Ergebnisse zum Suchbegriff „Minderheit Deutsch“
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Stefan Sienerth: produktivster siebenbürgisch-deutscher Literaturwissenschaftler der Nachkriegszeit
Die meisten der Literaturhistoriker, -kritiker, Hochschullehrer und Kulturjournalisten, die in den 1960er Jahren, vor allem in deren zweiten Hälfte, als Neulinge die kleine rumäniendeutsche Szene betraten, erkletter(te)n im ersten Jahrzehnt des neuen Millenniums eine Alterstufe, die zu einer Bilanzierung ihrer Verlautbarungen und Aktivitäten unter Zensurzwängen, aber auch ihres Weiterwirkens nach dem Sturz der nationalkommunistischen Diktatur im Dezember 1989 geradezu herausfordert. Zu ihnen gehört nicht zuletzt der Jüngste unter ihnen, der am 28. März 1948 in der siebenbürgischen Gemeinde Durles geborene Stefan Sienerth, dem gleichermaßen ein immenser Fleiß, gewissenhafte Zielstrebigkeit und eine in langjähriger Arbeit erworbene Sachkompetenz dazu verhalfen, über Zeiten und Grenzen hinweg in seinem Fachbereich kontinuierlich wirken zu können. mehr...
Historischer „Akt deutscher und internationaler Solidarität“
Vor 25 Jahren, am 22. Oktober 1982, tagte in Bukarest unter dem Vorsitz Nicolae Ceaușescus der Staatsrat der Sozialistischen Republik Rumänien. Der Text des bei dieser Gelegenheit beschlossenen Dekrets wurde am 5. November 1982 vom kommunistischen Parteiorgan Scînteia, am 7. November von der deutschsprachigen Tageszeitung Neuer Weg, beide Bukarest, veröffentlicht. Er löste in den Staaten des Westens heftige Reaktionen aus und wurde hier unter dem Namen „Freikauf-Dekret“ bekannt und kommentiert. Hans Bergel, damaliger Chefredakteur der Siebenbürgischen Zeitung und Protagonist der rasch legendär gewordenen „Kundgebung vor dem Kölner Dom“ vom 4. Dezember 1982, erinnert an die Ereignisse, die die Siebenbürger Sachsen vor 25 Jahren auf die Straße gebracht haben.
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Im Spannungsfeld zwischen ethnischer Identität und Globalisierung
Besprechung eines Forschungsprojektes über 20 nationale Minderheiten in Rumänien: Wilfried Heller, Peter Jordan, Thede Kahl, Josef Sallanz (herausgeber, "Ethnizität in der Transformation. Zur Situation nationaler Minderheiten in Rumänien" (= Wiener Osteuropa Studien, herausgegeben vom Österreichischen Ost- und Südosteuropa Institut, Band 21), Lit. Verlag Berlin, Hamburg, London, Münster, Wien, Zürich 2006, 168 Seiten, Preis 14,90 Euro, ISBN 3-8258-9590-4. mehr...
Interview mit Radu Gabrea: "Erstaunliche Parallelen mit Eginald Schlattner"
Anlässlich der Verfilmung des Schlattner-Romans „Der geköpfte Hahn“ äußert sich der rumänische Regisseur Radu Gabrea u. a. über Heimatverlust und Geschichtsklitterung, aber auch die Berge und Wälder Siebenbürgens spielen in dem Gespräch, das Armin Pongs geführt hat, eine Rolle. Die internationale deutsch-rumänisch-österreichisch-ungarische Kinoproduktion „Der geköpfte Hahn“ hatte am 4. Juni auf dem Internationalen Filmfestival in Hermannstadt Premiere und ist am 31. August auch in österreichischen Kinos angelaufen. Das Echo der Filmkritik freilich ist durchwachsen, es reicht von Zustimmung („Ein engagierter Film“/Der Standard) bis Verriss („Eine nichtige Aufarbeitung“/Wiener Zeitung, „Seifenopernniveau“/Filmering). mehr...
Festival der Kulturen in Schäßburg
Das Festival ProEtnica 2007, eine Zusammenkunft der ethnischen Gemeinschaften in Rumänien, findet vom 17. bis 25. August in Schäßburg statt. Bereits zum siebten Mal können sich die insgesamt 20 offiziell anerkannten Minderheiten Rumäniens im Rahmen des Festivals, das von der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland und dem rumänischen Kulturministerium gefördert wird, präsentieren. mehr...
"ifa" fördert deutsche Minderheit in Rumänien
Das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) ist die älteste Mittlerorganisation des Auswärtigen Amtes. Seit Ende der achtziger Jahre fördert es im Auftrag des Auswärtigen Amtes auch die Bildungs-, Kultur- und Medienarbeit der deutschen Minderheiten in Mittel- und Osteuropa sowie in den GUS-Staaten. Über die Arbeit des ifa in Rumänien sprach Laura Schuppert mit dem Leiter des Referats Integration und Medien, Urban Beckmann. mehr...
50 Jahre deutsche Abteilung des Radu-Stanca-Theaters in Hermannstadt
Seit dem 7. Februar diesen Jahres leitet Anna Neamțu die deutsche Abteilung des Radu-Stanca-Nationaltheaters, die Ende November mit einer Ausstellung und mehreren Stücken sowohl ihr 50-jähriges Jubiläum als auch 425 Jahre deutsches Theater in Hermannstadt feierte. Mit Anna Neamțu sprach Ruxandra Stănescu. In Hermannstadt ist das deutsche Theater seit dem 16. Jahrhundert urkundlich belegt. 1788 wurde das erste Theater eröffnet, das im 19. Jahrhundert zum Stadttheater wurde. Mit dem Dekret Nr. 56771 ist am 17. November 1956 die deutsche Abteilung am Hermannstädter Staatstheater gegründet worden. mehr...
Heimatlosigkeit ein Phänomen unserer Zeit
Einen bemerkenswerten, pointierten Festvortrag zum Thema „Heimat und Heimatverlust“ hielt der Tübinger Historiker Prof. Dr. Dr. Harald Zimmermann am 8. Oktober in Freiburg, im Rahmen des diesjährigen Tages des Heimat, den die Kreisgruppe Freiburg der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in Deutschland ausrichtete. Im Folgenden wird der an Bezügen zu aktuellen politischen Themen, vor allem zur Integrationsdebatte, reiche Vortrag ungekürzt wiedergegeben. mehr...
Einmalig: Deutsche Sprache und Kultur in Rumänien
Vom 30. Oktober bis 3. November besuchte der baden-württembergische Innenminister Heribert Rech in seiner Funktion als Landesbeauftragter für Vertriebene, Aussiedler und Flüchtlinge die Städte Bukarest, Klausenburg, Mediasch, Hermannstadt und Temeswar. Zentrales Thema aller Begegnungen war die Förderung der deutschen Sprache in Schule, Wissenschaft und Kultur. Rumänien hat nach dem zweiten Weltkrieg die Schulen in deutscher Sprache nicht grundsätzlich verboten, so dass es auch heute noch viele Kindergärten, Grundschulen, Gymnasien und sogar Studiengänge an Universitäten in deutscher Sprache gibt; ebenso Zeitungen, Radio- und Fernsehsendungen und Berufstheater. mehr...
Mehr Notfälle als freie Plätze
Das Alten- und Pflegeheim "Dr. Carl Wolff" ist eine Einrichtung des Diakonischen Werkes in Rumänien e.V. Es wurde 1995 aus Mitteln der Bundesrepublik Deutschland zugunsten der deutschen Minderheit in Siebenbürgen gebaut. Auch das Sozialwerk der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen trägt regelmäßig mit Spenden für Medikamente und medizinische Hilfen bei. Seit kurzem gehört ein Hospiz zum Heim: Sterbenden und ihren Familien soll hier ein Abschied in Würde ermöglicht werden. Die Einrichtung hat Modellcharakter für das Land, ist sie doch eines der wenigen Hospize in ganz Rumänien. Ruxandra Stănescu führte das folgende Interview mit Ortrun Rhein, der Leiterin des Altenheim- und Pflegeheimes sowie des Hospizes. mehr...


