12. Juli 2019

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Volker Wollmann von Großloge Rumäniens ausgezeichnet

Bukarest – Der aus Siebenbürgen stammende Historiker und Autor der siebenbändigen Buchreihe „Patrimoniul preindustrial și industrial în România“ (Vorindustrielles und industrielles Kulturerbe in Rumänien), Dr. Volker Wollmann, wurde am 21. Juni von der Freimaurer-Großloge Rumäniens mit dem Preis „Henri Coandă“ für angewandte Wissenschaften ausgezeichnet.
Die Übergabe der insgesamt sieben von der Großloge verliehenen Preise für verschiedene Disziplinen, deren Empfänger von Experten der Rumänischen Akademie bestimmt worden waren, fand im Rahmen einer festlichen Gala mit Konzert im Athenäum statt. Die Moderatoren Alexandra Valniciuc und Mihai Constantin begründeten die Preisverleihung: Mit den sieben zwischen 2010 und 2018 erschienenen Bänden über vorindustrielles und industrielles Kulturerbe in Rumänien hat Wollmann ein Thema wissenschaftlich aufbereitet, mit dem sich in Rumänien bisher nur drei Historiker vor 1989 befasst hatten. Selbst weltweit ist industrielles Kulturerbe eher ein Stiefkind, bisher fand das Thema nur in Deutschland und Frankreich wissenschaftliche Beachtung.

Mit den über 2500 Seiten und mehr als 6.000 Fotos umfassenden Werken, die sich systematisch der Geschichte von Bergbau, Holz- und Papierindustrie, landwirtschaftlicher Technik, Glasindustrie, Bauwesen, Textilherstellung, Mühlen, Uhren, Telekommunikation und vielem mehr widmen, habe Wollmann „Rumänien einen großen Dienst erwiesen und mehr geschaffen als ganze Institutionen“, betont der Moderator. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde an einen Stellvertreter übergeben, da Wollmann nicht an der Zeremonie teilnehmen konnte. Die beiden Autoren Volker Wollmann (links) und ...Die beiden Autoren Volker Wollmann (links) und Traian Popescu wurden 2015 mit Traian Popescu den „Ludovic Mrazek“-Preis der Rumänischen Akademie in Bukarest ausgezeichnet. Foto: Nina May Volker Wollmann hatte bereits 2015 zusammen mit Traian Popescu den „Ludovic Mrazek“-Preis der Rumänischen Akademie für ein Werk über die Bergbaugeschichte in Siebenbürgen („Locălităţi miniere din Transilvania, într-un atlas din secolul al XVIII-lea“) erhalten. Von ihm stammt auch die zehnbändige Buchreihe „Silber und Salz in Siebenbürgen“. Zuletzt hatte Wollmann, der die Geschichte des Erzabbaus in Rumänien seit gut 50 Jahren erforscht, im November 2017 sein Werk „Un mileniu și jumatate de minerit aurifer la Roșia Montană“ vorgestellt, das eineinhalb Jahrtausende Goldabbau in Roșia Montană seit dem 4. Jahrhundert beschreibt.

Der 1942 in Mühlbach geborene Historiker und Archäologe befasst sich seit seiner Pensionierung – er war zuletzt Leiter des Siebenbürgischen Museums in Gundelsheim – mit der Erforschung und Dokumentation des industriellen Kulturerbes Rumäniens und hat nach eigener Aussage an die 90.000 Kilometer dafür zurückgelegt. 2012 erhielt Volker Wollmann das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.

Nina May

Schlagwörter: Volker Wollmann, Ehrung, Wirtschaftsgeschichte

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