5. Januar 2026

Rotes Kreuz soll Suchdienst bis 2028 fortsetzen

Der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes (https://www.drk-suchdienst.de/) ist eine der wichtigsten Auskunftsstellen für die Klärung von (oftmals tragischen) Schicksalen der Beteiligten am Zweiten Weltkrieg und der sich daran anschließenden Entwicklungen wie Vertreibung und Deportation.
Während das Deutsche Rote Kreuz für diesen Suchdienst seinen umfangreichen Datenbestand, die einschlägige Erfahrung sowie die weltweiten Kontakte einbringt, erfolgt die Finanzierung des Auskunftsdienstes aus dem Bundeshaushalt. Ein Ende dieser Finanzierung (und damit vermutlich auch des Suchdienstes) ist seit mehreren Jahren im Gespräch; begründet wird dies mit der sinkenden Zahl von Anfragen aufgrund des zeitlichen Abstandes zu den tragischen Ereignissen in der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Das seitens der Bundesregierung federführende Innenministerium hat ursprünglich den Auslauf der Finanzierung für das vorige Jahr angekündigt. Die (Ampel-)Regierung hat diesen Beschluss dahingehend revidiert, dass der Suchdienst bis 2028 finanziert werden soll. Die entsprechende Haushaltsplanung ist wegen des Zerfalls der Regierung von Olaf Scholz nicht mehr vom Deutschen Bundestag verabschiedet worden.

Das Deutsche Rote Kreuz hat nunmehr auf Anfrage mitgeteilt, dass in der mittelfristigen Planung des Bundes die Finanzierung des Suchdienstes in seiner Teilaufgabe Schicksalsklärung Zweiter Weltkrieg bis einschließlich 2028 vorgesehen ist. Der Bundestag entscheidet, ob aus dieser Planung Realität wird. Auch wenn es durch die sich abzeichnende Verlängerung des Suchdienstes scheint, als sei ausreichend Zeit für einen Suchauftrag, sollte damit nicht zugewartet werden. Die volatile Haushaltslage des Bundes könnte zu kurzfristigen Änderungen in der Finanzierung und damit dem Betrieb des Suchdienstes führen.

uk

Schlagwörter: DRK, Vertreibung, Deportation

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