10. Juli 2026

„Daheim“ – ein Dokumentarfilm von Bianca Zylla

Am 27. Juni 2026 fand unter der gestaltenden Leitung von Dr. Ingeborg Szöllösi vom Deutschen Kulturforum östliches Europa und in Zusammenarbeit mit dem Bundesplatz-Kino in Berlin die Vorführung des Films „Daheim“ von Bianca Zylla statt.
Nach ihrem Studium der Ethnologie und des Audiovisuellen Publizierens an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz hat die 1999 in Mainz geborene Filmemacherin während eines Praktikums im ZDF-Nachrichtenstudio in Nairobi (Kenia) mehrere Beiträge für das ZDF-Mittagsmagazin und 3sat produziert. Weitere Aufträge folgten. „Daheim“ ist ihr Dokumentarregiedebüt.

Im 33-minütigen Dokumentarfilm reist die junge Filmemacherin mit ihrer Mutter, die in Siebenbürgen aufwuchs und 1989 nach Deutschland auswanderte, auf deren biografischen Spuren nach Rumänien. Hier versucht Bianca Zylla, das Leben ihrer Mutter als Siebenbürger Sächsin zu erkunden. Gemeinsam besuchen sie die Orte und Stationen, die Bärbel Zylla von Bedeutung waren: Wolkendorf (Vulcan), Heldsdorf (Hălchiu) und Kronstadt (Brașov). Im Mittelpunkt steht die Frage nach Heimat und Zugehörigkeit.
Bianca und Bärbel Zylla bei den Dreharbeiten im ...
Bianca und Bärbel Zylla bei den Dreharbeiten im Burzenland, © Bianca Zylla
Zu ihrer Motivation, den Film zu drehen, äußerte sich Bianca Zylla wie folgt: „,Daheim‘ ermöglichte es mir, eine neue Seite meiner Familiengeschichte zu entdecken und mit meiner Mutter in die Vergangenheit zurückzuschauen und mit dieser abzuschließen. Mehr als alles andere ist es eine Geschichte über Gemeinschaft und Familie.“

Einleitend zur Filmvorführung hielt Alfred Schadt, selbst Kronstädter und Autor vieler Erinnerungsbücher zum Thema Heimat, einen Kurzvortrag zu Kronstadt, dem Schauplatz der Revolution 1989, und zur Geschichte des Burzenlandes.
Vor der Filmvorführung in Berlin, von rechts: ...
Vor der Filmvorführung in Berlin, von rechts: Martin Erlenmaier (Kinobetreiber), Dr. Ingeborg Szöllösi, Bärbel Zylla, Bianca Zylla und Alfred Schadt. Foto: Deutsches Kulturforum östliches Europa
Im Anschluss an die Vorführung kam es unter der Moderation von Dr. Ingeborg Szöllösi, Südosteuropa-Referentin im Deutschen Kulturforum östliches Europa, zu einem regen und interessanten Austausch zwischen Bianca Zylla, ihrer Mutter Bärbel Zylla, dem Referenten Alfred Schadt sowie dem Publikum. Selbst bei 40 Grad ­Außen­tem­-­ peratur kamen einige ­mutige Siebenbürgen-Fans mit vielen Fragen im Gepäck.

Alfred Schadt

Schlagwörter: Film, Dokumentarfilm, Zylla, Berlin, Daheim

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