3. August 2007

Sage aus dem Harbachtal

Ein Agnethler Heimatforscher beschäftigt sich mit dem Volksgut im Harbachtal und ist auf eine Sage gestoßen, die 1990 erschienen, in den Dörfern des Harbachtals aber nicht bekannt und in keinem anderen Buch über das Harbachtal erwähnt ist. Nun fragt der Forscher, ob jemand aus den sächsischen Dörfern des Harbachtals diese Sage kennt, denn es handelt sich um nichts Geringeres als die Herkunft des Namens „Hârtibaci“, also unseres Harbachs, der aus „hor“ (Schmutz) oder „hart“ (Wald) und Bach entstanden sein könnte (siehe Siebenbürgisch-sächsisches Wörterbuch, Bd. H-J, S. 69).
Die Sage „Valea Hârtibaciului“ befindet sich in Emil Bejan, „Călător pe valea Cibinului, Legende şi povestiri sibiene“, Editura pentru turism 1990, S. 108 (Redactor: Doina Gavrilă).

Sie erzählt von einem klugen und tapferen Jungen namens Hârtibaci, dessen Mutter so arm war, dass sie ihn dem reichen Nachbarn überließ. Bei dem musste er schwer arbeiten und so kannte er sich bald in allen wichtigen Arbeiten aus. Außerdem erwarb er durch seine Klugheit von einem Zauberer übermenschliche Kräfte. Als er eines Tages am Bach Paraschiva, ein weinendes Mädchen, nach seinem Kummer fragte, erfuhr er, dass sie, um ihr Dorf vor dem Zerstören zu bewahren, dem „căpcăun“ geopfert werden sollte, einem Menschen fressenden Monstrum. Hârtibaci brachte sie in Sicherheit und zog aus, um das Monstrum zu töten. Auf dem Weg verschonte er einen Vogel, der ihm einen guten Tipp gab: Das Monstrum konnte sein Aussehen verändern und saß gerade in der Gestalt eines Greises am Bach. Hârtibaci stellte sich dem Kampf und konnte das Monstrum verletzen und zuletzt im Bach töten. Seither heißt der Bach nach dem tapferen Hârtibaci Valea Hârtibaciului.

Bitte helfen Sie mit, diese oder eine ähnliche Sage zu finden, und melden Sie sich möglichst bis Ende Juli (am Nachmittag) unter Telefon: (0911) 8 00 26 38, wenn Sie von dieser Sage gehört haben oder jemanden kennen, der davon gehört hat!

Doris Hutter

Schlagwörter: Harbachtal, Sagen

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