14. Juli 2020

Virtuelle Konzertreihe: Siebenbürgischer Orgelsommer

An die sommerlichen Orgelkonzerte hatte man sich gewöhnt und es als selbstverständlich genommen, dass sie regelmäßig stattfinden: sei es in Mediasch, an der eleganten Barockorgel von 1750, sei es in Schäßburg, wo zwei verschiedene Instrumente in neuem Glanz erklangen, in Heltau, in Michelsberg, in Kronstadt und in Hermannstadt sowie gelegentlich auch an anderen Instrumenten. Nun schweigen alle diese Orgeln. Die Kirchen haben zwar ihre Türen zögerlich geöffnet, viele Menschen dürfen aber gleichzeitig nicht hinein. Der siebenbürgischen Orgellandschaft ist eine Zwangspause auferlegt.
Mediascher Orgel. Foto: Martin Eichler ...
Mediascher Orgel. Foto: Martin Eichler
Um dem entgegenzuwirken, um das Interesse für unsere bunte Orgellandschaft wachzuhalten, um die Instrumente nicht lange ungenutzt zu lassen, wurde eine virtuelle Konzertreihe gestartet. Den Zauber echter Kirchenkonzerte kann sie nicht ersetzen. In diesen gefilmten Konzerten kann man aber Instrumente und Spielende aus ungewohnter Perspektive erleben. Wie sieht es innen in einer Orgel aus? Spielt man das Instrument wirklich mit Händen und Füßen?

Die Reihe ist etwas fürs Ohr und fürs Auge. Kurze Filme mit einer durchschnittlichen Dauer von 15 Minuten sollen die Königin der Instrumente ehren, ihr die Aufmerksamkeit sichern, die sie auch in schwierigen Zeiten verdient.

Die virtuelle Konzertreihe beginnt mit einem Porträt der Tartlauer Orgel, das seit Samstag, 4. Juli, 22.00 Uhr, über den YouTube-Kanal „Organs in Transilvania“ sowie auf der Facebook-Seite www.facebook.com/organsummer2020 abgerufen werden kann. Bis zum 19. September wird jeden Samstag um 22.00 Uhr ein neues siebenbürgisches Orgelporträt freigeschaltet.

Schlagwörter: Siebenbürgen, Orgeln, Konzertreihe, digital

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