24. August 2026

Hans Dama in vier österreichischen Anthologien vertreten

In der neuen von Diana Wiedra und Hubert Thurnhofer 2025 in der Wiener Anima incognita-Edition herausgegebenen österreichischen Anthologie „ZEIT ZUM LEBEN“ sind auch zwei aus dem Banat stammende Autoren vertreten: die in Hockenheim lebende Renate Done und der seit 1974 in Wien ansässige Hans Dama aus Großsanktnikolaus.
Interessant ist die Tatsache, dass die aus Perjamosch stammende Renate Done erst einen Debutband 2025 in rumänischer Sprache (ZORIALE ETERNITĂȚI, deutsch: „Anbrechende Ewigkeiten“, 112 Seiten. Giroc - Temeswar: Castrum de Thymes, 2025 ISBN 978-630-6729-36-4), aber viele deutschsprachige Einzelveröffentlichungen in Deutschland, Österreich, Rumänien sowie Übersetzungen von Goethe, Rilke, Nikolaus Lenau, Heinrich Heine, Richard Wagner u.a. ins Rumänische sowie von Mihai Eminescu, Lucian Blaga, Ana Blandiana, Nichita Stănescu, Anghel Dumbrăveanu, Eugen Jebeleanu u.a. ins Deutsche veröffentlicht hat. So ist man auf die Spätstarterin aufmerksam geworden. Auf den Seiten 93-104 werden einige ihrer Gedichte gebracht, darunter z.B. „Geboren 1944“, „Dein Schutzengel, die Legende der Schwarzen Rose“, „Mein Traum von Kenia“.

Hans Dama, seit einer Ewigkeit zum Wiener gewordener Banater, der an der Uni Bukarest seine Abschluss-Diplomarbeit „Sonderformen moderner Deutsche Lyrik“ vorgelegt hatte, in Wien – Mundart rettend – mit der sprachwissenschaftliche Dissertation „Die Mundart von Großsanktnikolaus im rumänische Banat“ seine heimatliche Mischmundart aus dem Mittelhochdeutschen über die „Reihenschritte“-Entwicklungsmethode analysiert hat, wurde 1986 zum Dr. phil. promoviert. Die Dissertation ist in der Reihe des Deutschen Sprachatlasses „Deutsche Dialektgeographie. Bd.89.“ im Elwert-Verlag, Marburg, 1991 mit Karten, 195-seitig unter ISBN:3-7708-0956-4 erschienen.

Dama blieb sowohl der Literatur wie auch der Sprachwissenschaft treu verbunden. Bereit 1981 fanden einige seiner Gedichte Eingang in die vom Europäischen Verlag Wien herausgegebene Anthologie „Österreichische Lyrik“, Band XXVIII, S. 25-30.

In der 256-seitigen Anthologie „Guten Morgen, du verrückte Welt“ aus dem Jahr 2023 (ISBN 978-3-7568-9064-4) ist er mit 18 Wintergedichten vertreten, und in der 2024 erschienenen Prosa-Anthologie RUBICON, sind einige Texte des Banater Autors, wie „Begegnung in Sibirien“, „Der Letzte Weihnachtsabend“, „Durch St. Petersburg im Sommer“, „Habsburger Spuren auf Madeira“, „Russischstunde“, „Schicksale auf der Adria im Ersten Weltkrieg“, „,Tito‘ an der Grenze verhaftet“, mit Banater Themen und/oder altösterreichischer Thematik in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt worden.

In die neue Anthologie (2025) haben neue Texte von Hans Dama Eingang gefunden: „Wandernde Gedanken“, „Des Menschen Wege“, „Menschheitsphantasien“, Zweifelsfragen“, „Ein Antlitz“, „Die Macht des Wortes“, „Lenau“, „Warum geboren?“, in denen sich der Verfasser mit existentiell-philosophischen Fragen und Gedanken auseinandersetzt. Die letzten drei Anthologien sind in der Wiener Anima incognita-Edition erschienen.

Prof. Dr. Nelu Bradean-Ebinger

Schlagwörter: Rezension, Dama, Banater

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