Kommentare zum Artikel

26. Dezember 2014

Rumänien und Siebenbürgen

Brief König Karls I. von Rumänien an Staatspräsident Klaus Johannis

König Karl I. (Carol I.) von Rumänien (siehe Wikpedia) lässt in einem fiktiven, satirischen Brief an den am 21. Dezember 2014 vereidigten Präsidenten Rumäniens Klaus Johannis Sorgen und Hoffnungen für dieses Land und seine Menschen deutlich werden. Die Botschaft eines Deutschen an einen anderen Deutschen, der nun die Geschicke Rumäniens lenken wird, erscheint mit ihrer klaren Linie trotz humorvoller Einlagen in ihrem Duktus seriös, die historische Analyse ist eindeutig nachvollziehbar und entpuppt sich auch als wohlgeformte Hommage an die Siebenbürger Sachsen. Der Text stammt von Dr. med. Helmut Göllner, geboren 1954 in Klausenburg, heute wohnhaft in Fürth (siehe biographische Daten am Ende dieses Artikels). mehr...

Kommentare

Artikel wurde 8 mal kommentiert.

  • Knobler

    1Knobler schrieb am 26.12.2014, 10:40 Uhr:
    „Und meine Frau eine Engländerin.“
    Das stimmt so nicht.
    Elisabeth zu Wied war die Tochter von Fürsten Wilhelm Hermann Karl zu Wied und dessen Ehefrau Marie, geb. von Nassau-Weilburg.
    Hier liegt wohl eine Verwechslung mit Maria der Frau von Ferdinand I vor.
    Ansonsten regt der Brief zu Nachdenken an.
  • Victor

    2 • Victor schrieb am 26.12.2014, 17:08 Uhr (um 17:11 Uhr geändert):
    Auf der einen Seite die (rumänische) amorphe von der großen weiten Welt abgeschnittene in sich ruhende, unaufmüpfige Masse. Anderer Seits das "bescheidene" und stolze Volk (der siebenbürger Sachsen).

    Auf der einen Seite das nicht genau definierbare Amalgam aus Caragiale und Stalin. Anderer Seits die Geschichte dieses Völkchens, das niemals auch nur einen Hauch von Caragiale oder Stalin aufgewiesen haben soll.

    Auf der einen Seite all das, was dem königlichen Haus gelungen ist. Anderer Seits nichts von dem, was dem königlichen Haus nicht gelungen ist und im Bauernaufstand 1907 gipfelte oder über Jahrzehnte hinweg auch für jene Zeit recht undemokratische Regierungen der rumänischen Oberschicht mit einer durchschnittlichen Amtszeit von einem Jahr führte.

    Über diese Glosse kann ich nicht schmunzeln, wenn auch einige Sympathiebekundungen dabei sind. Rumänen wurden/werden in der Tat allzu oft regelrecht gedemütigt und selten ernst genommen. Nicht mehr und nicht weniger.
  • Siegbert Bruss

    3Siegbert Bruss schrieb am 28.12.2014, 17:56 Uhr:
    Beitrag um 17:56 Uhr von Moderation geändert.
    Hallo Herr Knobler,
    besten Dank für den Hinweis. Die Textstelle habe ich korrigiert.
    Mit freundlichen Grüßen
    Siegbert Bruss
  • Melzer, Dietmar

    4Melzer, Dietmar schrieb am 29.12.2014, 10:13 Uhr (um 10:17 Uhr geändert):
    Lieber Siegbert, Herr Knobler hat wirklich Recht mit seiner Behauptung. Königin Maria von Rumänien (geb. englische Prinzessin von Sachsen-Coburg & Gotha) hielt sich für eine Engländerin, weil sie in England geboren wurde, die vom deutschen Adel und der russischen Zarenfamilie (mütterlichseits) entstammte.
    Ich habe leider noch eine Stelle gefunden, in diesem Text.
    Undswar: "Ungern spreche ich über die Zeit, da mein leicht missratener Neffe Carol II. das Sagen hatte."
    S.M. König Carol II. von Rumänien war der Sohn von Maria & Ferdinand von Rumänien und Vater des jetzigen Königs Michael I. von Rumänien. Und somit auch der Großneffe dem König Karl I. von Rumänien.
    Karl I. von Hohenzollern-Sigmaringen und Leopold von Hohenzollern-Sigmaringen (Vater von Ferdinand I. von Rumänien) waren Brüder.
  • orbo

    5orbo schrieb am 02.01.2015, 09:53 Uhr (um 09:54 Uhr geändert):
    "Ich breche mein Schweigen, weil es das ZWEITE Mal in der Geschichte des rumänischen Volkes vorkommt, dass ein Deutscher die Chance erhält, die Geschicke dieses Volkes entscheidend zu beeinflussen."
    Wie aus den anderen Kommentaren ersichtlich waren auch Nachkommen von König Karl I. auf dem Königsthron Deutsche. Doch losgelöst von einigen Ungenauigkeiten ist der "Brief" eine originelle Form der Rückschau mit Parallelen zur Gegenwart. Leider ist sie nicht ganz frei von subjektiver Wertung hinsichtlich Mehrheitsbevölkerung und Minderheit. Allerdings entspricht diese Rückschau tatsächlich jenem Zeitgeist der Monarchie und damit nicht heutigem Usus distanzierter geschichtlicher Betrachtungen.
  • Administrator

    6Administrator schrieb am 16.01.2015, 22:50 Uhr:
    Beitrag am 22.01.2015, 10:43 Uhr von Moderation geändert.
    Ein Leserbrief in Versform hat uns erreicht, den wir Ihnen nicht vorenthalten möchten:

    Der Brief, den ich mit Freude las,
    vom „König“ der Humor besaß,
    an einen hochgekommenen Sachsen,
    ließ meine Sympathie stark wachsen.
    Für Den, der ihn geschrieben hat.
    Nicht mit vorgehaltenem Blatt!
    Für Den, der selber hat gesehen,
    was einst im „Königreich“ geschehen.
    Dessen Urteil richtig lautet!
    Der Geschehnisse gut deutet.
    Der den Volkscharaktere kennt.
    Der weiß was Charaktere trennt.

    Gerd G. Scheiner / 14.01.2015
  • Victor

    7 • Victor schrieb am 17.01.2015, 17:30 Uhr:
    Der Mann, der nun wird besungen, hat in Paris mit millionen Europäern verschiedener Konfessionenen über alle Unterschiede hinweg für Zusammenhalt demonstriert. Er hat schon lange die Zeichen der Zeit erkannt, betont nicht, was für Charaktereigenschaften die Völker trennen, sondern hebt hervor, was sie zusammen führt - bei aller Sympathie für verflossene Zeiten.
  • getkiss

    8 • getkiss schrieb am 19.01.2015, 07:00 Uhr:
    @Victor schrieb die "Ode":
    "Der Mann, der nun wird besungen, hat in Paris mit millionen Europäern verschiedener Konfessionenen über alle Unterschiede hinweg für Zusammenhalt demonstriert."

    Der Mann, der das schrieb
    wurde getäuscht, von Foto
    das FS und Zeitung verbreitete
    einer breiten Front
    von Kanzlern und Präsidenten
    und einem nicht eingeladenem
    jüdischen Politiker.
    "Was machen wir jetzt mit ihm?"
    fragten sich einige, dem wurde
    doch Mord angedroht?
    Kein Problem
    sagte der Oberflic:
    "Wir lassen ihn so beschützen
    von Millionen Franzosen
    wie seine Juden im Laden
    von meinen Flics".
    Und stellte die paar hundert
    Politiker und Anhängsel
    in eine Seitenstraße auf
    zum Fototermin.
    Dann fuhren sie weg
    in ihren Panzerwagen....
    Und das Volk der Franzosen
    blieb bis zum Abend
    ohne weitere "Beschützer"
    Fahnen schwenkend
    auf den Pariser Straßen.
    Nun konnte das Fernsehen
    auch Bild von oben zeigen....

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