11. Februar 2009

Papst Benedikt XVI. würdigt Martin Luther

In der Aufregung um die Aufhebung der Exkommunikation von Bischof Richard Williamson, einem Holocaust-Leugner aus der traditionalistischen Pius-Bruderschaft, ist ein anderer wichtiger Schritt Papst Benedikt XVI. in den deutschen Medien fast vollkommen untergegangen: die Würdigung des Reformators Martin Luther.
In der Generalaudienz vom 4. Februar 2009 äußerte sich das Oberhaupt der katholischen Kirche vor mehreren tausend Pilgern in Rom positiv über den Reformator Martin Luther. Darüber berichtete Radio Vatikan am gleichen Tag in seinem deutschen und in seinem rumänischen Programm.

Luther habe, so der Papst in seiner Katechese in italienischer Sprache, den Apostel Paulus sehr genau studiert. Durch seine Paulus-Auslegung, vor allem durch seine Interpretation des Römerbriefs, habe der Reformator ein „neues Verständnis der Rechtfertigung formuliert“. Sie sei zur Grundlage des Protestantismus geworden.

Radio Vatikan zufolge sagte Papst Benedikt in der Generalaudienz, dass sich die katholische und protestantische Auslegung des Apostels Paulus „besonders in den letzten 200 Jahren“ aufeinander zubewegt habe, „so dass es zu einem wichtigen Konsens gerade in dem Punkt gekommnen ist, der den historischen Gegensatz begründete“. Dies, so Benedikt XVI., sei „eine große Hoffnung für die Ökumene“, die dem Zweiten Vatikanischen Konzil so wichtig gewesen sei.

Ernst Meinhardt

Schlagwörter: Kirche und Heimat, Ökumene

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Neueste Kommentare

  • 12.02.2009, 13:03 Uhr von pedimed: okay [weiter]
  • 12.02.2009, 11:46 Uhr von agnes: Die Glaubensentscheidung für das "Lutherische" Bekenntnis war nicht gemeint - die ist für die ... [weiter]
  • 12.02.2009, 11:31 Uhr von pedimed: Die Glaubensentscheidung fand erst knapp 400 Jahre nach der Auswanderung statt.Zur Zeit der ... [weiter]

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