21. Februar 2026
Kommunalwahlen in Bayern: Kandidaten in Nürnberg
Die allgemeinen Gemeinde- und Landkreiswahlen (Kommunalwahlen) im Freistaat Bayern finden am 8. März statt, eventuell nötige Stichwahlen für Bürgermeister- und Landratswahlen zwei Wochen später, am 22. März. Wir stellen im Folgenden siebenbürgisch-sächsische Kandidaten und eine Banater Schwäbin, die Mitglied unseres Verbandes ist, vor, die sich in das politische und gesellschaftliche Leben ihrer jeweiligen Gemeinde einbringen.
Helmine Buchsbaum will Stadträtin bleiben

„Ich bin eine Banater Schwäbin in Nürnberg“, ist das Credo von Helmine Buchsbaum. Schon früh engagierte sie sich in der Landsmannschaft der Banater Schwaben, gründete in Nürnberg 1990 eine Kindertrachtengruppe. Sie ist Vorstandsmitglied im Kreisverband Nürnberg, den sie von 1990-2012 leitete, war lange Zeit auch im Vorstand des Landesverbandes Bayern. Darüber hinaus arbeitet sie aber auch beim Hilfswerk der Banater Schwaben und beim Haus der Heimat in Nürnberg im Vorstand mit und pflegt enge Kontakte mit dem Bund der Vertriebenen und dem Verband der Siebenbürger Sachsen, deren Mitglied sie ist (Ihre Ausbildung zur Lehrerin erfolgte im „Päda“ in Hermannstadt).
Im Stadtrat ist sie vor allem für Bildungs- und Integrationsthemen zuständig. Sie ist Mitglied in der Frauenunion in der CSU, im Arbeitskreis für Schule und Sport, im Bildungsausschuss des Bayerischen Städtetags und auch Vorsitzende der Kinderkommission Nürnberg. Sie will sich auch weiterhin mit voller Kraft für Schule und Bildung, für Jugend, Kultur und ganz besonders für die Belange der Vertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler einsetzen. Sie setzt dabei auf Vernetzung und den direkten Weg zur Stadtverwaltung, den man als Stadträtin hat. Es sei sehr wichtig, auf uns als Banater Schwaben aufmerksam zu machen und die Mitbürger für unsere eigene Geschichte und Kultur zu sensibilisieren, betont Helmine Buchsbaum. Dafür will sie sich als Stadträtin weiterhin stark machen.
Banater Post
Flavio Gambato kandidiert für Nürnberger Stadtrat

In der Nürnberger Altstadt wohnend, kennt er als Mittelschullehrer an einer Nürnberger Schule und durch sein langjähriges Engagement in verschiedenen Verbänden und Vereinen die Herausforderungen und Chancen unserer Stadt sehr genau. Sein Ziel ist ein Nürnberg, in dem Integration durch gute Bildung gelingt, mehr Grünflächen Lebensqualität schaffen, unsere historische Altstadt bewahrt bleibt und Nürnberg als Stadt der Chancen durch Bildung weiterentwickelt wird.
Konkret: Flavio Gambatos politische Haltung speist sich aus seiner eigenen Lebensgeschichte. Als Sohn einer italienischen Familie, aufgewachsen und sozialisiert in Deutschland, verbindet er wie auch zahlreiche Siebenbürger Sachsen unterschiedliche kulturelle Prägungen selbstverständlich miteinander. Diese interkulturelle Kompetenz ist für ihn kein theoretisches Konzept, sondern tägliche Praxis – im Klassenzimmer, in der Elternarbeit, im Ehrenamt und in der Kommunalpolitik. Sie befähigt ihn, Perspektiven zu wechseln, zuzuhören und Brücken zu bauen: zwischen Kulturen, Generationen, Religionen und gesellschaftlichen Gruppen – auch über Staatsgrenzen hinweg.
Als Mitglied im Integrationsrat der Stadt Nürnberg, wo er Sprecher des Öffentlichkeitsausschusses ist, setzt sich Flavio Gambato besonders ein für Integration durch Bildung, denn Bildung ist der Schlüssel zu gelingender Integration. Dies tut er auch aus eigener Erfahrung. Vor seiner Tätigkeit als Lehrer war er mehrere Jahre in der freien Wirtschaft tätig. Über den zweiten Bildungsweg absolvierte er ein vollständiges Lehramtsstudium und legte sowohl das erste als auch das zweite Staatsexamen im Hauptfach Politikwissenschaft ab. Er weiß, nur wenn Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrer Herkunft die besten Chancen auf gute Bildung erhalten, können sie ihr Potenzial entfalten und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Nürnberg lebt von seiner Vielfalt, doch diese Vielfalt muss durch Bildung gestärkt und zusammengeführt werden, sagt Flavio Gambato. Ihm ist wichtig, dass in unseren Schulen Werte wie Respekt, Verantwortung und Toleranz vermittelt werden. „So schaffen wir ein Nürnberg, in dem Integration gelingt und in dem alle Menschen die Chance haben, ein selbstbestimmtes und erfolgreiches Leben zu führen,“ hält er fest. Als Vorsitzender des Jungen BLLV Nürnberg sowie als stellvertretender Vorsitzender der Haupt-, Jugend- und Auszubildendenvertretung am Bayerischen Kultusministerium sowie im Arbeitskreis Schule der CSU wirkt Flavio Gambato an konstruktiven Lösungen zwischen Verwaltung, Politik und Schule mit.
Ebenso fordert Flavio Gambato mehr Grünflächen für Lebensqualität, mehr grüne Oasen, die allen Menschen offenstehen. „Parks, Spielplätze und Grünanlagen sind nicht nur Orte der Erholung, sondern auch Treffpunkte für Familien, Kinder und ältere Menschen. Sie verbessern das Stadtklima, fördern die Gesundheit und machen unsere Stadt lebenswerter.“ Deshalb setzt er sich dafür ein, dass ungenutzte Flächen sinnvoll begrünt, bestehende Anlagen gepflegt und neue Naherholungsräume geschaffen werden. Mehr Grünflächen bedeuten mehr Lebensqualität, ein besseres Miteinander und ein Nürnberg, in dem sich die Menschen wohlfühlen und zuhause sind.
In Nürnberg sieht Flavio Gambato eine Stadt der Chancen durch Bildung und fordert Mut zu großen Ideen. Die Urbane Gartenschau 2030, meint er, sei eine echte Chance, Nürnberg grüner, lebenswerter und innovativer zu gestalten. Autonome Busse könnten dabei die Innenstadt besser anbinden – besonders für ältere Menschen und Menschen mit Handicap. Und er geht auch einen Schritt weiter und fragt klar und offen. „Warum nicht auch eine Magnetschwebebahn? Diese könnte ein Impuls für moderne Infrastruktur sein.“ Flavio Gambato will für Nürnberg Projekte, die begeistern. Seine Herkunft, sein beruflicher Weg und sein vielfältiges Engagement machen ihn zu einem Brückenbauer zwischen Kulturen, Religionen, Generationen und politischen Ebenen.
Horst Göbbel
Andrea Hahn: Für ein starkes und lebenswertes Schwabach

Bereits in ihrer Kindheit prägte sie das ehrenamtliche Engagement der Eltern, die beide Vorstandsaufgaben übernahmen. Die regelmäßigen Treffen der Siebenbürger Nachbarschaft Eibach gehörten für sie selbstverständlich zum Familienalltag. Ebenso die Treffen der Heimatortsgemeinschaft Zuckmantel.
Ihren ersten Heimattag in Dinkelsbühl erlebte sie im Alter von vier Jahren – ein Ereignis, das zur jährlichen Tradition wurde und bis heute zum festen Bestandteil ihres Lebens zählt. Auch die Sommeraufenthalte in Siebenbürgen haben sie nachhaltig geprägt. Besonders die historische Stadt Schäßburg ist für sie ein Ort, an dem sie Kraft schöpft und ihre Wurzeln intensiv spürt.
Zwischen 2011 und 2012 war Andrea Hahn Mitglied der Siebenbürger Tanzgruppe Nürnberg und damit auch kulturell aktiv. 2015 gestaltete sie gemeinsam mit ihrem Ehemann das kulturelle Programm bei der Brauchtumsveranstaltung in der Dinkelsbühler Schranne. Damals stand das Zwischenkokelgebiet im Mittelpunkt, und das Paar präsentierte traditionelle Hochzeitsbräuche dieser Region.
Heute bringt Andrea Hahn ihre Verbundenheit zu ihrer Herkunftsgemeinschaft und ihre langjährige Erfahrung engagiert in das kulturelle Leben der Siebenbürger Sachsen ein. „Ich stehe für Vielfalt, weil sie unsere Gesellschaft lebendig und widerstandsfähig macht. Unterschiedliche Perspektiven bereichern unser Zusammenleben und ermöglichen ein solidarisches Miteinander, in dem jede Person ihren Platz findet und gegenseitiger Respekt die Grundlage bildet“, so Andrea Hahn.
Insbesondere möchte Andrea Hahn sich für ein Schwabach ohne Barrieren einsetzen. „Barrierefreiheit betrifft alle Lebensbereiche und muss überall mitgedacht werden. Ich setze mich für Inklusion und Teilhabe ein - auch im Ehrenamt und in Vereinen, für ein solidarisches Miteinander.", ergänzt sie. „Ich würde mich über die Unterstützung der Siebenbürgerinnen und Siebenbürger mit drei Stimmen freuen.“
Werner Henning – Verbindet Nürnberg mit Europa

Werner Henning hat die HOG Nadesch bei zahlreichen Aktivitäten in führender Stelle bestens nach vorne gebracht. Ebenso hat er sich im Verband der Siebenbürgisch-Sächsischen Heimatortsgemeinschaften und in unserem Kreisverband seit Jahrzehnten aktiv eingebracht. Seit 2014 übernimmt Werner Henning als Nürnberger Stadtrat in zentralen Ausschüssen, als integrationspolitischer Sprecher und als Stadtteilbetreuer direkt vor Ort Verantwortung für Nürnberg. Er steht für eine Politik, die zuhört, Probleme klar benennt und Lösungen konsequent umsetzt. Verwurzelt in Vereinen und Verbänden, stark vernetzt und engagiert in der Stadt, verbindet er als Meister und Inhaber einer erfolgreichen Firma für Heizung, Sanitär- und Solartechnik unternehmerisches Denken mit politischer Entscheidungsstärke – mit Herz, Verstand und klarem Gestaltungswillen auch für Siebenbürger Sachsen, Banater Schwaben oder Deutsche aus Russland, als Vorsitzender des Hauses der Heimat für alle Aussiedler. Er unterstreicht: „Gemeinsam gestalten wir eine Stadt, die Zusammenhalt sichert, Leistung anerkennt und ihre Zukunft mutig und verantwortungsvoll formt – mit klarer Priorität für Sicherheit im öffentlichen Raum, Sauberkeit in unseren Stadtteilen und ein Nürnberg, in dem sich die Menschen wieder überall wohl und geschützt fühlen. Meine Motivation: Zuhören, anpacken, umsetzen.“
Maßgeblich vorangetrieben hat der CSU-Stadtrat Werner Henning die Städtepartnerschaft zwischen Nürnberg und Kronstadt, im Mai 2024 vertraglich besiegelt – ein Erfolg jahrelanger Arbeit (auch mit dem damaligen Kronstädter Stadtrat Christian Macedonschi). Er gilt als der Motor dieser fruchtbaren Verbindung. Ebenso war Werner Henning sehr aktiv am Zustandekommen der Direktflugverbindungen Nürnberg-Kronstadt und Nürnberg-Temeswar beteiligt. Seit Oktober 2025 verbinden Direktflüge den Albrecht-Dürer-Airport Nürnberg mit dem neuen Flughafen Kronstadt-Weidenbach und Temeswar (Traian-Vuia) – ein Gewinn für Wirtschaft, Tourismus und Bürger. Werner Henning steht für Erfahrung, internationale Vernetzung und gelebte Verantwortung. Als Stadtrat, Brückenbauer und überzeugter Europäer arbeitet er für ein starkes Nürnberg.
Horst Göbbel
Schlagwörter: Kommunalwahlen, Bayern, Nürnberg, Buchsbaum, Henning
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