Schlagwort: Russlanddeportation

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27. November 2022

Rumänien und Siebenbürgen

Namensliste der Deportierten veröffentlicht

Hermannstadt – In einer Pressemitteilung gab der Nationale Rat für das Studium der Archive der ehemaligen Securitate (CNSAS) bekannt, dass ein Index (Namensliste) der rumänischen Staatsbürger deutscher Volkszugehörigkeit online gestellt wurde, die am Jahresbeginn 1945 auf Anordnung der Alliierten Kontrollkommission zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion deportiert worden waren. Die Liste kann über den Link www.cnsas.ro/egd.html (von der Webseite www.cnsas.ro) eingesehen werden. mehr...

19. September 2022

Verschiedenes

Entschädigungsverfahren für politische Verfolgung in Rumänien: aktueller Sachstand

Die Rehabilitierung für politische Verfolgung in Rumänien (z.B. Deportation in die Sowjetunion oder die Bărăgan-Steppe, politische Verhaftung, Zwangswohnsitzverfügung etc.) wurde vom rumänischen Staat in den Gesetzen (DL) 118/1990 geregelt, durch Gesetz 211/2013 auf Betroffene im Ausland unabhängig von der Staatsangehörigkeit sowie durch die Gesetze 130/2020, Nr. 232/2020 auf Kinder von Betroffenen sowie durch Gesetz 71/2022 auf Stiefkinder ausgeweitet. mehr...

17. August 2022

Kulturspiegel

Aus jeder Situation das Beste machen: Erlebnisse aus dem Arbeitslager in Russland von Michael Herberth

Erinnerungen an die Russland-Deportation ab Januar 1945 – welche siebenbürgische Familie kennt sie nicht, die Erzählungen der Eltern oder Großeltern über die Zwangsarbeit, zu der auf Befehl Stalins alle deutschen Männer zwischen 17 und 45 sowie alle deutschen Frauen zwischen 18 und 30 Jahren aus Rumänien, Ungarn, Jugoslawien, Bulgarien und der Tschechoslowakei herangezogen wurden? Als „Reparationsleistung für die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg“ leisteten sie jahrelang Schwerstarbeit in der damaligen Sowjetunion, zumeist auf dem Gebiet der heutigen Ukraine; nicht wenige Deportierte starben an Hunger, Kälte oder körperlicher Überlastung. Wer aber wieder nach Haus kam, konnte erzählen, seine Erlebnisse vielleicht sogar aufschreiben, und das tat auch Michael Herberth, geboren 1909 in Großprobst­dorf, der fast fünf Jahre in Russland verbrachte. mehr...

19. Juni 2022

Kulturspiegel

Gewichtiges Zeitdokument der Russlanddeportation: Zur Vorstellung des Ausstellungskatalogs „Skoro damoi!“

Der Ausstellungskatalog „‚Skoro damoi!‘ Hoffnung und Verzweiflung. Siebenbürger Sachsen in sowjetischen Arbeitslagern 1945-49“ konnte pandemiebedingt erst im Rahmen des diesjährigen Heimattags vorstellt werden. Das Siebenbürgische Museum Gundelsheim hatte das Buch schon 2020 zum 75. Gedenken an den Beginn der Deportation herausgegeben. Die gleichnamige Ausstellung wird bis zum 3. Juli 2022 im Haus der Geschichte Dinkelsbühl präsentiert. Sie entstand in Zusammenarbeit des Siebenbürgischen Museums mit dem Haus der Geschichte Dinkelsbühl und dem Kulturreferat des Verbands der Siebenbürger Sachsen in Deutschland. Ausstellung sowie Katalog wurden gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und den Förderverein des Siebenbürgischen Museums. mehr...

23. April 2022

Verbandspolitik

Aktuelles bei Entschädigungsverfahren für politische Verfolgung: Zahlung an Stiefkinder ausgeweitet, Beweisregeln konkretisiert

Die Rehabilitierung für politische Verfolgung in Rumänien (z. B. Deportation in die Sowjetunion oder die Bărăgan-Steppe, politische Verhaftung, Zwangswohnsitzverfügung etc.), vom rumänischen Staat in den Gesetzen (DL) 118/1990 geregelt und durch Gesetz 211/2013 auf Betroffene im Ausland unabhängig von der Staatsangehörigkeit angewendet, wurde durch die Gesetze 130/2020 sowie 232/2020 auf Kinder von Betroffenen ausgeweitet. Durch das neue Gesetz 71/2022 wurden eine weitere Ausweitung für Stiefkinder des/der Verfolgten vorgenommen, die von diesem aufgezogen wurden, und die Beweisregeln konkretisiert. Weil viele Betroffene inzwischen sowohl den Genehmigungsbescheid der zuständigen Feststellungsbehörde AJPIS, als auch den Auszahlungsbescheid sowie die zugesprochenen monatlichen Geldzahlungen erhalten haben, andere Betroffene aber selbst nach vielen Monaten nach Antragstellung weiterhin warten, wollen wir erneut über Besonderheiten der Verfahren informieren. mehr...

8. April 2022

Verbandspolitik

Auch Stiefkinder werden entschädigt

Hermannstadt – Gegengezeichnet hat Staatspräsident Klaus Johannis das vom Parlament am 30. März d.J. verabschiedete Gesetz Nr. 71/2022, aufgrund dessen künftig auch die Stiefkinder von Personen entschädigt werden, die aus politischen Motiven verfolgt oder ins Ausland deportiert worden sind. mehr...

14. Januar 2022

Kulturspiegel

Das Leid ins Schöpferische umgewandelt: Irmgard Sedler eröffnet mit Vortrag Deportationsausstellung auf Schloss Horneck

Am 10. Dezember wurde in den Sonderausstellungsräumen des Siebenbürgischen Museums auf Schloss Horneck in Gundelsheim die Ausstellung „‚Das Laub gesammelt aus fünf Herbsten.‘ Kunst und Deportation“ eröffnet. Die bis zum 24. April 2022 gezeigte Präsentation geht der Verbindung von Kunst und Deportation der Siebenbürger Sachsen in den Arbeitslagern der Sowjetunion (1945-1949) aus mehreren Blickwinkeln nach. Den nachgeborenen Generationen soll das Thema der Zwangsverschleppung anhand der Kunst, die in den Lagern entstanden ist und solcher, die sich der kreativen Aufarbeitung der dortigen Geschehnisse in späteren Zeiten widmet, nahegebracht werden. Anlässlich der Ausstellungseröffnung hielt die Vorsitzende des Siebenbürgischen Museum e.V., Dr. Irmgard Sedler, den hier abgedruckten Vortrag. mehr...

13. Januar 2022

Verbandspolitik

Sie sind nun da, die Rosen für Hanjonkowa - Entschädigung für Russlanddeportierte als späte Anerkennung erfahren

In diesen Tagen jährt sich die Deportation der Siebenbürger Sachsen zum 77. Mal. Einer der vielen Versuche, dieses traumatische Ereignis aufzuarbeiten, wurde mit dem Artikel Rosen für Hanjonkowa, Entschädigung für Russlanddeportierte: Ende einer Odyssee? unternommen. Anfangs im kommunistischen Regime Rumäniens ein tabuisiertes Thema, für das man die Schuldigen immer anderswo suchte, wurde nach der Wende im Dezember 1989 dieses diskriminierende Unrecht an der deutschen Volksgruppe anerkannt. Für die Betroffenen, die dieses Wunder noch erleben durften, wurde für die Zeit der Deportation eine monatliche Entschädigungszahlung per Antrag genehmigt. Überraschenderweise wurde diese Entschädigung mit dem Ergänzungsgesetz Nr. 130 von August 2020 auf die Kinder der bereits verstorbenen Eltern ausgeweitet. Darüber und über die Schwierigkeiten der Antragstellung wurde in dieser Zeitung ausführlich berichtet. mehr...

18. Dezember 2021

Verbandspolitik

Steuerbefreiung für Kinder von Russlanddeportierten

Hermannstadt (ADZ) – Kinder von Russland- und Bărăgandeportierten müssen auch künftig keine Steuern zahlen. mehr...

29. November 2021

Kulturspiegel

Nachruf auf Mathias Kandler, Zeitzeuge der Russland- und Bărăgan-Verschleppung und banatschwäbischer Mundartdichter

„Hast du dort oben vergessen auf mich?/ Es sehnt doch mein Herz nach Liebe sich./ Du hast im Himmel viel Engel bei dir!/ Schick doch einen davon auch zu mir.“ Mit diesen ergreifenden Worten, dem Gesang eines deutschen Kriegsgefangenen, erinnerte sich der junge Mathias J. Kandler an seinen 16. Geburtstag, den er am 30. Januar 1945 – bereits in der Verschleppung in Dnjepropetrowsk – in einem Viehwaggon mit anderen Landsleuten, fern von seinen Lieben verbringen musste. Diese Zeit, die vielen furchtbaren und brutalen Erfahrungen in der Verschleppung bis zum Ende des Jahres 1949 und darüber hinaus im Bărăgan prägten unseren am 9. August im Alter von 92 Jahren verstorbenen Landsmann Mathias J. Kandler aus Johannisfeld ein ganzes Leben lang. mehr...

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