Ergebnisse zum Suchbegriff „Zwischen Grenzen Zeiten“

Artikel

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8. Dezember 2025

Kulturspiegel

Ein Haus unterwegs: Und bleibt in Katzendorf seit 200 Jahren

Das Haus steht an seinem Ort, nur die Besucher und Gäste sind unterwegs, manchmal von nah und immer wieder von fern. Und sie kommen, um Siebenbürgens Welt in Wort und Bild zu erfahren, zu genießen und stückweise mitzunehmen. Das Handy ruft über die Berge, man ist da, vorübergehend oder meilenweit angekündigt. 2025 neigt sich dem Ende zu, doch in der Dorfchronik ist seit eh und je nachzulesen: 1825 wurde das neue Pfarrhaus in Katzendorf errichtet und anschließend seiner Bestimmung übergeben. mehr...

30. November 2025

Interviews und Porträts

Amtsantritt als Bundesvorsitzende in Kanada: Rebecca Horeth im Gespräch

Rebecca Horeth ist seit dem 1. November neue Bundesvorsitzende der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in Kanada. 28 Jahre lang stand John Werner an der Spitze der Landsmannschaft; entsprechend groß sind die Fußstapfen, die er hinterlässt. Der Führungswechsel ist auch ein Generationswechsel. Wie John Werner (73), „ein starkes Vorbild“ für die Anfang Dreißigjährige, ist auch Horeth in Kanada geboren, in Ontario. Ihre Großeltern stammten aus Burghalle und Großschogen in Nordsiebenbürgen. Berufstätig als Buchhalterin, engagiert sich Rebecca Horeth seit einem Jahrzehnt in der Landsmannschaft: als Kulturreferentin (2015-19), Sekretärin (2019-22) und 1. stellvertretende Vorsitzende (2022-25). Wie Horeth im nachfolgenden Gespräch mit Christian Schoger betont, ist es ihr als Bundesvorsitzender besonders wichtig, „dass ich alle Siebenbürger Sachsen in Kanada und alle Mitglieder unserer siebenbürgischen Gemeinschaft hier vertrete, unabhängig von Alter, Wohnort, Interesse an Traditionen oder ­Engagement im Kulturbereich.“ mehr...

26. September 2025

Kulturspiegel

Seiltanz in den dünnen Lüften Europas

Anlässlich des 100. Geburtstages des siebenbürgisch-sächsischen Schriftstellers Hans Bergel (1925-2022) lud das Haus des Deutschen Ostens in München am 4. September zu einer Gedenkveranstaltung ein. Die Initiatorin der Feier, Elke Raschdorf-Bergel, war selbstverständlich anwesend. Als Auftakt wurde eine Sequenz aus dem letzten Interview, das Hans Bergel 2020 anlässlich seiner 95. Geburtstagsfeier dem HDO gegeben hatte, eingespielt. Anschließend wurden in Form eines Dialoges zwischen Dr. Lilia Antipow und Josef Balazs die wichtigsten Aspekte des Bergelschen Œuvres erwähnt. Der Festvortrag „Über den Tanzboden der Literaturen. Hundert Jahre seit der Geburt des ruhelosen Europäers Hans Bergel (1925-2022)“, den Josef Balazs zu diesem Anlass geschrieben hatte und im HDO hielt, wird im Folgenden wiedergegeben. mehr...

20. Juni 2025

Verbandspolitik

75. Heimattag der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl: Plädoyer für Frieden und Zusammenhalt

Unter dem Motto „Zusammen Seite an Seite“ feierten rund 16.000 Siebenbürger Sachsen ihren 75. Heimattag vom 6. bis 9. Juni in Dinkelsbühl. Ein reiches kulturelles Programm bot die Möglichkeit, sich mit der eigenen Geschichte und Tradition zu befassen sowie das Wiedersehen mit Landsleuten zu feiern. Trotz des immer wieder einsetzenden Regens nahmen 3.100 Trachtenträgerinnen und Trachtenträger, darunter erfreulich viele junge Leute, am Festumzug durch die mittelalterliche Altstadt teil. Das Motto des Pfingsttreffens nahmen zahlreiche Redner zum Anlass, den Zusammenhalt der Siebenbürger Sachsen und ihre begeisterte Kulturpflege zu würdigen. Sie sind ein Vorbild der europäischen Völkerverständigung und des Friedens in einer Welt, die von unheilvollen Entwicklungen bedroht wird. mehr...

15. Februar 2025

Kulturspiegel

Deportationsgedenken in Nürnberg: Vorträge, Lesungen, Film und Zeitzeugengespräch im Haus der Heimat

Unter dem Titel „Vor 80 Jahren: Deportation in die Sowjetunion“ trafen sich auf Einladung der HOG Bistritz-Nösen am Samstag, dem 25. Januar, von 10 bis 20 Uhr knapp 80 interessierte Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben im Haus der Heimat in Nürnberg zu einem Gedenksymposium mit mehreren Vorträgen, Lesungen, einer Filmvorführung und einem Zeitzeugengespräch. Informieren, Erinnern als Mahnung und Verpflichtung sowie Gedenken prägten den Tag. „Das war eine informative, ergreifende, eine gelungene, sowie auch recht fesselnde Veranstaltung. Am Ende war mir gar nicht bewusst, dass wir tatsächlich einige Stunden miteinander verbracht haben“, zog spontan eine Teilnehmerin nach zehn Stunden am Abend Bilanz. mehr...

3. Dezember 2024

Kulturspiegel

Wortlandstreicher: Pop Verlag mit Deutschem Verlagspreis ausgezeichnet

Wie macht er das bloß? Diese Frage kennen alle, die mit Traian Pop zusammenarbeiten, sie wird ihnen nicht nur von vielen Seiten gestellt, sie stellen sie sich auch selbst. Und Traian Pop steht ihr mutmaßlich jeden Morgen gegenüber, beantwortet sie jeden Tag neu – und weiß es immer noch nicht. „Dass ich mich persönlich immer als jemanden betrachtet habe, der das Risiko liebte, an die Grenzen ging und die Zäune zu weniger ausgetretenen Orten übersprang, war mir bisher kaum bewusst. Genauso wie ich nie vorhatte, ausgerechnet in die Falle zu tappen, um jeden Preis so sein zu wollen wie jene, die ich bewunderte, ohne … wirklich zu wissen, wer sie waren und was genau die Anziehungskraft auslöste, die meist kein logisches Argument schwächen konnte.“ mehr...

29. September 2024

Rumänien und Siebenbürgen

Predigt beim Großen Sachsentreffen: „Heimat ohne Grenzen“

In ihrer Predigt anlässlich des Großen Sachsentreffens am Sonntag, dem 4. August 2024, stellte Pfarrerin Bettina Kenst Heimat in der Zeit der Globalisierung in Frage: Enge vs. Geborgenheit. Grenzen vs. Fremde. Tradition vs. Neues. Ist Heimat ein Ort – oder vielmehr, was dieser Ort bedeutet? Geborgenheit, Vertrautheit, verstanden werden. Die Predigt wird leicht gekürzt wiedergegeben. mehr...

31. August 2024

Verbandspolitik

Völkerverständigung beim Tag der Heimat 2024 des BdV im Fokus

In einer Welt voller Konflikte und einem Europa, in dem wieder Krieg herrscht, hat der Bund der Vertriebenen (BdV) mit seinem diesjährigen Leitwort zum Tag der Heimat „Heimatvertriebene und Heimatverbliebene: Gemeinsam für ein friedliches Europa“ dazu aufgerufen, sich den Beitrag der deutschen Heimatvertriebenen und Aussiedler sowie der deutschen Minderheiten in den Heimatgebieten für den Frieden in Europa als Erbe und Auftrag bewusster zu machen. mehr...

30. August 2024

Kulturspiegel

Ethnische Mehrschichtigkeit, Koexistenz und Miteinander: Ein Gespräch mit Sänger Peter Maffay zum Großen Sachsentreffen 2024

Das Highlight des Großen Sachsentreffens war das Konzert, das der Musiker Peter Maffay in Hermannstadt/Sibiu gab. Er stammt aus Kronstadt und wanderte 1963 mit seinen Eltern nach Deutschland aus. Mit der Peter Maffay Stiftung engagiert er sich seit 2009 für vernachlässigte, beeinträchtigte und traumatisierte Kinder. Mit dem Konzert am Großen Ring trat der Musiker nun in Rumänien auf. Nach dem Festakt am Samstag, bei dem ihm der Ehrenstern der Föderation der Siebenbürger Sachsen überreicht wurde (siehe Bericht Zweites Großes Sachsentreffen in Hermannstadt: Geborgenheit. Vertrautheit. Verstanden werden), sprach die Redakteurin Aurelia Brecht von der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien (ADZ) mit ihm über seine Wurzeln, das Treffen und sein Bild von Rumänien. mehr...

5. August 2024

Verbandspolitik

Lange Reise mit sicherer Ankunft: Die Evakuierung aus Nordsiebenbürgen vor 80 Jahren und ihr Vermächtnis

Es geschah vor 80 Jahren: die Evakuierung bzw. Flucht der Deutschen aus Nordsiebenbürgen im Herbst 1944, die eigentlich mindestens fünf Jahre vorher am 1. September 1939 mit dem verbrecherischen Überfall Hitlerdeutschlands auf Polen begonnen hat, stellt der Verfasser des nachfolgenden Beitrags, Horst Göbbel, klar und bilanziert: Die Evakuierung forderte bei etwa 35.000 evakuierten Nordsiebenbürger Sachsen weniger als 100 verlorene Menschenleben – die Deportation von mehr als 70.000 Frauen und Männern aus Südsiebenbürgen im Januar 1945 in die Sowjetunion einen Blutzoll von etwa 14.000 Opfern. Göbbel, selbst während der Evakuierung in einem Viehwaggon in Ungarn geboren, plädiert in seiner Auseinandersetzung mit den historischen Ereignissen vor 80 Jahren für „ein Mindestmaß an Zuversicht“: „Manchmal muss etwas auch ertragen und bewältigt werden. Dabei ist Anpassungsfähigkeit gefragt, Erfahrungen der Vorfahren sind willkommen.“ mehr...