22. Juli 2026

Antideutsche Verleumdungskampagne gegen Dominic Fritz und Siegfried Mureșan

Bukarest/Temeswar – Dominic Fritz, Vorsitzender der öko-liberalen Partei „Union Rettet Rumänien“ (Uniunea Salvaţi România), beklagt eine Verleumdungskampagne gegen deutschstämmige Politiker, denen ihre Loyalität gegenüber Rumänien diskriminatorisch, aufgrund ethnischer Kriterien abgesprochen wird.
 Dominic Fritz ist seit Herbst 2020 Bürgermeister ...
Dominic Fritz ist seit Herbst 2020 Bürgermeister in Temeswar. Foto: Cristian Țecu
In einem bei Facebook geposteten Video bezog der gebürtige Schwarzwälder und amtierende Bürgermeister von Temeswar (Timișoara) Stellung zu den jüngsten Kolportagen betreffend eine angebliche „Deutschland-Connection“, die hierzulande ihr Unwesen treiben und Rumäniens politische Klasse mit Agenten infiltrieren würde. Er sei bereits offen darauf angesprochen und gefragt worden, ob er ein „deutscher Spion“ sei, eröffnete Fritz, der zudem auch auf die jüngsten, zumeist aus PSD-Reihen stammenden Attacken gegen den liberalen EU-Abgeordneten Siegfried Mureșan verwies, den PNL, USR und der UDMR jüngst dem Staatsoberhaupt als Premierminister vorgeschlagen hatten: Mureșan werde zurzeit „kübelweise mit nationalistischem Gift übergossen“, bloß weil er „Siegfried“ heiße und seine Mutter eine Sächsin aus Siebenbürgen sei, monierte Fritz.

Der USR-Chef warnte ausdrücklich, dass derlei Hetze brandgefährlich für die Gesellschaft sei, da sie den Hass gegen ethnische Minderheiten offen schüre. In Rumänien gebe es zahllose Bürger, die deutscher, ungarischer, bulgarischer, serbischer, tatarischer oder sonstiger Abstammung oder Roma seien – die Idee, dass diese ihr Land weniger lieben und andere Loyalitäten haben würden, sei einfach abstrus und stehe in krassem Widerspruch zu den traditionellen Werten des Landes.

Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien

Schlagwörter: Temeswar, Fritz, Politik

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