16. Januar 2026

Kreisverband Nürnberg: Siebenbürgischer ­Weihnachtsgottesdienst in St. Sebald

Die mittelalterliche Kirche St. Sebald in Nürnberg war am 7. Dezember bis zum letzten Platz gefüllt – zahlreiche Siebenbürger Sachsen sowie Freunde von nah und fern folgten der Einladung des Kreisverbands Nürnberg um den traditionellen Advents- und Weihnachtsgottesdienst miteinander zu feiern.
Mit dem „Choral Alpin“ eröffneten die Bläser der Blaskapelle Nürnberg unter der Leitung von Michael Bielz den Gottesdienst. Dem adventlichen Gesang der Gemeinde, an der Orgel begleitet von Tobias Kraft (Dekanatskantor), sowie dem Eingangsgebet folgte eine Gesangseinlage der Sänger und Sängerinnen des Fürther Chores (Leitung Rosel Potoradi) und des Nürnberger Liederkranzes (Leitung Martin Miess) mit dem Lied „Advent ist heute, heilige Zeit“. Anschließend las Katja Nuzzo textsicher und mit klarer Stimme das Weihnachtsevangelium nach Lukas vor. Die zwei Chöre stimmten nach dem Glaubensbekenntnis das Lied „Zu Bethlehem geboren“ an und leiteten damit zur Darbietung der Kinder über. Es war eine Freude, den Kindern des Kreisverbands Nürnberg, diesmal ausschließlich Kinder der Kindertanzgruppe Herzogenaurach unter der Leitung von Brigitte Krempels, zuzuhören. Sie trugen ihre Gedichte und Lieder sicher und mit voller Begeisterung vor. Als Dank erhielten sie den Applaus der Gemeinde.
Besinnlicher Weihnachtsgottesdienst in St. ...
Besinnlicher Weihnachtsgottesdienst in St. Sebald. Foto: Inge Alzner
Die Predigt von Pfarrer Werner Konnerth stützte sich auf die vertrauten Verse der Weihnachtsgeschichte nach Lukas, wie die Reise nach Bethlehem, die Herbergssuche und die Geburt Jesus im Stall. Er erklärte, in welcher Weise diese alte Geschichte auch heute noch relevant ist und Trost und Orientierung in einer sich wandelnden Welt bietet. Weihnachten wird als Fest der Gottesliebe und der Menschwerdung Gottes gefeiert, die Freude und Frieden in die Welt bringt. Im Anschluss an die Predigt sprachen Julia Zakel, Julia Hahnfeld und Kathrin Ewae die Fürbitten. Sie schlossen darin alle Menschen ein, insbesondere die Hilfsbedürftigen und Kranken. Sie beteten für den Frieden auf der Welt.

Die Vorsitzende Annette Folkendt dankte allen, die zum guten Gelingen des Gottesdienstes beigetragen haben, insbesondere den Gastgebern, der Gemeinde St. Sebald und dem Mesner im Ruhestand Erwin Roth-Grigori. Abschließend wünschte sie allen Anwesenden gesegnete Feiertage und ein glückliches sowie gesundes Jahr 2026. Mit dem Lied „Stille Nacht“, begleitet von den Bläsern der Blaskapelle Nürnberg, endete der Gottesdienst. Die Geduld der zahlreichen Kinder, die am Gottesdienst teilgenommen hatten, wurde zu guter Letzt belohnt – es folgte die Kinderbescherung. Die prall gefüllten Päckchen konnten in Empfang genommen werden. Neben den kleinen Gaben enthielten sie einen Honiglebkuchen, nach Peschendorfer Tradition gebacken, sowie ein Brauchtumsblatt, in dem ein Weihnachtsbrauch der HOG Hundertbücheln beschrieben wurde. Das Backen der Lebkuchen und das Bestücken der Päckchen übernahm auch 2025 Gerlinde Zakel mit ihrem fleißigen Helferteam. Vielen Dank.

Der sehr gut besuchte Gottesdienst, ein Zeichen unserer lebendigen Gemeinschaft, spornt an und motiviert, diese Tradition zu erhalten und weitere Aktivitäten im Verband der Siebenbürger Sachsen Nürnberg zu organisieren.

Hildegard Steger

Schlagwörter: Nürnberg, Weihnachtsgottesdienst, St. Sebald

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