5. September 2026

Sicherungsarbeiten in Meschen geplant

Am Sonntag, dem 14. Juni, in der Früh, kam es, wie in dieser Zeitung berichtet, an der Kirchenburg Meschen (Moșna) zu einem plötzlichen Einsturz eines Abschnitts der äußeren Ringmauer. Schon am darauffolgenden Montag trafen sich 14 Fachleute aus verschiedenen Institutionen, um den Schaden zu begutachten und das weitere Vorgehen abzustimmen. Nun teilt uns das Bezirkskonsistorium Mediasch weitere Einzelheiten mit, wie es in Meschen weitergeht.
Der Verfall an der Kirchenburg Meschen schreitet ...
Der Verfall an der Kirchenburg Meschen schreitet voran, aufgenommen im August 2026. Foto: privat
Am 25. Juni wurde die städtebauliche Genehmigung für das Vorhaben „Dringende Maßnahmen zur Sicherung der Anlage Moșna (nördlicher Bereich) und des Nordturms“ erteilt, wie die Projektmanagerin Ioana Veltan vom Mediascher Bezirkssonsistorium berichtet. Für die Ausarbeitung des erforderlichen technischen Gutachtens und der technischen Planung wurden Verträge mit vom Kulturministerium anerkannten und zugelassenen Fachleuten abgeschlossen. Auf Grundlage dieser Unterlagen konnte die Baugenehmigung für die Sicherungsarbeiten eingeholt werden.

Etwa drei Wochen später, am 12. August, wurde die Genehmigung für die dringenden Sicherungsmaßnahmen am Nordturm der Evangelischen Kirche in Moșna erteilt, schreibt Frau Veltan. Zwei Tage danach, am 14. August wurden die Unterlagen für einen Förderantrag beim Nationalen Institut für Kulturerbe (Institutul Naţional al Patrimoniului) im Rahmen des Programms „Timbrul Monumentelor – Sitzung I 2026“ eingereicht. Beantragt wurde eine Förderung in Höhe von 493000 Lei.

Laut Bezirkskonsistorium umfasst die Baugenehmigung folgende Maßnahmen:

– Durchführung der dringenden Sicherungsarbeiten, insbesondere die Montage von drei Metallringen (Metallgurten) am Nordturm;

– Errichtung einer neuen Abstützung an der Nordseite, ohne die bestehende Abstützung zu entfernen;

– Räumung des Bereichs von den durch den Einsturz entstandenen Trümmern sowie Sortierung und Sicherung des ursprünglichen historischen Materials, insbesondere Ziegel, Steinelemente und Holzteile;

– Überwachung und Kontrolle des Nordturms während der gesamten Ausführung der Arbeiten.
Wann die Renovierung losgeht, ist noch unklar, aber Projektmanagerin Veltan hofft, „dass wir die vorgesehenen Arbeiten bald beginnen können“.

An der Kirchenburg wurden in den letzten drei Jahrzehnten bereits umfangreiche Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten durchgeführt. Auch der früher gesprungene Turm, der an den betroffenen Mauerabschnitt grenzt, wurde gesichert und im Fundamentbereich konsolidiert.

Schon gleich nach dem Mauereinsturz hatte Pfarrer Ulf Ziegler, als Bezirksdechantenstellvertreter, erklärt: „Die Kirchenburg von Meschen ist ein wertvolles Kulturerbe unserer Region. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Anlage zu sichern und ihre Zukunft zu gewährleisten.“

Hans Königes

Schlagwörter: Meschen, Ringmauer, Sicherung

Bewerten:

5 Bewertungen: +

Noch keine Kommmentare zum Artikel.

Zum Kommentieren loggen Sie sich bitte in dem LogIn-Feld oben ein oder registrieren Sie sich. Die Kommentarfunktion ist nur für registrierte Premiumbenutzer (Verbandsmitglieder) freigeschaltet.