Kommentare zum Artikel

10. März 2013

Verbandspolitik

Die Gemeinschaft neu beleben

Bischof Reinhart Guib hat alle ausgewanderten Siebenbürger Sachsen aufgerufen, als „geistige Miterben“ die siebenbürgisch-sächsischen Kulturgüter zu erhalten. Eine Konsultation der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien mit dem Siebenbürgenforum und den siebenbürgisch-sächsischen Organisationen in Deutschland fand am 19. Februar 2013 in der Bundesgeschäftsstelle des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in München statt. Bundesvorsitzender Dr. Bernd Fabritius bekräftigte die Absicht des Verbandes, konzeptionell an ­einem weit gefassten „Masterplan“ mitzu­wirken. Es gehe dabei einerseits um eine Gesamtverantwortung für das sieben­bürgisch-sächsische Kulturerbe und andererseits um eine örtliche Verantwortung für Kirchenburgen, die vorwiegend von Heimatortsgemeinschaften wahrgenommen werde. mehr...

Kommentare

Artikel wurde 12 mal kommentiert.

  • gogesch

    1gogesch schrieb am 10.03.2013, 12:16 Uhr (um 12:20 Uhr geändert):
    Es geschehen doch noch kirchliche Wunder. Bischof Guib, der letztes Jahr in Birthälm Menschen die sich um unser Kulturerbe sorgten, noch in seiner offiziellen Ansprache an den Pranger stellte, will sich plötzlich um genau dieses Erbe kümmern. Entscheiden Sie sich bitte Herr Bischof, nach links oder nach rechts, es wäre für alle besser. Wunderbar, dass der gescheiterte Kirchenburgen-Projektmanager Cosoroaba weiterhin mit am Tisch von Bischof Guib und Dr. Fabritius sitzen darf. In jedem normalen Unternehmen wäre so einer hochkant rausgeflogen, aber die klamme evangelische Kirche in Siebenbürgen kann es sich leisten ihn im Hochlohnland Deutschland zu beschäftigen. Und plötzlich interessiert sich auch Dr. Fabritius für unsere Kirchenburgen und seine näheren Anhänger auch. Vielleicht kann ja die fabritiusnahe Michael Schmidt Stiftung neben unnötigen Bällen sponsorn oder sächsische Pfarrhäuser "zusammenprallen" auch was Vernünftiges tun. Und die HOG Verbandsvertreter sitzen auch, wie immer, am Tisch, wenn auch ohne weißes Sakko, ohne zu sagen was sie wirklich machen wollen.
    Ich frage mich: wäre ohne die Kulturerbegruppe auf Facebook dieses Treffen auch zu Stande gekommen, denn das Thema gibt es seit mindestens 10 Jahren?
  • gero

    2gero schrieb am 10.03.2013, 14:00 Uhr:
    In dem Entwurf ihres Strategiekonzeptes "Zukunft Kirche" erkennt die Ev.Kirche A.B. in Rum.an,(es folgt die Erleuchtung) "dass die ehemaligen, außerhalb Rum. lebenden Gemeindeglieder (die Weggelaufenen, die Volksverräter) geistige Miterben der Kulturschätze sind" und lädt sie zugleich ein, sich für deren Erhalt einzusetzen. (bitte zahlen!)

    Die "Guten" sind nicht gut genug um alles zu bewältigen.
    Dann stört es auch nicht, wenn man an allen möglichen und unmöglichen Tröpfen hängt, Hauptsache man plustert sich auf und stolziert mit goschwollenem Kamm.


  • Melzer, Dietmar

    3Melzer, Dietmar schrieb am 10.03.2013, 14:18 Uhr:
    Kirchenburgen die dem Verfall preisgegeben sind:

    Kirchenburg aus Großschenk/Harbachtal
    Kirchenburg aus Streitfort/Altland/Repser Gegend
    Kirchenburg aus Felldorf/Weinland/Kokelgebiet
    Kirchenburg aus Wölz
    Kirchenburg aus Draas/Altland/Repser Gegend
    evang. Kirche aus Reps im Altland

    Und so kann diese Liste weiter aufgeführt werden und es geschieht einfach gar nichts.....
    Es sei denn noch, dass eine Liste mit den sturtzgefährdeten und restaurierungsbedürftigen Kirchenburgen aus ganz Siebenbürgen erstellt wird, nach Regionen und Trachtenlandschaften.
  • Melzer, Dietmar

    4Melzer, Dietmar schrieb am 10.03.2013, 15:43 Uhr:
    Beispiele dem Verfall bedrohte Kirchenburgen aus ganz Siebenbürgen gibt es unter folgendem LINK: http://www.biserici.medievistica.ro/texte/biserici-in-pericol/biserici-in-pericol.html
  • orbo

    5orbo schrieb am 10.03.2013, 21:30 Uhr:
    Dass ich das noch erleben darf! Die ev. Landeskirche sucht nun Unterstützung und nicht nur Spender. Die letzten 20 Jahre hieß es doch immer, dass die gewachsenen Aufgaben mit gleichzeitig stark reduzierten Ressourcen nicht optimal bewältigt werden können... Hoffentlich bleibt der Verband nun dran, damit die lange Liste von Dietmar Melzer nicht noch länger wird.
  • gogesch

    6gogesch schrieb am 11.03.2013, 08:10 Uhr:
    Ich hab in diesen Foren schon vor vielen Jahren eine Stiftung nach Vorbild der Stiftung der Bibliothek in Gundelsheim ins Gespräch gebracht. Der Ansatz ist heute noch gültig.
  • orbo

    7orbo schrieb am 11.03.2013, 09:07 Uhr:
    Der Werterhalt der Kulturgüter im Rahmen einer Stiftung bleibt ein höchst praktikabler Weg. Er wurde bereits für die ehem. Sommerresidenz von Brukenthal in Freck umgesetzt, wobei man dort einer testamentarischen Forderung nachgekommen ist. Wesentlich ist aber, dass sich diese Form bewährt hat, wenn auch "hiesch hämlich".

    Die Frage einer Stiftung muss aber meines Erachtens vorab die ev. Kirche als Eigentümerin klären, da die Kulturgüter zu unterschiedlichen Kirchenbezirken gehören...

    Die Klärung der Organisationsform bleibt aber unerlässlich, wenn man von dem (bisherigen) Weg tatsächlich weg möchte, wonach die Kirche Spenden und Fördermittel gerne entgegennahm aber dann ausschliesslich selber - mitunter nicht nachvollziehbar - entscheiden wollte, wie es zu verwenden sei...
  • martini295

    8martini295 schrieb am 13.03.2013, 10:30 Uhr:
    Falls noch nicht darüber nachgedacht wurde: Die Robert-Bosch-Stiftung konzentriert sich im Moment auf die Vökerverständigung und Kulturförderung mit Osteuropa.
    Möglicherweise wäre das eine geeignete Unterstützung.

    http://www.bosch-stiftung.de/
  • Wanderer

    9Wanderer schrieb am 24.04.2013, 09:42 Uhr:
    Die Idee, was man machen möchte wäre ja nicht schlecht, aber es kommt alles zu spät, es sind über zwanzig Jahre vergangen seit der großen Auswanderung, es hat sich zu viel verändert(auch wenn man es nicht glauben möchte). Von einer Gemeinschaft der SBS kann man nicht mehr sprechen, vieleicht von einer deutschen Gesellschaft. Aber dennoch wünsche ich ein gutes Gelingen der Projekte die man vorhat.
  • orbo

    10orbo schrieb am 25.05.2013, 14:23 Uhr:
    Die Ankündigungen und Zwischenberichte in diesem Artikel dürfte auf so manche Interesse unter den Lesern gestoßen sein.

    Gibt es zweieinhalb Monate danach und vor den bevorstehenden Sommerferien/Urlaubszeit neue, weiter gereifte Informationen dazu?
  • gogesch

    11gogesch schrieb am 28.05.2013, 13:05 Uhr:
    Die Fragen von orbo möchte ich auch unterschreiben.
  • Wanderer

    12Wanderer schrieb am 13.06.2013, 03:37 Uhr (um 03:40 Uhr geändert):
    Der Titel wäre treffender gewessen „Die Gemeinschaft der Evangelischen Kirche neu beleben“, dazu gehören Menschen (Mitglieder). Viele nach Deutschland Ausgewanderte haben noch die Häuser in Siebenbürgen, bald geht nun eine Generation in den Ruhestand, brauchen dann nicht mehr in Miete zu wohnen und einige werden sich zurückziehnn in ihre Häuser nach Siebenbürgen, in der Europäischen Union, sodass die EKR Verstärkung bekommen wird. Wünsch der Evangelischen Kirche in Rumänien eine Zukunft.

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