3. Juli 2018

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Neurowissenschaftlerin Hannah Monyer erhält Akademiepreis

Die aus Siebenbürgen stammende Neurowissenschaftlerin Hannah Monyer vom Deutschen Krebsforschungszentrum und von der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg erhält den diesjährigen Akademiepreis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Wie das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg bekanntgab, würdigt die Akademie mit dieser hohen, mit 50 000 Euro dotierten Auszeichnung die Grundlagenforschung der 60-jährigen Medizinerin in den Bereichen Lernen und Erinnern.
Prof. Dr. Hannah Monyer widmet ihre vielfach prämierte Forschungstätigkeit den molekularen Grundlagen von Lernen und Gedächtnis. Derzeit konzentriert sich die Neurowissenschaftlerin auf die Plastizität des Gehirns, also seine Anpassungsfähigkeit, die auf der Integration neu geborener Nervenzellen in bestehende Netzwerke beruht. Dazu untersucht sie Gene, die an Zellgeburt, Zellwanderung und Zelldifferenzierung beteiligt sind. Der Begründung der Akademie zufolge basierten die herausragenden wissenschaftlichen Leistungen Monyers darauf, „dass sie zentrale Fragen der Hirnforschung stets mit einem Repertoire von fortgeschrittensten experimentellen Methoden u. a. aus der Gentechnik, der Optogenetik und der Elektrophysiologie angeht“. Vermittels der Erkenntnisse ihrer Forschung erhoffen sich Wissenschaftler unter anderem neue Einblicke in die Vorgänge bestimmter psychischer und neurologischer Krankheiten zu gewinnen, die mit einem Verfall kognitiver Fähigkeiten einhergehen, teilt das Deutsche Krebsforschungszentrum mit. Mit dem Akademiepreis werden seit 1996 herausragende wissenschaftliche Leistungen aller Fachgebiete gewürdigt. Die Preisverleihung fand am 30. Juni in Berlin bei der Festsitzung zum Leibniztag statt. Mit dem Akademiepreis der Berlin ...Mit dem Akademiepreis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ausgezeichnet: Prof. Dr. Hannah Monyer. Bildquelle: Universitätsklinikum Heidelberg Seit Mai 1999 leitet Prof. Dr. Hannah Monyer als Ärztliche Direktorin die Abteilung Klinische Neurobiologie der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg. Die 1957 in Großlasseln im Kreis Hermannstadt geborene, 1975 in die Bundesrepublik ausgesiedelte Wissenschaftlerin hat 2004 den mit 1,55 Millionen Euro dotierten Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft erhalten. 2010 hat der Europäische Forschungsrat Hannah Monyer den „Advanced Investigator Research Grant“ zuerkannt und damit verbunden Fördermittel in Höhe von 1,87 Millionen Euro für ihre grundlegenden neurobiologischen Forschungsarbeiten.

CS




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Schlagwörter: Monyer, Forschung, Wissenschaft, Auszeichnung, Preis, Heidelberg, Berlin, Großlasseln

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