Hermannstadt – In der Nacht vom 13. Juni ist gegen 1.40 Uhr ein Teil der Nordmauer der Kirchenburg in Meschen (Moșna) eingestürzt. Eine Notfallmaßnahme am Nordturm wurde im Jahr 2017 mit Genehmigung des Kulturmisteriums durchgeführt, wobei die Arbeiten zur Stützung und Sicherung aus Mitteln des Bezirkskonsistoriums Mediasch finanziert wurden, teilte das Ministerium mit.
Mauereinsturz in Meschen. Foto: Ulf Ziegler (ADZ)
Nach einem Treffen am 15. Juni erklärte Pfarrer Ulf Ziegler, Dechantenstellvertreter im Kirchenbezirk Mediasch, für die Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien (ADZ): „Heute haben sich 14 Personen des Denkmalschutzes und Denkmalpolizei, Architekten, Statiker, Ingenieure, Vertreter des Bürgermeisteramts Meschen, der Kirchengemeinde und des Bezirkskonsistoriums Mediasch vor Ort getroffen, um den Schaden an der Burg in Meschen zu begutachten. Es wurde auch nach Ursachen gesucht. Die starke Witterung, der Pflanzenwuchs und die Vibrationen durch den Schwerverkehr, der an der Burg vorbei geht, sind festgehalten worden. An der Kirchenburg wurde in den letzten drei Jahrzehnten viel renoviert und restauriert. Auch der gesprungene Turm, der an den Mauerabschnitt angrenzt, wurde vorher bereits gesichert und im Bereich des Fundamentes konsolidiert. Der Einsturz der Mauer war nicht absehbar. Nun ist die Fläche provisorisch gesichert, und nach einem statischen Gutachten zum Turm kann mit den Aufräumarbeiten begonnen werden. In weiteren Schritten erfolgen weitere notwendige Gutachten und Vorschläge für die Sicherung oder sogar den Wiederaufbau des betroffenen Mauerabschnittes. Die Kostenfrage für den Wiederaufbau ist noch nicht geklärt.“
Über die weiteren Schritte werden die Evangelische Kirche A.B. in Rumänien und das Mediascher Bezirkskonsistorium zeitnah berichten.
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