etwas behinderte. „Maseben und Amazonas-Express suchen den Superstar“ war eine abendfüllende Gaudi, an der sich viele jungen Leute mit kreativen Beiträgen beteiligten. In Anlehnung an die bekannte RTL-Show wurde eine mehr oder weniger fachkundige Jury zusammengestellt, die - ganz nach dem großen Vorbild - die Kandidaten auf die Schippe nehmen konnte. Pech für „Dieter Bohlen“ und die anderen Jurymitglieder, die ihre Sangeskünste nachher ebenfalls zu Gehör bringen mussten. Eine Augenweide war auch das Männerballett mit einem Auszug aus Tschaikowskys „Schwanensee“.

Höhepunkt des Wochenendes war das Open-Air-Konzert auf der Eisbühne vor der Hütte. Zum letzten Mal hörte man an diesem Wochenende die besten Hits von „Amazonas Express“ und vergaß für einen Augenblick, dass „ich mit meinen Sorgen nach Rhodos geflogen“ bin. Den siebenbürgischen Gästen dankte für ihren Aufenthalt in Maseben nicht nur der Hüttenwirt, sondern auch der Bürgermeister und sein Vize aus der im Tal liegenden Gemeinde Langtaufers.

Die Rückfahrt mit dem Bus gestaltete sich für die 65 Siebenbürger zu einer kulinarische Reise in die siebenbürgische Küche. Jeder nannte seine Lieblingssuppe, angefangen von „Lawend“ und „Kächen“ über die „Ciorbă de perişoare“ bis hin zur Hochzeitsnudelsuppe (in allen ihren mundartlichen Varianten), die am meisten genannt wurde.

Für das rundum gelungene Wochenende sei der Band „Amazonas-Express“ im Namen aller Teilnehmer gedankt. Ein besonderer Dank geht an Erhard Bartesch, den Kopf der Band, der diese vor zig Jahren im siebenbürgischen Großau gegründet hat und der für die Organisation der Skiausfahrt verantwortlich war.

Viel Erfolg wünschen wir der „Amazonas-Express“ im Juli dieses Jahres: Gemeinsam mit der Siebenbürgischen Jugendtanzgruppe Heilbronn werden die Musiker Botschafter des Kulturaustausches der Siebenbürger Sachsen über dem großen Teich auf dem amerikanischen Kontinent sein. Bei den Landsleuten in Kanada und den USA wird man siebenbürgisch-sächsische und deutsche Kultur präsentieren und am dortigen Heimattag der Siebenbürger Sachsen teilnehmen.

Rainer Lehni



Links zum Thema:

Homepage der Band "Amazonas-Express"
Bilder von der Ski-Ausfahrt

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