9. März 2019

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„Wo Licht und Schatten“: Dritter Band von Winfried Bretz Romantrilogie

„Wo Licht und Schatten“ ist das dritte Buch einer Romantrilogie von Winfried Bretz nach „Die Schwestern“ und „Heimat in der Fremde“. Bretz ist ein Autor aus Mühlbach in Siebenbürgen und lebt zurzeit in Augsburg. Die Fortsetzung der Handlung aus den zwei Romanen „Die Schwestern“ und „Heimat in der Fremde“ erzählt in diesem Buch das Leben Alfreds, eines Deutschen, Sohn der Spätaussiedlerin Leni Schwarz, den Kampf, sich in der neuen Heimat zu etablieren.
Alfred heiratet nach erfolgreichem Studium Christine, die er seit der gemeinsamen Sandkastenzeit kennt. Von Sepp, Josef Hartmann, erhält er die Wohnung und von seinem Vater Freddy ein teures Auto, einen Mercedes. Auf Anraten seiner Eltern bewirbt er sich in Augsburg im Roboter-Unternehmen Kuka. Die Hochzeit mit Christine und ihre Schwangerschaft sind der Antrieb für Alfreds Entscheidungen. Damit seine beruflichen Erfolge im Unternehmen, wo seine ganze Familie arbeitet, nicht als Protektionismus angesehen wird, beschließt Alfred, eine andere Arbeitsstelle zu suchen. In dieser Phase des Suchens stirbt Sepp plötzlich an einem Herzleiden. Alfred wechselt bald nach Neu-Ulm. Die neue Beschäftigung bereitet ihm viel Spaß. Mit seinem Organisationstalent macht der junge Ingenieur rasch auf sich aufmerksam und wird später als leitender Ingenieur nach Mühlbach, in das neu gegründete Mercedeswerk geschickt. Hier wird ihm als Dolmetscherin und Sekretärin Georgeta zugeteilt. Als sich die beiden näherkommen, beginnt für den sonst so pflichtbewussten Ehemann und Vater ein Wechselbad der Gefühle, die ihn einer harten Prüfung unterziehen.

In Mühlbach, im Herkunftsland seiner Eltern, kommt er zum ersten Mal mit neuen Orten und Leuten in Berührung, Bekanntschaften entstehen. Es sind Erfahrungen, wo sich Licht und Schatten abwechseln.z ... Mit dem Besuch Mias, Alfreds Cousine, die zum ersten Mal Siebenbürgen bereist, erweckt der Autor im Leser den Wunsch dieses schöne Land und seine Bewohner, ihre sprichwörtliche Gastfreundschaft näher kennenzulernen. Leni, seine Mutter, kann nur schwer die Rückkehr nach Siebenbürgen akzeptieren, fügt sich jedoch Alfreds Entscheidungen. Den Weg aus dem Schatten ins Licht findet Alfred mit Mühe. Einen erheblichen Anteil an seinen positiven Entscheidungen trägt sein Halbbruder Edgar, dem er sich rückhaltlos anvertraut und mit dem er über alles sprechen kann.

Der Autor versucht in dieser Trilogie, Zustände aus der kommunistischen Vergangenheit Rumäniens zu umreißen, denen er in Band zwei und drei das Rumänien nach dem Beitritt zur Europäischen Union entgegensetzt. Darin lässt er alte Freundschaften neu aufleben, zeigt Stärken und Schwächen der Menschen in Siebenbürgen auf dem schwierigen Weg der Erneuerung. Die Erzählung ist leicht verständlich und behandelt eine Thematik, die in der globalisierten Welt von heute verortet ist. Das vereinte Europa bietet Vor- und Nachteile, je nach Ansicht des Betrachters. Vorteile denen, die aus den Neuerungen schöpfen und sich weiterentwickeln, und Nachteile jenen, die den alten Strukturen der Vergangenheit nachtrauern. Ein jedes der drei Bücher der Trilogie ist ein in sich abgeschlossener Roman. Die handelnden Personen jedoch sind dieselben.

Wer Näheres über den Autor wissen möchte, dem empfehle ich den autobiografischen Roman „Wenn sich die Tore öffnen“. Kurzfassung: Durch die Tore, die sich in seinem Leben öffnen, gewährt Winfried Bretz Einblicke in sein Leben, in seine Erlebnisse, in seine Höhen und Tiefen. Vom Lehrling bis in das gesetzte Alter dürfen wir mit ihm Wege gehen, die immer wieder durch neu geöffnete Tore führen. Der oft verzweifelte Kampf, sich immer wieder aufzurichten und nach jedem sich neu geöffnetem Tor aufrecht zu bleiben, verfolgt das Ziel, in Freiheit zu leben. Alle Bücher von Bretz sind im epubli-Verlag Berlin (Internet: www.epubli.de) erschienen und können im Verlag, in Buchhandlungen, bei Amazon und bei dem Autor Winfried Bretz, Telefon: (0821) 5870350, E-Mail: wbretz[ät]gmail.com, bestellt werden.

Gerhard Wagner

Schlagwörter: Roman, Besprechung, Rumänien, Siebenbürgen, Literatur, Autobiographisches

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