Ergebnisse zum Suchbegriff „1852“
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Zum 220. Jahrestag der Geburt Stephan Ludwig Roths
Stephan Ludwig Roth (1796-1849) gehört neben dem Humanisten und Reformator Johannes Honterus, dem Gubernator Siebenbürgens Samuel von Brukenthal, dem Bischof und Historiker Georg Daniel Teutsch sowie dem Vater der Weltraumfahrt Hermann Oberth zu den bekanntesten siebenbürgisch-sächsischen Persönlichkeiten. Er war Schulmann, Pfarrer, Publizist, Volkswirtschafter, Politiker. Über keinen anderen Siebenbürger Sachsen gibt es ein so umfangreiches Schrifttum wie über ihn. Es zählt annährend tausend Titel. Sein pulsierendes Leben und Werk hat dichterische Gestaltung gefunden in zahlreichen Gedichten und Liedern, in Erzählungen, in zwei Romanen und drei Dramen und Festspielen. mehr...
Zum 150. Todestag des Naturforschers und Lithographen Michael Bielz
Michael Bielz (1787-1866) gehört zu jenen siebenbürgischen Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts, die in der Kulturgeschichte dieses Landes bleibende Spuren hinterlassen haben. Er war der Begründer der ersten lithographischen Anstalt in Siebenbürgen. Hauptsächlich ihm verdankt der Siebenbürgische Verein für Naturwissenschaften zu Hermannstadt 1849 seine Gründung. Als Wissenschaftler hat er sich geologischen Untersuchungen und danach der Erforschung der Land- und Süßwassermollusken in Siebenbürgen gewidmet. mehr...
Streiflichter aus der Geschichte der Siebenbürger Sachsen
875 Jahre seit der Ansiedlung in Siebenbürgen / Sechste Folge: „Stille Jahre“, Vormärz, Revolution
Für die Herrschaftszeit von Franz II./I. (1792–1835), der auf die aufgeklärten, Reformen voranbringenden Absolutisten Maria Theresia, Joseph II. und Leopold II. folgte, hat der Historiker Heinrich von Treitschke den Begriff der „stillen Jahre“ geprägt. Still waren sie jedoch nur an der Oberfläche. Darunter brodelte es: Napoleon I. überzog Europa mit Krieg und Zerstörung, auch politischem und sozialem Wandel; das Heilige Römische Reich deutscher Nation zerfiel und wurde 1806 aufgelöst, an seine Stelle trat das 1804 proklamierte „Kaisertum Österreich“ (Franz war somit der letzte „römische“ und der erste „österreichische“ Kaiser, trug zwei Jahre lang zwei Kaiserkronen, ein absoluter Einzelfall in der Geschichte); die Völker Siebenbürgens, wie ganz Europas, wurden von einer Welle nationaler bis nationalistischer Begeisterung erfasst, die für heftige, in einem Blutbad gipfelnde Unruhen sorgte.
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Opfererfahrung verpflichtet zu Mitmenschlichkeit und Solidarität
Ulm – 25 Frauen und Männer stehen im engen Schulterschluss auf der Bühne, die, vor 70 Jahren zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion deportiert, die furchtbaren Lagerjahre überlebt haben: aufrecht, ungebrochen, selbstbewusst in ihrer kollektiven Haltung; die Gesichter vom Alter und zugestoßenem Schicksal gezeichnet; mitunter strahlende Augen in diesem Moment des Bewusstwerdens der ihnen zuströmenden öffentlichen Aufmerksamkeit und des mitmenschlichen Respekts, hier und jetzt. Diese Personengruppe steht zugleich stellvertretend für alle Angehörigen der sogenannten Erlebnisgeneration, denen die Teilnahme an dieser Zentralen Gedenkveranstaltung zur Deportation der Deutschen aus Südosteuropa in die Sowjetunion vor 70 Jahren, die am 17. Januar 2015 in Ulm stattfindet, nicht mehr möglich ist, weil sie nicht mehr am Leben sind oder die Anreise bei winterlichem Wetter aufgrund ihrer gesundheitlichen Verfassung nicht mehr auf sich nahmen. Ihrer aller wurde in dieser feierlichen Zusammenkunft im Haus der Begegnung gedacht. Über das retrospektive Erinnern hinaus stand die gegenwartsbezogene Frage nach den Konsequenzen aus dieser Geschichte im Raum, nach den heute abzuleitenden gesellschaftlichen, verantwortungsethischen Folgerungen. mehr...
Gedenktage 2014 aus der siebenbürgisch-sächsischen Musik
Auch in diesem Jahr standen einige siebenbürgisch-sächsische Musiker – Komponisten, Interpreten, Musikpädagogen, Musikwissenschaftler – auf der Gedenkliste, und wieder fällt auf, dass wir im Element Migration – wie überhaupt in der siebenbürgischen Musikgeschichte – ein durchgängiges Merkmal zu sehen haben. So zählen wir zu den Protagonisten des Musiklebens in Siebenbürgen und der siebenbürgischen Musikgeschichte nicht nur die gebürtigen Siebenbürger, deren zentraler musikalischer Wirkungsbereich sich in ihrer Heimat abspielte (nachdem sie von ihrem Studium im westlichen Ausland zurückgekehrt waren), sondern auch diejenigen, die in Siebenbürgen geboren wurden, ihre Karriere aber früher oder später ins Ausland (nach Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Ungarn, Rumänien oder Amerika) verlegten, genauso wie auch diejenigen, die aus deutschsprachigen Gebieten Zentral- und Osteuropas (Deutschland, Österreich, Zips, Böhmen, Slawonien oder Dalmatien) nach Siebenbürgen kamen, sich hier innerhalb eines überraschend gut aufgestellten, lebhaften, vielgestaltigen, intensiven und anregenden Musiklebens ihr Wirkungsfeld aufbauten und – wie der aus dem nordböhmischen Aussig stammende Hermannstädter Organist, Dirigent und Komponist Franz Xaver Dressler zu formulieren pflegte – „zu Siebenbürger Sachsen wurden“. Freilich gingen von den Eingewanderten ihrerseits zu allen Zeiten – bis nach Kriegsende 1945 – entscheidende neue Impulse aus, sie brachten „frischen Wind“ nach Siebenbürgen. mehr...
Erstes Heft in der Ära nach Balduin Herter
Die Siebenbürgische Familienforschung – nicht nur als Titel der hier vorzustellenden Zeitschrift zu verstehen – war, ist und bleibt untrennbar mit Balduin Herter verbunden. Er war die treibende Kraft bei der Gründung der Sektion Genealogie des Arbeitskreises für Siebenbürgische Landeskunde, hat die „Siebenbürgische Familienforschung“ als Publikation eben dieser Sektion ins Leben gerufen, das „Genealogische Archiv“ als Teil des Siebenbürgen-Instituts initiiert, das siebenbürgische Wappenarchiv betreut und vieles mehr. Mit einer Würdigung durch Harald Roth eröffnet die Ausgabe 2012 der Zeitschrift Siebenbürgische Familienforschung (SF), das erste Heft in der Ära nach Balduin Herter. mehr...
Zum 225. Geburtstag von Michael Bielz (1787-1866)
Michael Bielz gehört zu jenen siebenbürgischen Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts, die in der Kulturgeschichte dieses Landes bleibende Spuren hinterlassen haben. Er war der Begründer der ersten lithographischen Anstalt in Siebenbürgen. Hauptsächlich ihm verdankt der Siebenbürgische Verein für Naturwissenschaften zu Hermannstadt 1849 seine Entstehung. Als Wissenschaftler hat er sich geologischen Untersuchungen und danach der Erforschung der Land- und Süßwassermollusken in Siebenbürgen gewidmet. mehr...
Sieben Ordensritter in Siebenbürgen
Eine Festveranstaltung zum Thema „60 Jahre Heimattag, 800 Jahre Burzenland“ fand am 11. Juni in der St. Paulskirche in Dinkelsbühl statt. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann würdigte den Einsatz der ausgesiedelten Siebenbürger Sachsen sowohl in ihrer alten als auch neuen Heimat (siehe Festrede in Folge 10 vom 30. Juni 2011, Seite 4). Hon.-Prof. Dr. Konrad Gündisch, Leiter des Wissenschaftsbereichs Geschichte des Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Oldenburg, beleuchtete die Bedeutung des Deutschen Ordens, der vor 800 Jahren vom ungarischen König Andreas II. ins Burzenland berufen worden war. Die Feierstunde wurde durch ein niveauvolles Konzert des Jugendbachchors Kronstadt unter der Leitung von Steffen Schlandt umrahmt. Kulturelle Programmpunkte und Kulturgruppen des Heimattages wurden vom bayerischen Sozialministerium über das Münchner Haus des Deutschen Ostens gefördert. Gündischs Festrede wird im Folgenden im Wortlaut wiedergegeben. mehr...
Siebenbürgischer Forscher im Kaukasus
Zu den bedeutenden siebenbürgischen Forscherpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts, die fern von ihrer Heimat zu Ruhm und Anerkennung gelangten, gehört auch der Kronstädter Friedrich Bayern (1817-1886), dessen umfangreiche naturwissenschaftlichen Sammlungen die Gründung des kaukasischen Museums in Tiflis ermöglichten. Ab 1864 widmete er sich hier vorrangig archäologischen Untersuchungen und wurde durch seine erfolgreiche Tätigkeit auf diesem Gebiet zum Begründer der prähistorischen Forschung im Kaukasus- und Araratgebiet. mehr...
Bertha von Brukenthals "Missa Solemnis" wird in München aufgeführt
Als wir die Musikwoche der Gesellschaft für deutsche Musikkultur im südöstlichen Europa e.V. für 2010 vorbereiteten, konnten wir nicht erahnen, welche Wellen die Aufführung von Werken einer bisher verschollenen Komponistin schlagen würden. Obzwar man über wenige Informationen zum Wirken der Komponistin verfügte, ist es der Musikwissenschaftlerin Dr. Rita Fischer zu verdanken, dass wir heute nicht mehr vor einem Rätsel stehen. mehr...






