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29. September 2026

Kulturspiegel

Heike Schuster mit „Gleis 3“ auf Tour/Tanzstück zur Deportation in Süddeutschland, Italien und Frankreich

Freiburger müsste man sein! Menschen aus dem Breisgau hatten bereits im letzten Dezember die Gelegenheit, sich Heike Schusters abendfüllende Tanzperformance „Gleis 3 – Auf den Spuren von Rosa Lukesch“ anzusehen. Alle anderen mussten warten und hoffen, dass sie sich mit dem Stück auf Reisen begibt. Und genau das tut sie im Herbst 2026 – innerhalb Süddeutschlands und sogar ins Ausland. mehr...

28. August 2026

Kulturspiegel

Historiker sucht Zeitzeugenberichte zur rumäniendeutschen Zeitgeschichte

Der Historiker George-Ciprian Lungu, rumänischer und italienischer Staatsbürger, sucht für einen Beitrag im Rahmen einer Konferenz in Lwiw Berichte von rumäniendeutschen Zeitzeugen zu historisch einschneidenden Ereignissen ab dem Zweiten Weltkrieg. mehr...

5. Juli 2026

Verbandspolitik

Entschädigungszahlungen für Russlanddeportierte: Rumänien verzichtet auf Zehn-Prozent-Abzug / Verband hilft bei Rückforderung

Die positive Nachricht betrifft die Entschädigungszahlungen für Russlanddeportierte: Rumänien verzichtet auf die Einbehaltung von Beiträgen zur rumänischen Krankenversicherung von Leistungen an Berechtigte mit Wohnsitz im Ausland (Zehn-Prozent-Abzug). Wie die Nationale Rumänische Rentenbehörde mit Schreiben vom 22. Mai 2026 an Rechtsanwalt Dr. Bernd Fabritius (München) mitteilt, folgt die Behörde damit der vorgetragenen Argumentation und hat durch Erlass der Präsidenten beider beteiligten zentralen Behörden CNPP und CNAS Nr. 64/751/ 2026, veröffentlicht im Amtsblatt (Monitorul Oficial al României, Partea I, nr. 404/13.05.2026), die regionalen Behörden angewiesen, die Kürzung zu unterlassen. mehr...

18. Juni 2026

Kulturspiegel

Schwarze Pfingsten 1951: 75 Jahre seit der Bărăgan-Deportation

Das Orthodoxe Pfingstfest des Jahres 1951, auch „Rusaliile negre“ (Schwarze Pfingsten) genannt, war der wohl dunkelste Tag im Kalender der Banater Bevölkerung. mehr...

2. Februar 2026

Verschiedenes

Russland-Verschleppung 1945-1949: Erinnerungen von Hans Schneider aus Großkomlosch/Banat, bearbeitet von seinem Sohn Walter Schneider

Nach der Kriegswende von Stalingrad errechnete die UdSSR in der Vorbereitung für die Teheran-Konferenz, dass Deutschland und die anderen feindlichen Länder der Sowjetunion Reparationszahlungen von ca. 70-75 Milliarden US-Dollar schulden würden. Die Hälfte davon sei in Form „deutscher Arbeitskraft“ über zehn Jahre zu leisten. Der amerikanische Außenminister Anthony Eden und Winston Churchill meinten im Herbst 1944 anlässlich ihres Besuchs in Moskau, „Why are we making a fuss about the Russian deportation in Roumania of Saxons und others?“(Warum so viel Aufsehen machen über die russische Deportation der Sachsen und anderer?). Sie vertraten aber auch die Meinung, dass drei bis fünf Jahre ausreichend seien. mehr...

31. Januar 2026

Kulturspiegel

Werkstattgespräch von Heinke Fabritius, Folge 15: Heike Schuster anlässlich der Premiere ihrer Tanzperformance GLEIS 3 – Auf den Spuren von Rosa Lukesch

Es war am 18. Januar 2025, als Heike Schuster ihre bewegende Tanzperformance GLEIS 3 erstmals einem größeren Publikum vorstellte. An diesem Tag lud der Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland gemeinsam mit der Landsmannschaft der Banater Schwaben und den beiden für diese Regionen zuständigen Kulturreferentinnen in das Stadthaus in Ulm zum Gedenken an 80 Jahre Deportation der Deutschen aus Südosteuropa ein. Es war eine besondere Veranstaltung. Denn acht Jahrzehnte nach den Ereignissen, der gewaltsamen Verschleppung zur Zwangsarbeit in die ehemalige Sowjetunion, lebten kaum noch Zeitzeugen, die aus eigenem Erleben über das Geschehen hätten berichten könnten. mehr...

14. Januar 2026

Rumänien und Siebenbürgen

Symposium zum Thema „Deportationen nach ethnischen Kriterien – ein zentrales Element totalitärer Regime?“

Der breiten Öffentlichkeit bekannt sind die Verbrechen des Nazi-Regimes: die Extermination der jüdischen Bevölkerung und anderer unerwünschter Gruppen in Vernichtungslagern. Vertraut ist man – in Rumänien, und seit Herta Müllers Roman „Atemschaukel“ auch darüber hinaus – mit der Verschleppung der deutschen Minderheit nach Russland oder den nicht ethnisch motivierten Zwangsumsiedlungen in die Bărăgan-Steppe im Kommunismus. Von der Deportation der Juden und Roma nach Transnistrien haben viele zumindest schon gehört. Der Bevölkerungsaustausch mit Bulgarien, die „Heimholung“ der Deutschen aus Osteuropa „ins Reich“ oder gar die Deportation ethnischer Ungarn aus Siebenbürgen sind jedoch weniger präsent im Massenbewusstsein. Dabei war Deportation – obwohl man sie früher nicht so genannt hat, sondern „Bevölkerungsaustausch“, „Evakuierung“ oder „Repatriierung“ – im 20. Jahrhundert ein europäisches Phänomen. Millionen von Menschen wurden zwangsumgesiedelt: im Sinne der ethnischen Homogenisierung von Nationenstaaten. Zur Abstrafung eines Volks. Aus Rache für einen Krieg. Zur besseren Kontrolle von „Staatsfeinden“. mehr...

13. Januar 2026

Verschiedenes

Deportierte Maria Schnäp erinnert sich: Aushebungen am 13. Januar 1945 in Großau

Im Januar 1945 wurden 30 000 Frauen und Männern aus Siebenbürgen unter unmenschlichen Bedingungen zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion verschleppt. Dazu gehörte Maria Schnäp, geboren am 12. April 1925 in Großau. Sie war zweieinhalb Jahre lang deportiert, wurde krankheitsbedingt nach Deutschland, Zwickau, entlassen und zog später nach Bayern um. Nach ihrem Tod am 14. Juli 2024 in Germerswang fand ihr Sohn Mathias Schnäp bei Aufräumarbeiten unterm Bett die folgenden Aufzeichnungen. mehr...

11. Januar 2026

Kulturspiegel

Neue Sachlichkeit aus dem Gulag: Zu einem Bildnis des Sängers und Theatermannes Ernst Herberth Groh aus der Zeit seiner Deportation

Erst vor wenigen Monaten wurde die Neue Sachlichkeit, die dominierende Stilrichtung der 1920er Jahre, mit einer großen Ausstellung der Kunsthalle Mannheim gefeiert – genau dort, wo 1925 alles mit einer von Gustav F. Hartlaub kuratierten Gemäldeschau begonnen hatte (den Begriff hatte er gleich miterfunden). Hier soll es um ein Porträt gehen, das zwei Jahrzehnte später entstand, aber dennoch etwas von der Magie verströmt, die von den damals gemalten Bildern ausging (weshalb Kunsthistoriker auch von Magischem Realismus sprechen). Was insofern überraschend ist, als es in der Russland-Deportation und mithin unter prekärsten Bedingungen entstanden ist. mehr...

5. Januar 2026

Verschiedenes

Rotes Kreuz soll Suchdienst bis 2028 fortsetzen

Der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes (https://www.drk-suchdienst.de/) ist eine der wichtigsten Auskunftsstellen für die Klärung von (oftmals tragischen) Schicksalen der Beteiligten am Zweiten Weltkrieg und der sich daran anschließenden Entwicklungen wie Vertreibung und Deportation. mehr...

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