5. März 2026
Erweiterte Vorstandssitzung des HOG-Verbands
Wenn in der ersten Februarhälfte mehrere Siebenbürger Sachsen aus unterschiedlichen Organisationen und Herkunftsorten im Haus der Heimat in Nürnberg zusammenkommen, kann das mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit die erweiterte Vorstandssitzung des Verbands der Siebenbürgisch-Sächsischen Heimatortsgemeinschaften e.V. (HOG-Verband) sein.

Da die Berichte überwiegend schriftlich vorlagen und vorab verteilt wurden, konnte dieser Tagesordnungspunkt recht zügig abgehandelt werden, so dass man sich auf Themen der Gemeinschaftsarbeit und zukünftige Anliegen konzentrierte. Dabei ist für alle Teilnehmer die Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien (EKR) und deren Untergliederungen in der Heimat Siebenbürgen von Bedeutung. Hilfreich war es, mit deren Vertretern vor Ort (Landeskirchenkuratorin Dr. Carmen Schuster) und über Zoom (Hauptanwalt Friedrich Gunesch) diese Themen zu vertiefen. Einstimmig wurden Zuschüsse zu der im August stattfindenden Harbachtal-Woche sowie zur Vorbereitung des nächstjährigen Heimattages der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl genehmigt, bei dem die HOG-Regionalgruppe Weinland (vormals „Mediascher Umgebung“) als Mitveranstalter fungiert. Der von Geschäftsführerin Maria Bauer mit tatkräftiger Unterstützung durch Sunnhild Walzer vorbereitete Haushaltsplan des HOG-Verbands für 2026 wurde erörtert und genehmigt. Die Quintessenz der Diskussion über das Budget ist allerdings, dass wir uns intensiv um neue und zusätzliche Einnahmequellen bemühen müssen und dass wir auf der Ausgabenseite sehr vorsichtig agieren sollten.
Da einige Teilnehmer noch zu anderen Veranstaltungen reisen mussten, waren alle froh, dass die Besprechung pünktlich um 15.30 Uhr beendet werden konnte. Neben den hauptsächlich mit der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung Beschäftigten – Thomas Schneider, Maria Bauer, Hermann Ongert – halfen auch Mitglieder der Kreisgruppe Nürnberg beim Aufräumen tatkräftig mit, um dann Fasching zu feiern. Wer nicht abreisen musste, feierte mit, denn Gemeinschaft ist immer gut.
In den Pausengesprächen sowie vor und nach der Sitzung warfen wir immer wieder einen Seitenblick auf die aktuelle politische Lage, denn parallel fand in München die Sicherheitskonferenz mit hochkarätiger Beteiligung statt. Auch das Thema der Kurzandacht wurde in die Gespräche in diesem Zusammenhang einbezogen. Nicht nur als Beobachter wurde uns erneut klar, wie wichtig es ist, dass wir uns als Siebenbürger Sachsen sehen dürfen, aber ebenso als Europäer und Weltbürger. Weil gerade in der Gemeinschaft eine unserer Stärken liegt.
An diesem Samstag zwischen Weiberfastnacht und Rosenmontag waren auch andere siebenbürgische Gruppen im Haus der Heimat. Es fanden ein Workshop der Siebenbürgisch-Sächsischen Jugend in Deutschland (SJD) für digitale Fotografie und die Vorbereitungen der Kreisgruppe Nürnberg für den Faschingsumzug statt. Man besuchte sich gegenseitig, sprach miteinander, teilte, was man hat – wie das bei uns Siebenbürger Sachsen selbstverständlich ist. Dass man dabei den Urzelngruß „Hirräi!“ wahrnahm und beantwortete, ihm aber weniger Aufmerksamkeit schenkte als der Ankündigung des frischen Kaffees, war selbstverständlich nur regional bedingt. Am Ende waren alle froh und zufrieden über den in der Gemeinschaft verbrachten Tag und reisten heimwärts, bereit zu neuen Taten.
Dr. Horst Müller
Schlagwörter: HOG-Verband, Sitzung, Vorstand
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