Kommentare zum Artikel

13. Februar 2013

Rumänien und Siebenbürgen

Die Schiltaldeutschen – eine vergessene deutsche Minderheit in Rumänien

Wenn von Deutschen in Rumänien die Rede ist, denken die meisten an die Gruppe der Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen. Die Sathmarer Schwaben, die Buchenlanddeutschen, die Berglanddeutschen oder die Dobrudschadeutschen, von denen es jeweils noch Gruppen von wenigen Hundert oder einigen Tausend gibt, sind bei vielen kaum bekannt. Dass es auch im Schiltal (rumänisch Valea Jiului), einer Industrieregion um die Städte Petroschen (Petroşani), Petrila, Aninoasa, Vulcan und Lupeni, in der der Bergbau fast 150 Jahre eine wichtige Rolle spielte, bis heute Deutsche gibt, ist selbst vielen Rumäniendeutschen unbekannt.
mehr...

Kommentare

Artikel wurde 12 mal kommentiert.

  • bankban

    1bankban schrieb am 13.02.2013, 16:39 Uhr:
    Sehr schöner Artikel. Viele Dank für Ihr Engagement, Herr Schleßmann.
  • Joachim

    2Joachim schrieb am 13.02.2013, 18:54 Uhr:
    Ich fand diesen Artikel auch sehr gelungen.
    Einmal etwas anderes.......
    Man denkt darüber nach.....
  • Äschilos

    3Äschilos schrieb am 13.02.2013, 22:14 Uhr:
    Ich habe den Artikel mit Gewinn gelesen. Danke
  • getkiss

    4 • getkiss schrieb am 14.02.2013, 06:28 Uhr:
    Welch ein Unterschied zu manchem niveaulosem "kirchenkritischen Kommentar" auf dieser Webseite!
  • orbo

    5orbo schrieb am 14.02.2013, 20:24 Uhr:
    Ein gelungener Beitrag. Faende ein kleine Serie ueber die aktuelle Situation aller Minderheiten in Rumaenien interessant.
  • orbo

    6orbo schrieb am 15.02.2013, 14:42 Uhr:
    'mal über den eigenen Tellerrand hinausschauen als lediglich die eigene Suppe kochen. ;-)
  • orbo

    7orbo schrieb am 16.02.2013, 20:37 Uhr:
    Na also, ein Schiltaldeutscher ist Samstag Abend in Berlin beruehmt geworden:
    "Calin Peter Netzer wurde 1975 in der Universitätsstadt Petrosani in den Karpaten geboren. 1983 emigrierte seine Familie nach Deutschland. Netzer ging in Stuttgart zur Schule."
  • JIRG

    8JIRG schrieb am 16.02.2013, 21:04 Uhr:
    Hätte gerne mehr gewußt von dieser Minderheit. Gibt es Bücher oder sonstige Artikel zum Lesen über die Schiltaldeutschen? In 23 Jahren nach der Ausreise habe ich noch nie etwas von dieser Gruppe gelesen, gehört obwohl ich der gesamten Geschichte dieses Landstriches und seiner deutschen Nationalitäten sehr aufgeschlossen bin. Dazu die 7bZeitung immer lese.
  • Zappel

    9Zappel schrieb am 17.02.2013, 10:36 Uhr:
    Antwort auf Ihre Anfrage: Es gibt keine Schyltaldeutschen als „ethnische Gruppe“. So betrachtet ist der Aufhänger „Die Schiltaldeutschen – eine vergessene deutsche Minderheit in Rumänien“ eine offenkundige Irreführung der Leser!

    Es gibt vereinzelt auch heute noch Menschen deutscher Abstammung im Schyltal. Vor allem in Petroschen, Schylwolfsbach, Petrilla, etc., kann man die vereinzelt noch antreffen. Fast alles was Deutsch sprach und laufen konnte lief in den späten 70er bis frühen 90er Jahren davon. Einige blieben im Lande bzw. kehrten ins Land wieder zurück. Vielfach waren die „Rückkehrer“ von „teilweise besonderer Abstammung“ wie auch der bereits angeführte Herr Netzer.

    Sowohl die Deutschsprachigen im Schyltal als auch im Berglandbanat sollte man besser nicht als eigene Gruppe zu verstehen versuchen. Sie sind es ganz einfach nicht und waren es vermutlich auch zu keiner Zeit. Sie sind durch die Zufälle der Wirtschaftsgeschichte des Landes als Einzelfamilien (zumeist als Bergbauarbeiter) ins Land geschwemmt und einige relativ wenige Familien sind durch ebensolche Zufälle nicht voll rumänischassimiliert worden.

    Am ehesten könnte man all diese Menschen z.B. noch mit den türkischethnischen Zuwanderern in Deutschland vergleichen die als Lohndrücker vom Dienst und als Ersatz für nicht mehr produzierte deutsche Billiglohnarbeiter ins Land geholt worden sind. Inwieweit es zur Ausbildung einer als Minorität voll funktionsfähigen türkischethnischen Population in Deutschland kommen wird ist derzeit noch nicht wirklich abzusehen. Dass es keine „Schyltaldeutschen“ als deutsche Minorität in Rumänien gibt, weiß man bereits seit eh und je.

    Mehr ist nicht dran an der Sache. Es gibt weder ein „Gruppenbewusstsein“ dieser Handvoll Deutschsprachiger noch ein konkretes „Gruppenleben“. Alle diesbezüglichen Versuche so etwas ins Leben zu rufen versandeten stets nach nur kurzem Anlauf. Bereits vor Jahrzehnten war das so und heute können die Jungen kaum noch zusammenhängend Deutsch reden so deren Familien im Lande verblieben sind. Von der Pflege irgendwelcher lokaler deutscher Traditionen (die sich im Schyltal auch niemals herausgebildet haben) kann nicht einmal geträumt werden. So etwas wird nirgendwo mehr in Rumänien praktiziert. Auch nicht bei einst relativ großen und auf den ersten Blick einstmals recht homogen wirkenden deutschsprachigen Gruppen.

    Die nur mehr überaus spärlich vorhandenen Kinder reden so gut wie überall in Rumänien zu Hause vorwiegend Rumänisch. Wenn es hoch herkommt sprechen einige wenige Kinder noch gelegentlich „vollsynthetisches“ Mediendeutsch!

    Mit diesem Artikel versucht ganz offensichtlich ein geschickter Spendensammler durch überzogene Stimmungsmache Geld aufzustellen. Mehr dürfte an der reichlich absonderlichen Sache nicht dran sein! Wird ja nicht böse gemeint sein. Der Typ vermeint „etwas Gutes“ zu tun! Man lasse ihn ...

    Solche unbedeutenden ethnischen Splitterchen gibt es überall in Europa. Selbst in jahrzehntelang als Provinzen der Sowjetunion voll abgeschotteten Gebieten wie z.B. in der Republik Moldawien. Man suche einmal nach dem Ort Holuboje! Das war einmal ein Ort mit einem starken tschechischsprachigen Bevölkerungsanteil. Heute reden dort die Menschen vorwiegend Russisch. Die paar Kinder der ehemaligen Tschechen können längst nicht mehr zusammenhängend Tschechisch reden. Mag auch im Sommer während der Ferien ein tschechischer Student aus Prag anwesend sein um den wenigen noch im Ort existierenden hoffnungsvollen Kleinen richtiges Tschechisch zu vermitteln, so sind die dennoch nicht imstande das tschechische „ř“ korrekt auszusprechen. Es klingt halt immer russisch ...

    Ach ja, der tschechische Student (es ist auch manchmal eine Studentin, die wechselten im Monatsrhythmus) kommt von so „urtschechisch benannten“ Organisationen wie „Helping Hands“. Klar, wassert da wer nach, stößt er auch hier im Hintergrund rasch auf Onkel Soros & Genossen ... Wenn „Nationalismus“, dann bitte schon die „autorisierte Version“ davon! Netzer wird sicher autorisiert sein ...


    Suum cuique!
  • bankban

    10bankban schrieb am 17.02.2013, 10:41 Uhr:
    Hm... déja vu...
  • Joachim

    11Joachim schrieb am 17.02.2013, 13:43 Uhr:
    Die hätten sich mal besser "reproduzieren" sollen,
    um es im Jargon eines ehemaligen Users auszudrücken......
  • Zappel

    12Zappel schrieb am 17.02.2013, 20:38 Uhr:
    Was hätte diesen Leuten besseres "Reproduzieren" denn gebracht? Allenfalls mehr "rumänische" Kinder. Die sind sicher nicht schlechter als andere Kinder, aber aus der Sicht des Authors der SBZ Geschichte, über die Sie und ich einen Kommentar schrieben, vielleicht doch nicht so ganz das Gelbe vom Ei!

Zum Kommentieren loggen Sie sich bitte in dem LogIn-Feld oben ein oder registrieren Sie sich. Die Kommentarfunktion ist nur für registrierte Premiumbenutzer (Verbandsmitglieder) freigeschaltet.