6. August 2020

Stimmen zum 90. Geburtstag des Ehrenvorsitzenden Dr. Wolfgang Bonfert

Dr. Wolfgang Bonfert mit Gattin Ingeborg beim ...
Dr. Wolfgang Bonfert mit Gattin Ingeborg beim Heimattag 1983 in Dinkelsbühl
Mit Dr. Wolfgang Bonfert verbindet mich ein langjähriges sehr gutes Verhältnis, das in die Zeit meiner Amtszeit als Bundesjugendleiter der Siebenbürgisch-Sächsischen Jugend in Deutschland (SJD) zurückgeht. Denke ich an Dr. Bonfert, fällt mir zuerst immer der Aufschwung der Jugendarbeit in unserem Verband ein. Als Beauftragter des Bundesvorstandes für Jugendfragen war er in den 1970er Jahren für die Wiederbelebung und den Aufbau der Jugendarbeit in der damaligen Landsmannschaft zuständig und engagiert. Sein Einsatz führte mit dazu, dass 1978 das erste erweiterte Jugendreferat der Landsmannschaft auf Bundesebene ins Leben gerufen wurde. Ganz wichtig ist die Gründung der Siebenbürgisch-Sächsischen Jugend in Deutschland (SJD) im Jahr 1986, die in seine Amtszeit als Bundesvorsitzender der Landsmannschaft fällt. Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des Bundesvorsitzenden hat sich Dr. Bonfert immer wieder für die Belange der Jugend interessiert und eingesetzt. Diese dankte ihm seinen zukunftsweisenden Einsatz 1998 mit der Verleihung des Siebenbürgisch-Sächsischen Jugendpreises.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein im Wirken von Dr. Wolfgang Bonfert ist die Gründung der Föderation der Siebenbürger Sachsen 1983, deren erster Präsident er wurde. Dieser Dachverband der siebenbürgisch-sächsischen Interessenvertretungen aus Deutschland, Österreich, Kanada, den USA und seit 1993 Siebenbürgen hat dazu geführt, dass wir heute eine hervorragende Zusammenarbeit unserer Verbände über Grenzen und Kontinente hinweg haben.

Auch zu Dinkelsbühl, dem Ort unserer Heimattage, hat Dr. Wolfgang Bonfert eine ganz besondere Beziehung. So wurde auch in seiner Amtszeit als Bundesvorsitzender 1985 die Partnerschaft zwischen der Stadt Dinkelsbühl und der Landsmannschaft besiegelt, eine Entscheidung, die bis heute ihre reichen Früchte trägt. Auch heute ist das Ehepaar Ingeborg und Dr. Wolfgang Bonfert ein in unserer Partnerstadt gern gesehener Gast, und das nicht nur während unserer Heimattage.

Ich wünsche unserem Ehrenvorsitzenden Dr. Wolfgang Bonfert im Namen des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland beste Gesundheit, weiterhin viel Elan und Kraft für den Einsatz für unsere siebenbürgisch-sächsische Gemeinschaft und noch viele schöne Jahre im Kreis seiner lieben Familie. Gleichzeitig gratuliere ich ihm zu seiner kürzlichen Ernennung zum Ehrenpräsidenten der Föderation der Siebenbürger Sachsen.

Rainer Lehni, Bundesvorsitzender



Herr Bonfert hat viel für die Siebenbürger Sachsen weltweit getan. Mit seinem Einsatz zur Unterstützung des Jugendlagers (seit 1971) und des Kulturaustausches (seit 1968) hat er viel geleistet, so dass wir noch heute festen Kontakt und Freundschaft unter uns Landsleuten in Deutschland, Österreich, Rumänien, den USA und Kanada haben. In allen Ländern freuen wir uns auf Zusammenkünfte durch diese Programme von Jung und Alt, ob im eigenen Land oder auf Besuch. Wir wünschen Herrn Bonfert weiterhin gute Gesundheit und viel Freude im Kreise seiner Familie und Freunde.

John Werner, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in Kanada



Ich kenne Dr. Wolfgang Bonfert seit etwa drei Jahrzehnten, bei allen unseren Begegnungen war er im Dienst der siebenbürgisch-sächsischen Gemeinschaft anwesend. Stets bewunderte ich seine geistige Frische – die Jahre schienen ohne Spuren an ihm vorbei zu gehen. Sein Interesse gilt den Siebenbürger Sachsen in ihrer Gesamtheit. Im Besonderen hat er auch unsere Entwicklung in Siebenbürgen nach 1989 verfolgt, und zwar mit Anteilnahme und Sympathie. Für unser Forum fand er Worte der Anerkennung und Ermutigung. Ich wünsche ihm weiterhin viel Gesundheit, er möge bleiben, wie er ist.

Martin Bottesch, Vorsitzender des Siebenbürgenforums



Selten im Leben hat man die Chance, einem so angenehmen und gefühlvollen Mentor zu begegnen. Seine Amtszeit als Bundesvorsitzender fiel in meinen schwierigsten Lebensabschnitt, das „Fußfassen im völlig neuen Umfeld“. Damals habe ich respektvoll wahrgenommen, dass es Menschen gibt, die sich vorbehaltlos der Weiterführung der Traditionen, Werte und der siebenbürgisch-sächsischen Gemeinschaft verschrieben haben. Von der aufwendigen Integrationshilfe nach dem Massenexodus1990 bis hin zum Sozialwerk begleitete mich immer einer von Bonferts ansteckenden Gedanken: „Wir sind aus der Kirchenburg herausgetreten, ohne diese aufzugeben oder zu vernachlässigen, aber wir können uns frei im Umfeld der Kirchenburg bewegen, um die schlummernden Energien – einem modernen Leben angepasst – einzusetzen.“

Dr. Johann Kremer, Vorsitzender des Sozialwerks



Es ist kaum zu glauben, dass Dr. Bonfert schon 90 Jahre alt wird. Was kann man über so eine hervorragende Persönlichkeit sagen? Ich habe ihn als Ehrenvorsitzenden bei den verschiedenen Tagungen kennengelernt und schätze ihn überaus. In meinen Augen ist er eine überaus integre Persönlichkeit, immer freundlich, hilfsbereit und kommunikativ. Ich habe nie erlebt, dass er jemanden verbal angegriffen oder beleidigt hätte. Seine Beiträge in Sitzungen sind wohlüberlegt und stets im richtigen Moment oder am richtigen Platz. Privat kenne ich ihn nicht, doch die wenigen Male, die wir in Dinkelsbühl beim Frühstück oder sonst mit dem Ehepaar Bonfert zusammensaßen, zeigten ein harmonisches, liebevolles Miteinander. Er hat ohne Zweifel eine Ehefrau, die ihm über all die Jahre den Rücken freigehalten hat und mit ihrer stillen Präsenz und Eleganz eine ideale Partnerin für ihn ist.

Die Gemeinschaft pflegen und weitertragen, neue Leute ins Boot holen und ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, war ihm bestimmt wichtig.

Christa Wandschneider, Bundesfrauenreferentin



Ich kenne Herrn Dr. Bonfert seit seiner Zeit als Bundesvorsitzender in den 1980er Jahren. Sehr gerne erinnere ich mich an unser erstes tiefer gehendes Gespräch in einem Münchener Lokal, zusammen mit Dr. Ernst Wagner, damals Vorsitzender des Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturrats. Herr Bonfert mit seinem phänomenalen Gedächtnis kann Zeit und Ort wohl näher bestimmen, jedenfalls erinnern wir uns auch heute gerne daran, wenn wir uns bei irgendeiner Gelegenheit wiedersehen. Seither hat er stets meinen ersten Eindruck bestätigt: Er hat klare, unzweideutige Standpunkte und Meinungen, er ist stets ruhig, souverän und weltoffen, er hört zu, geht auf andere Meinungen ein und schätzt die konstruktive Kontroverse. Gesprächen mit seiner Gattin und mit ihm sind eine Freude und ein Gewinn.

Hon.-Prof. Dr. Konrad Gündisch, Vorsitzender des Siebenbürgischen Kulturzentrums „Schloss Horneck“ e.V.



Kennengelernt haben wir Familie Bonfert bei den Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen der Siebenbürgen-Sachsen-Siedlung in Drabenderhöhe im Juni 1986. Der Bundesvorsitzende Dr. Wolfgang Bonfert besuchte die Feierlichkeiten und sprach beim Festakt ein Grußwort. Die Errichtung der Siedlung und die Entwicklung des Gemeinschaftslebens sah er als positives Beispiel der Heimatfindung. Bei allen nachfolgenden Jubiläen und Veranstaltungen war Dr. Bonfert auch nach seiner Zeit als Bundesvorsitzender ein gern gesehener Gast. Durch seine Anwesenheit zeigte er seine Verbundenheit zu seinen Landsleuten und ihren Einrichtungen. Die Kontakte zu den Menschen waren ihm immer sehr wichtig, um eine gemeinsame Basis für den Fortbestand der siebenbürgischen Gemeinschaft in den Kreis- und Landesgruppen zu finden.

Schon im nächsten Monat kam der Bundesvorsitzende erneut am 10. Juli 1986 beim Besuch des Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker nach Drabenderhöhe. Während der Gespräche beim Mittagessen konnte er den Bundespräsidenten über die aktuelle Lage in Siebenbürgen und die damit verbundenen Sorgen informieren.

In den Sitzungen des Bundesvorstandes, bei den Heimattagen in Dinkelsbühl sowie bei den Veranstaltungen des Verbandes gab es über Jahrzehnte Begegnungen und Meinungsaustausch über die Erhaltung und vielfältige Gestaltung des siebenbürgischen Kulturerbes im Einklang mit den anderen Institutionen. Ein wichtiger Schritt zur Erreichung gemeinsamer Ziele war die Gründung der Föderation der Siebenbürger Sachsen, die Bonfert 1983 initiierte und bis 1992 als Vorsitzender leitete. Den Bundesvorsitzenden und späteren Ehrenvorsitzenden unseres Verbandes haben wir stets als ruhigen, kompetenten und vermittelnden Gesprächspartner erlebt.

Zu Dinkelbühl, der schönen Stadt unserer Heimattreffen, und den jeweiligen Bürgermeistern hatte er eine besonders enge und für den Verband der Siebenbürger Sachsen fruchtbringende Beziehung. Dem Jubilar und Freund wünschen wir Gesundheit, Gottes Segen und noch viele schöne Momente im neuen Lebensjahr und dass er diese Momente im Kreise seiner Familie und auch noch oft in der siebenbürgisch-sächsischen Gemeinschaft genießen kann.

Enni und Harald Janesch, Drabenderhöhe



Herrn Dr. Wolfgang Bonfert habe ich über viele Jahre als wissenden, äußert sachlichen und mit unserer Gemeinschaft eng verbundenen Menschen kennen und schätzen gelernt. Wenn es um Fragen aus der Geschichte des Verbandes geht, ist er die beste und kundigste Adresse. Ohne irgendwo nachschlagen zu müssen, kann er meist auf den Tag genau mitteilen, wann angefragtes Ereignis stattgefunden hat, wer die Teilnehmer waren, was genau geschehen ist. Trotz dieses Detailwissens behält er das große Ganze im Blick. So ist ihm die Entwicklung innerhalb der weltweiten Föderation der Siebenbürger Sachsen (Mitbegründer 1983) und die Verbindung zu den Menschen unserer Partnerstadt Dinkelsbühl ganz wichtig. Dr. Bonfert erfährt innerhalb des Verbandes sowohl auf Bundesebene als auch in den Gliederungen großen Respekt und Anerkennung.

Ich könnte auch eine Begebenheit erzählen, die Dr. Bonferts sachliche Art dokumentiert: Während einer Bundesvorstandssitzung in den 90ern stritt man bereits ausgiebig um eine Maßnahme. Ich meldete mich auch zu Wort und machte darauf aufmerksam, dass die Geschäftsstelle sich außerstande sehe, die Maßnahme umzusetzen. Da stellte der Ehrenvorsitzende trocken fest, dass der Bundesvorstand nicht darüber befinde, ob der Geschäftsführer sich in der Lage sähe, die Maßnahme umzusetzen, sondern es werde darüber abgestimmt, ob die Maßnahme durchgeführt werden soll oder nicht. Für den Moment war ich ob dieses nüchternen Einwurfs sprachlos und auch etwas gekränkt. Im Nachhinein muss ich anerkennen, dass Dr. Bonfert recht hatte …

Ich wünsche dir, lieber Wolfgang, gute Gesundheit, Zufriedenheit und noch viele erfüllte Jahre! Ich danke dir herzlich für die freundschaftliche Begleitung während der letzten drei Jahrzehnte.

Erhard Graeff, Bundesgeschäftsführer a.D.



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Schlagwörter: Wolfgang Bonfert, Ehrenvorsitzender, Föderation, Bundesvorsitzender, Jubilar, Gratulation, Rainer Lehni, John Werner, Kanada, Martin Bottesch, Siebenbürgenforum, Kremer, Sozialwerk, Wandschneider, Janesch, Drabenderhöhe, Konrad Gündisch, Schloss Horneck

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