Ergebnisse zum Suchbegriff „Regional“
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Humanist und Königsrichter von Hermannstadt: Historische Dokumentation der Tagebuchaufzeichnungen von Johannes Lutsch
Die gefühlte und gelebte Verwurzelung mit der Heimat zieht sich wie ein wertvolles Band durch die ganze Geschichte der Siebenbürger Sachsen, verbindet zeitübergreifend Generationen und sollte deshalb in ihrem geschichtlichen Zusammenhang anerkannt und geachtet werden. In diesem Sinn lohnt es sich jederzeit, einen Blick auf die Vergangenheit mit ihren übermittelten Werten zu werfen, die Menschen anerkennend, die sie erfolgreich gestaltet und geprägt haben. Die unermüdlichen Historiker verbreiten wertvolles Zeitwissen, ohne es für eine Bereicherung durch die Entdeckung immer neuer Quellen einzugrenzen. Niemals können menschliche Erfahrungen so wirklichkeitsgetreu verstanden und nachempfunden werden wie aus der Lektüre eines Tagebuchs, der ehrlichsten aller Niederschriften, ein in chronologischer Abfolge verfasstes Selbstzeugnis einer erlebten Zeit mit Offenlegung ihrer subjektiv empfundenen Höhen und Tiefen. mehr...
Informationsreiche Kulturreferententagung auf Schloss Horneck
Gleichartiges aus unterschiedlichen Gründen und Stellen zusammenzutragen, um es an unterschiedlichen Orten aufzubewahren, das ist Sammeln. Auch Zusammenkommen ist (sich) sammeln. Überaus spannend wird es, wenn man sich sammelt, um über Gesammeltes zu referieren, sich auszutauschen, um mit einer reichen Sammlung an Handwerkzeug und guten Ideen wieder nach Hause zu fahren. Aus diesem Anlass hat die Bundeskulturreferentin des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, Dagmar Seck, Kulturreferenten und Referenten vom 19. bis 21. November auf Schloss Horneck in Gundelsheim eingeladen zur Tagung mit dem Thema „Die Kunst des Sammelns“. Die Tagung wurde von der Kulturreferentin für Siebenbürgen aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie vom Kulturwerk der Siebenbürger Sachsen aus Mitteln des Bayerischen Sozialministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert. mehr...
„Mit Liebe und viel Zeit“: Kochen und backen mit Rainer Klutsch und Irina Georgescu
Gleich zwei Kochbücher, die die siebenbürgische bzw. rumänische Küche zum Thema haben, sind in letzter Zeit im Cadolzburger Verlag ars vivendi erschienen: „Am Herd meiner Oma – Familienrezepte aus Siebenbürgen“ von Rainer Klutsch und „Carpatia. Eine kulinarische Reise durch Rumänien“ von Irina Georgescu. Klutsch entstammt einer siebenbürgisch-sächsischen Familie aus Weidenbach und lebt in der Nähe von Stuttgart, Georgescu wurde in Bukarest geboren, hat aber vor vielen Jahren ihren Lebensmittelpunkt nach Großbritannien verlegt. Beide eint die Liebe zu tradierten Familienrezepten aus ihrer ursprünglichen Heimat, die sie in ihren Büchern mit großer Leidenschaft präsentieren und mit vielen Genussmenschen teilen möchten. Die Gestaltung der Bücher trägt das Ihre dazu bei: Großformatige Fotos der Speisen und atmosphärische Landschaftsaufnahmen machen Lust darauf, die Rezepte auszuprobieren, der Verzicht auf Hochglanzpapier sorgt für eine angenehme Haptik und nimmt einem die Angst vor eventuellen Fettspritzern, weil die Bücher neben dem Herd liegen und wirklich benutzt werden, statt bloße Anschauungsobjekte zu sein. mehr...
Ausstellungsräume des Hauses des Deutschen Ostens München ab sofort virtuell zu erleben
Große Museen öffnen online und virtuell jedermann/jederfrau ihre Pforten, ihre Sammlungen, ihre Ausstellungen. Weltweite Begeisterung, da man am Vormittag das moderne Kuppeldach des British Museum (2013), als auch den dreisprachigen Rosetta-Stein aus dem Jahr 196 v. Chr. bewundern kann. Am gleichen Tag ist ein Schlendern im Louvre auf der Suche nach der Mona Lisa durchaus möglich. Und wenn man schon in Paris ist, besucht man auch das Atelier des Bildhauers Constantin Brâncuși im Centre Georges Pompidou. Moderne Welt generiert moderne Menschen und umgekehrt. Wer sich der Moderne entzieht, wird von der Zeit bestraft. So dachte auch das Haus des Deutschen Ostens (HDO) in München und ging online. Mehr noch, man kann die Ausstellungsräume virtuell erleben. Der Link zur Ausstellung: https://www.hdo-vr.de/Okt20/. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Jahrestagung der Frauenreferentinnen
Ende März fand die Online-Tagung des Landesfrauenreferats NRW statt. Eingeladen hatte die Vorsitzende Karin Roth zu dieser Veranstaltung – als Alternative zu den bereits seit über einem Jahr stark eingeschränkten kulturellen Aktivitäten. Fast alle nordrhein-westfälischen Kreisgruppen waren der Einladung gefolgt, so dass die Vertreterinnen den Nachmittag für einen regen Austausch nutzen konnten. Besonders freuten sich die Teilnehmerinnen über die Anwesenheit der Bundesfrauenreferentin Christa Wandschneider sowie, als Vertreterinnen des Vorstandes der Landesgruppe NRW, Kulturreferentin Heike Mai-Lehni und Chor-Referentin Gerda Gusbeth.
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„Unsere Phantasie lässt die Angst verblassen“: Die Regisseurin Brigitte Drodtloff spricht über ihre Arbeit in Zeiten des Lockdown
Die einjährige Corona-Pandemie hat die Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland massiv geschädigt. Veranstaltungen wurden abgesagt, Kultureinrichtungen und Kunststätten geschlossen, Projekte verschoben oder beerdigt. Mit katastrophalen Folgen für die gesamte Kulturbranche, so auch für die siebenbürgische Regisseurin Brigitte Drodtloff. Ihre Berufsausübung als freie Drehbuchautorin, Filmemacherin und Produzentin hat der Lockdown enorm eingeschränkt. Gleichwohl entspricht es nicht ihrem Naturell zu kapitulieren. Vielmehr hat die in München lebende Filmenthusiastin neue Projekte angestoßen, gar einen vom Lockdown inspirierten Film gedreht und aus ihrer Verbundenheit mit ihrer Heimat eine Firma in Hermannstadt gegründet, um internationale Filme nach Siebenbürgen zu holen. Im Interview von Christian Schoger mit der in Bukarest geborenen Regisseurin äußert Brigitte Drodtloff ihre Zuversicht, aus der Krise gestärkt herauszukommen. Die Kultur und insbesondere das Medium Film könnten durch Visionen und Kreativität einen wichtigen Beitrag leisten auf dem Weg in eine „neue Normalität“. mehr...
Im Werkstattgespräch: Julia Koch, Sammlungsbetreuerin am Siebenbürgischen Museum in Gundelsheim
In der vierten Folge ihrer Werkstattgespräche spricht Heinke Fabritius mit Julia Koch, Sammlungsbetreuerin am Siebenbürgischen Museum in Gundelsheim. Museumsarbeit ist ihr ein Herzensanliegen und nichts macht ihr mehr Freude, als für die Bestände eines Hauses Sorge zu tragen, sich um deren Pflege und Aufbewahrung zu kümmern. Ihr Haus ist das Siebenbürgische Museum, wo Julia Koch, Magistra der Mittelalter- und Neuzeit-Archäologie, seit einigen Jahren für die Sammlungen zuständig ist. Was genau das bedeutet und welche Tätigkeiten es umfasst, berichtet die Oberfränkin in diesem Interview. Neben der wissenschaftlichen Arbeit im Depot liegt auch die Betreuung des Aufsichtspersonals und des Bücherstandes am Museumseingang in ihrer Hand, ebenso wie sie für viele Gäste- und Besucheranfragen erste Ansprechpartnerin ist. In Gundelsheim trifft man sie dementsprechend häufig auf der Schlossstraße, wenn sie zwischen ihren Dienstorten pendelt und von den Museumsdepots im hellblauen Eckhaus auf mittlerer Höhe hinaufeilt zur Schausammlung auf Schloss Horneck.
In der Serie der Werkstattgespräche besucht Heinke Fabritius, Kulturreferentin für Siebenbürgen am Siebenbürgischen Museum, in loser Folge Ateliers, Übungs- und Arbeitszimmer und bittet die Akteure zum Interview.
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Neuauflage von Ruth Eders Sachbuch über Abschiedsschmerz-Bewältigung
Der Sachbuch-Bestseller „Ich spür noch immer ihre Hand – Wie Frauen den Tod ihrer Mutter bewältigen“ von Ruth Eder, das in der Mitte dieses durch seine Pandemieproblematik sensibilisierten Jahres in einer überarbeiteten Neuauflage erschien, beeindruckt durch ein vielseitiges und vielschichtiges Erfahrungs- und Betrachtungspanorama: wie Töchter den Tod der Mutter erleben, diesen Abschied wahrnehmen, bewältigen und den damit verbundenen langzeitigen Schmerz in ihrem weiteren Leben akzeptieren. mehr...
Corona-Ausbruch in Tönnies-Konzern: Wie winklerswurst in Rheda-Wiedenbrück die Krise bewältigt
Als größter Anbieter siebenbürgischer und rumänischer Wurstspezialitäten in Deutschland ist winklerswurst seit 2008 im nordrhein-westfälischen Rheda-Wiedenbrück ansässig. Die im Kreis Gütersloh gelegene 48 000-Einwohner-Stadt hat durch den Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies mit über 1500 infizierten Mitarbeitern unrühmliche Bekanntheit erlangt. Wie stark betrifft das Infektionsgeschehen mittel- oder unmittelbar den 45 feste Mitarbeiter zählenden Kleinbetrieb von Klaus Winkler? - Praktisch kaum, sagt Geschäftsführerin Teresa Winkler. Die 48-jährige Betriebswirtin und Ehefrau des gebürtigen Mediaschers Klaus Winkler ist Geschäftsführerin von winklerswurst. Die behördlicherseits verfügten Anordnungen, insbesondere die Schul- und Kita-Schließungen, beeinträchtigen jedoch die Betriebsorganisation. Zudem registriert Teresa Winkler in ihrem Wohnort Rheda-Wiedenbrück den in Protestaktionen bekundeten Zorn der Bürger, der sich vornehmlich gegen den Konzern Tönnies richtet. Neben den Herausforderungen der Corona-Krisenzeit muss der Betrieb nun zusätzlich mit den Auswirkungen der aktuellen Masseninfektion vor Ort umgehen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat am 23. Juni einen Lockdown für den Kreis Gütersloh verfügt. Hinzu kommt die grundsätzliche Debatte über die in Verruf geratene Schlachtbranche. Die Bundesregierung dringt auf ein weitgehendes Verbot von Werkverträgen. Sehr begrüßen würde das auch Theresa Winkler, die sich im nachfolgenden Interview mit Christian Schoger für noch weitergehende Reformen ausspricht. mehr...
Von der Liebe, Siebenbürgen in all seinen Facetten zu erforschen: Dr. Harald Roth neuer Vorsitzender des Arbeitskreises für Siebenbürgische Landeskunde
Der promovierte Historiker Harald Roth, 1965 in Schäßburg geboren und in Kronstadt aufgewachsen, wurde im Januar 2020 zum Vorsitzenden des Arbeitskreises für Siebenbürgische Landeskunde (AKSL) gewählt. Er tritt die Nachfolge von Dr. Ulrich A. Wien an, der das Amt 18 Jahre lang inne hatte. Ebenfalls ehrenamtlich ist Roth seit dreieinhalb Jahren Vorsitzender des Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturrates, nachdem er seit 2007 stellvertretender Vorsitzender des AKSL und des Kulturrates war. Hauptberuflich ist Roth seit 2013 Direktor des Deutschen Kulturforums östliches Europa in Potsdam. Im Interview mit Siegbert Bruss gibt er Auskunft über die aktuellen Vorhaben des Landeskundevereins. mehr...









